Super Mario Galaxy - Test im Test | Seite 3
Traum der Dimensionen
Klar, Mario hat seinen Einstieg in die dritte Dimension schon lange hinter sich. Nichtsdestotrotz gibt es bei Super Mario Galaxy etliche Abschnitte, die an die gute alte 2D-Zeit erinnern. Zum Beispiel in der Wüstengalaxie: Hier verschafft ihr euch erst mal einen Überblick über die Laufwege und stoßt dann auf eine Röhre. Diese schickt euch in den Untergrund. Jetzt legt das Spiel eine Kameraperspektive fest, die euch traditionell von der Seite zeigt. Von links nach rechts hüpft und poltert ihr nun -- vorbei an Feinden und wütenden Felsen -- an das Ende, wo eine weitere Röhre auf euch wartet. Diese befördert euch wieder ans Tageslicht und ihr trabt in 3D weiter. Diese Einlagen kommen oft vor und sind eines der Highlights des Spiels – hier müsst ihr euer gesamtes Können unter Beweis stellen, um die genial designten Areale mit ihren fiesen Fallen zu meistern. Vor allem, wenn die Hüpfsequenzen allmählich schwieriger werden und jeder Sprung perfekt sitzen muss. Besonders knifflig wird es, wenn sich innerhalb dieser Einlagen die Schwerkraft ändert, und ihr plötzlich an der Decke klebt. In bestimmten Arealen zeigen euch Pfeile an, an welcher Stelle sich die Gravitation verschiebt. So müsst ihr immer auf der Hut sein, denn hier findet ihr auch meistens schwarze Löcher, die euch in Windeseile das Leben nehmen.
Du schon wieder!
Neben Koopas, Toads, Wobblers und Co. stoßt ihr in Super Mario Galaxy natürlich auch auf Zwischen- und Endbosse. Diese Kämpfe finden jeweils am Ende einer Galaxie statt, immer in einem separaten Areal. Hier fallen dann zwar die typischen Sammelaufgaben flach, ihr müsst es aber über einen kniffligen Geschicklichkeitsparcours schaffen, bis sich euch abwechseln Bowser Jr. oder der Bösewicht selbst in den Weg stellt. So tretet ihr im Verlauf des Spiels mehrmals gegen den bösen Familienclan an. Im Prinzip bleiben diese Kämpfe immer gleich, werden aber im Lauf des Spiels immer schwieriger. Das merkt man beim Kampf gegen Bowser Jr.: Erst hüpft ihr über eine galaktische Piratenschiffflotte, dann landet ihr auf Deck eines größeren Kahns. Von hier seht ihr aus weiter Ferne euren Gegner, der euch mit Kanonenkugeln nach dem Leben trachtet. Ihr müsst also einen Weg finden, den kleinen Racker stillzulegen. Bei späteren Versuchen kommen zu den Kanonenkugeln Feuerbälle oder gar der nervige Zauberer Kamek hinzu. Bei den Kämpfen gegen Bowser selbst verhält es sich nicht anders. Wer gegen den Bösewicht schon ein paar Mal gekämpft hat, weiß: Mit Drehungen kommt das Echsenwesen überhaupt nicht klar. Doch wie zwingt man einen Obermotz zu Boden, während er in Höchstgeschwindigkeit über eine Kugel rennt, und Feuerbälle vom Himmel regen? Hier müsst ihr dann blitzschnell reagieren, um der Gefahr aus dem Himmel auszuweichen. Im richtigen Moment greift ihr Bowser an, weicht dann wieder den Feuerbällen aus und schubst den Erzfeind schließlich ins vorläufige Nirvana.
Mit dem Rochen auf dem Ball
Wer glaubt, mit Jump&Run-Einlagen, Sammelaktionen und Bosskämpfen habe das Spiel schon sein Pulver verschossen, muss umdenken. In jeder Welt findet ihr Galaxien, die sich von den übrigen Arealen abgrenzen. Hier kann es dann vorkommen, dass ihr auf dem Rücken eines Rochens über das Wasser flitzt, auf einer Kugel schmale Stege entlang balancieren müsst oder eine Luftblase per Cursor vorsichtig durch ein mit Stacheln verziertes Gebiet pustet. Meistert ihr die Aufgaben, winkt jeweils ein Stern.
Diese Einlagen sind es auch, die Super Mario Galaxy so unfassbar variantenreich machen. Immer dann, wenn ihr eine bestimmte Mission gemeistert habt, überrascht euch das Spiel mit einer Aufgabe, die komplett vom üblichen Jump&Run-Alltag abweicht. Das Coole dabei: Selbst wenn den Stern bereits erhalten habt, locken diese Aufgaben weiterhin mit Highscores oder besseren Rundenzeiten, die ihr knacken könnt.