Mario Kart Wii - Test im Test | Seite 3
Alte Besen und neue Schrubber
Davon abgesehen bleibt Mario Kart Wii erfreulich altmodisch: Wie bei allen Teilen der Reihe habt ihr die Wahl, ob ihr Turniere, schnelle Spiele oder Zeitrennen absolviert. Jeder Renn-Event ist in 50, 100 und 150 cc unterteilt, nach und nach schaltet ihr die einzelnen Klassen frei. Genauso wie neue Fahrer: Insgesamt stehen 24 Nintendo-Recken zur Wahl, von Mario über Boo und Waluigi bis hin zu Bowser sind alle wichtigen Charaktere am Start. Die Fahrer unterscheiden sich in Gewicht, Geschwindigkeit, und Lenkung. Wer es gerne wendig mag, wird mit den »Kleinen« glücklich werden und entscheidet sich für Koopa, Toad und Co, wer lieber mehr Bodenhaftung und dafür höhere Endgeschwindigkeit haben will, sollte Donkey Kong oder Wario eine Chance geben.
Die individuellen Gefährte verstärken eure Attribute noch. Am Anfang stehen pro Charakter drei Fahrzeuge zur Auswahl, im weiteren Verlauf schaltet ihr für gewonnene Rennen neue Untersätze frei. Eine entscheidende Rolle bei der Fahrzeugwahl spielt auch die Frage: Wie leicht lässt sich ein Drift ausführen? Wie bei den vorherigen Episoden könnt ihr einen kurzzeitigen Boost einheimsen, indem ihr in die Kurve hineinhüpft, die Beschleunigungs-Taste gedrückt haltet und dann mit dem Richtungskreuz (oder Lenkrad) entgegensteuert. Der Qualm an den Reifen färbt sich blau und schließlich feuerrot. Der blaue Schub bringt euch nur ein paar Meter nach vorne, der rote sorgt dafür, dass ihr mehrere Sekunden über die Piste schießt. Der Boost lässt sich leicht erlernen und ausführen, einzig beim Spielen mit dem Lenkrad braucht ihr einige Anläufe, bis ihr den optimalen Gegensteuer-Winkel herausgefunden habt.
Mario Kart Wii hätte den Titel nicht verdient, gäbe es nicht die typischen Fragezeichen-Symbole auf der Piste. Sie bescheren euch Extrawaffen oder Hilfsmittel, die ihr auf Knopfdruck aktiviert. Die grünen und roten Panzer dürften mittlerweile jedem geläufig sein, auch Unverwundbarkeitssterne und Bananenschalen gehören schon fast zum alten Eisen. Mit Blitzwolke und Power-Pilz wird das bekannte Symbol-Feld aber um zwei interessante Gadgets erweitert: Die Wolke schickt einem eurer Gegner einen Countdown an den Hals, der ihn nach Ablauf für kurze Zeit klein werden lässt. Die einzige Möglichkeit, sich zu retten besteht darin, einen anderen Fahrer anzurempeln und ihm das lästige Übel unterzujubeln. Der Pilz lässt euch Mario-typisch zu einem Riesen anschwellen, sodass ihr einfach alles über den Haufen fahrt, was euch in die Quere kommt. Das Extra-Arsenal ist wie immer das Salz in der Suppe von Mario Kart: Das beste fahrerische Können nützt euch nichts, wenn ihr am laufenden Band von roten und blauen Panzern, Bananenschalen und Blitzen aufgehalten werdet. Was das bedeutet? Findet ihr euch nach einigen Ausrutschern am Ende der Truppe wieder, gelangt ihr durch geschickt eingesetzte Symbole schnell wieder an die Spitze des Fahrerfelds.