Special: GTA-Dossier | Seite 6
Teil 3
Rassismus und Sex
Neben der Gewalt gibt es in den Titeln der GTA-Reihe ein weiteres problematisches Thema: Die verschiedenen im Spiel auftauchende Gangsterbanden sind eindeutig ethnischen Gruppen oder Nationen zugeordnet. Was man einfach nur als Klischee betrachten könnte, wird oftmals als rassistische Anwandlung ausgelegt. Auch das Thema Sexualität spielt bei der Außenwirkung von GTA eine große Rolle: Im Jahr 2005 sorgt die »Hot Coffee«-Mod für einen handfesten Skandal. Tüftler finden einen Weg, um das Spiel so zu modifzieren, dass es eine Art Minispiel gibt, in welchem Hauptcharakter CJ Geschlechts- und Oralverkehr mit einer weiblichen Spielfigur haben kann. Diese Mod wurde nicht von findigen Hobby-Entwicklern programmiert – alle Inhalte sind bereits im Spiel vorhanden und müssen lediglich »aktiviert« werden. Als Folge dieses Skandals produziert Rockstar eine neue Version von San Andreas, in der diese Inhalte weggelassen wurden.
Unsere Einschätzung
Wir von GamePro brechen gerne eine Lanze für GTA, da es sich um hervorragende Spiele mit sehr viel Langzeitmotivation handelt. Die Reihe steht aber mit Recht unter besonderer Beobachtung der Jugendschützer, denn viele der Inhalte sind ganz sicher nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet. Dass viele jüngere Spieler trotzdem einen Weg finden an das Spiel heranzukommen, ist ein Problem des Handels: Bei vielen Verkaufsstellen nehmen es die Mitarbeiter mit der Alterskontrolle nicht genau genug. Auch unbedachte Eltern, die die Spiele für ihre Kinder kaufen, sollten sich intensiver mit den Alterseinstufungen auf den Verpackungen befassen.