No More Heroes 2: Desperate Struggle - Test im Test
Test für Nintendo Wii
No More Heroes 2 - Die Killer-Spiele sind eröffnet: Tretet erneut in Santa Destroys Killer-Weltmeisterschaft an, um euch in der Rolle des Travis Touchdown ganz nach oben zu schlitzen!
Von
Kai Schmidt
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Datum:
28.04.2010
No More Heroes 2: Desperate Struggle erscheint in Deutschland ungekürzt.
Profikiller, Laserschwerter, Wrestling, Riesenroboter, sexy Anime-Damen in Schulmädchenuniformen sowie Fitness-Training für Katzen -- und all das in einem einzigen Spiel? Das klingt zunächst einmal wie der wahnsinnige Fiebertraum eines durchgeknallten Popculture-Nerds. Und tatsächlich: In No More Heroes 2: Desperate Struggle hat der exzentrische japanische Spieledesigner Suda 51 alles hineingestopft, was er im richtigen Leben toll findet. Solche Aktionen können natürlich furchtbar schief gehen, doch die beiden Spiele der No More Heroes-Reihe zeigen, dass man (die richtige Herangehensweise vorausgesetzt) auch mit völligen Gaga-Konzepten durchaus gute Spiele fabrizieren kann: No More Heroes 2: Desperate Struggle ist von vorne bis hinten Schund -- allerdings Edel-Schund, der mit zwei bis drei Augenzwinkern inszeniert ist und sich selbst zu keiner Zeit ernst nimmt.
No More Heroes 2: Die Story
No More Heroes 2: Desperate Struggle nimmt sich selbst nicht ernst und durchbricht gerne die "vierte Wand".
Aber worum geht's in No More Heroes 2: Desperate Struggle überhaupt? Travis Touchdown, der sich im ersten Teil über Ebay ein Lichtschwert organisierte und zum Champion der Profikiller-Wettkämpfe aufstieg, will sich eigentlich aus dem Geschäft zurückziehen. Ein paar fiese Typen verderben ihm allerdings diesen Plan, als sie die Gehirnmasse seines besten Freundes über eine Wand verteilen. Nun will Travis Rache. Statt einfach hinzugehen und dem Verantwortlichen die Rübe abzuschlagen, muss er sich jedoch zunächst in der Killer-Liga wieder nach oben arbeiten. Zwischendurch bekommt er die Übeltäter häppchenweise vor die Lichtklinge geliefert. Klingt dünn? Ziemlich dünn sogar, doch die Story ist nicht der Grund, warum man als volljähriger Wii-Besitzer No More Heroes 2: Desperate Struggle unbedingt spielen sollte. Vielmehr ist es die Leichtigkeit, mit der das Spiel trotz aller plakativer Blutfontänen und abgetrennter Gliedmaßen in den Action-Sequenzen inszeniert ist. Es macht einfach Spaß, sich mit Travis durch Gegnerhorden zu schlitzen, immer wieder über skurrile Einfälle zu lachen und sich ein ums andere Mal darüber zu amüsieren, dass das Spiel gekonnt die vierte Wand durchbricht: Travis und andere Personen sprechen den Spieler direkt an und handeln in vollem Bewusstsein darüber, dass sie nur Figuren in einem Videospiel sind.