Grand Theft Auto 4 - PlayStation 3

Action  |  Release: 29. April 2008  |  Publisher: Rockstar Games  |  auch für: Xbox 360

Christian Pfeiffer - Meldet sich zu Wort - GTA IV gehört indiziert

Kriminologe Pfeiffer äußert sich in Interview erneut recht kritisch zum Thema Gewalt in Spielen und rät zu sportlichen Alternativen.

Von Andre Linken |

Datum: 03.02.2009; 13:56 Uhr


Christian Pfeiffer - Meldet sich zu Wort : Der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Dr. Christian Pfeiffer, gehört zu den bekannten Namen in der Killerspiel-Diskussion, die verschärfte Zensuren fordern. In einem Interview mit dem ehemaligen GameStar-Chefredakteur Jörg Langer sprach er über das Gewaltpotential beliebter, aktueller Spiele wie Grand Theft Auto 4 oder World of WarCraft.

Zu Beginn des Gesprächs stellt Pfeiffer klar, dass er keine Notwendigkeit sieht vollkommen auf Gewalt in Videospielen zu verzichten. Gewaltdarstellungen in Titeln wie Der Pate oder GTA 4 seien jedoch überzogen. Dass ein Großteil der Presse, auch spielfernere Medien wie die New York Times, GTA 4 feierte, kann der Kriminologe nicht gutheißen. »Wir haben das Spiel nachgespielt, es hätte indiziert werden müssen!« Die Einstufung »ab 18« wirke eher wie ein Ritterschlag. Doch auch Pfeiffer ist der Meinung, dass GTA 4 nicht das alleinige Übel sei. »GTA 4 allein macht niemanden zum Amokläufer. Es müssen immer andere Belastungsfaktoren hinzukommen, etwa innerfamiliäre Gewalt, Misserfolg in der Schule oder eine soziale Außenseiterrolle.«

Gewalt-Männersport zum Austoben

Christian Pfeiffer - Meldet sich zu Wort : Christian Pfeiffer hält im Interview auch Lösungsvorschläge bereit, um Aggressionen zu vermindern und Jungen ihre Männlichkeit »positiv erfahren zu lassen«. Dafür sollte in Ganztagsschulen Rugby angeboten werden. Dies sei ein »exzessiver Gewalt-Männersport, wunderbar in den Rollen und im ›Austobepotenzial‹.« Laut Pfeiffer zeigen Studien, dass Sportler seltener brutale Medien konsumierten. Doch nicht alleine brutale Inhalte sollten dazu führen, dass Computerspiele nur von Volljährigen erworben werden dürften. Spielsucht ist ein weiterer Begriff mit dem sich deutsche Behörden nicht intensiv genug beschäftigen würden. Wo der Begriff »Sucht« im Zusammenhang mit Computerspielen auftaucht, ist das Online-Rollenspiel World of Warcraft natürlich nicht weit. »Ich habe noch nie so ein schönes Spiel gesehen von der Ästhetik her. (…) Und es gibt viele humorige Sachen im Spiel. Aber trotzdem USK 18, denn in den Wirkungen ist WoW grauenhaft destruktiv.« 35% der männlichen Jugendlichen verbrächten mehr Zeit mit dem Spiel als mit Schulunterricht, mindestens viereinhalb Stunden am Tag. »Da ist das Leben aus der Balance geraten.«

Jugendschutz und Industrie sind nicht verfeindet

Dr. Christian Pfeiffer hat mit weiteren Pädagogen und Psychologen den »Kölner Aufruf« unterzeichnet. Laut dem Dokument tragen »Killerspiele« die Hauptschuld an allerhand Dingen, die in Gesellschaft und Jugend falsch laufen. Hinter sämtliche Formulierungen die im Kölner Aufruf stehen, möchte sich der Kriminologe jedoch nicht stellen. »Nicht jedes Wort in diesem ›Kölner Aufruf‹ finde ich richtig«, gesteht er. Ihm sei es jedoch nicht möglich gewesen mit seinen Bedenken durchzudringen.

Dr. Christian Pfeiffer sieht kein spezielles Feindschaftsverhältnis zwischen der Industrie und Jugendschützern. »Wir könnten uns vorstellen, dass die Industrie einmal Spiele produziert, von denen wir ganz begeistert sind.«

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Suff
#1 | 03. Feb 2009, 14:14
WOOOOOOOOW!!! Super Idee, Rugby als Lösung anzubieten. Dann kann man sich und anderen im realen Leben die Knochen brechen. Na wenn das mal nicht zu Frieden und Einheit führt. Anderen im richtigen Leben Schmerzen zuzufügen ist ja so viel besser, als diese bösen, bösen Video-und Computerspiele in denen man nur auf Pixelmännchen schiesst
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Shaun the Sheep
#2 | 03. Feb 2009, 14:26
Für manche Jugendliche wäre es vielleicht mal ganz gut wenn sie reale Anstrengungen und Schmerzen kennenlernen würden.
Das würde so manche merkwürdige Vorstellung zum Thema Gewalt aus ihnen raustreiben.
Aus diesem Blickwinkel wäre Rugby vielleicht garnicht so schlecht. ;)
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Rainertwo
#3 | 03. Feb 2009, 14:35
Zumindest kann ich zu diesem Artikel sagen dass sich der Alte Herr diesmal etwas intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt hat.
Ok...
Rugby einzuführen und die sehr authentischen Gewaltdarstellungen in GTAIV als überzogen zu bezeichnen gehen mir persönlich immernoch geistig an die Gurgel.
Aber:
Wenigstens ansatzweise gesteht der Dr. Pfeiffer ein dass die "Verkorkstheit" von einigen ,meist Jugendlichen, Spielern auch sache des Sozialen Umfeldes ist.
Die vollkommene Indizierung ist zwar immernoch eine sehr beschränkte Idee aber wenigstens ein Teil seiner Kampagne scheint eine Angemessene lösung für alle finden zu wollen.

Bleibt zu hoffen dass er sich jetzt vorsichtig, und vor allem unparteiisch, in die Thematik hinen- manövriert.
Für einen "Spießer", nicht schlecht!
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Der Marc
#4 | 03. Feb 2009, 14:47
Ich bau immer nur Aggressionen auf, wenn sich Christian Pfeiffer zu Wort meldet.
Den ersten Schritt zu verminderter Aggressivität, kann er also noch heute selbst machen.
Einfach mal Urlaub irgendwo machen...und vielleicht einfach dableiben. ;)

Zitat von Pfeife:
Es müssen immer andere Belastungsfaktoren hinzukommen, etwa innerfamiliäre Gewalt, Misserfolg in der Schule oder eine soziale Außenseiterrolle.

Ich denke, das sind nicht die Faktoren, die dazukommen müssen, sondern das sind alleine die Faktoren.
Zitat von Pfeife:

Laut Pfeiffer zeigen Studien, dass Sportler seltener brutale Medien konsumierten

Ja, die Studien von Herrn Pfeiffer sind was Glaubwürdigkeit betrifft immer eine schöne Sache.
Laut mir zeigen "Studien", dass Sportler höhere Krankenkassenbeiträge zahlen (der erhöhte Preis macht die Sportler dann natürlich aggressiv und mittelfristig zu Amokläufern!) und ein höheres Verletzungsrisiko (wenn sie verletzt sind und keinen Sport mehr machen können, werde die so wütend!!... -> Amok). Auch wenn man beim Rugby 2-3 Spiele hintereinander verliert, endet das in Frustration, Isolation und längerfristig in kaltem Hass gegenüber der jeder Siegermentalität und somit auch dem Antrieb selbst erfolgreich zu werden. Folge: Verwahrlosung, Tod, Zerstörung, Sodom und Gomhorra!

Womit bewiesen wäre, dass Herr Pfeiffer lügt.
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Loup-Garou
#5 | 03. Feb 2009, 15:16
ich finde es zwar immer noch nicht gut das man spiele komplett indizieren sollte aber ich finde es gut das er wenigstens erkannt hat das andere Faktoren viel wichtiger sind für einen Amoklauf als "Killerspiel".

Ich finde das mit dem Rugby gakeine so schlecht Idee... muss ja nicht unbedingt Rugby sein... es geht darum bei so was seinen Frust ablassen zu können und man sitzt nicht allein in der Bude sondern macht was zusammen mit anderen...

und nein ich will damit nicht sagen das alle gamer ansonsten daheim vorm PC oder Fernseher hocken und vor sich hin gammel, aber ich kenne fälle da wäre das garnich so übel wenn die stattdessen mal rausgehen Sportmachen.
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Der Marc
#6 | 03. Feb 2009, 15:44
Zitat von Loup-Garou:

Ich finde das mit dem Rugby gakeine so schlecht Idee... muss ja nicht unbedingt Rugby sein... es geht darum bei so was seinen Frust ablassen zu können und man sitzt nicht allein in der Bude sondern macht was zusammen mit anderen...


Klar ist es gesund sport zu machen, es steigert Teamfähigkeit usw. aber wo iss da ein Verbesserungsvorschlag bzw. was iss die Konsequenz daraus.
Gesetzlich vorgeschriebener Rugby-zwang für alle? Was will er eigentlich wirklich bezwecken und mit welchen Mitteln?

Ist es auch eine gute Idee, wenn man sagt "Leute sollten auf ihre Ernährung achten!" ?
Das ist keine Idee, das ist eine bekannte Tatsache an die man sich halten kann oder nicht.
Man kann es keinem vorschreiben und die blose Aussage wird wohl keinen Fettleibigen bekehren.
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sasukefan86
#7 | 03. Feb 2009, 15:49
doch alle gamer weil hallo meistens diskriditiert er uns gamer alle als mögliche amokläufer was ya nun bekannlich auf nur ungefähr ein prozent aller gamer zutrifft und eben dieser general verdacht gegen die andern 99 prozent sind eigentlich diskriminierung gegen uns nur weil der herr pfeiffer nie selbst ein spiel gezockt hatt mann könnte das vieleicht neid auf uns junge leute nennen weil er insgeheim ess selbst zocken will wer weis und wenn er das will soll er in nenn laden gehen und sich gefäligst eine der konsolen kaufen und selbst zocken erst dann sollte er sich wieder melden
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Freddy Krüger
#8 | 03. Feb 2009, 16:00
Ach hallo Herr Pfeiffer! Schön nochmal was von ihnen zu hören :rolleyes: !

Wieder Killerspiele!? Gääähn.....denken sie eigentlich auch mal an was anderes?
Rente oder so?
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schiwo
#9 | 03. Feb 2009, 16:13
Zitat von Suff:
WOOOOOOOOW!!! Super Idee, Rugby als Lösung anzubieten. Dann kann man sich und anderen im realen Leben die Knochen brechen. Na wenn das mal nicht zu Frieden und Einheit führt. Anderen im richtigen Leben Schmerzen zuzufügen ist ja so viel besser, als diese bösen, bösen Video-und Computerspiele in denen man nur auf Pixelmännchen schiesst


Ahahaha...wahre Worte.
Ich pfeif auf den Pfeiffer.Putzig,wie Außenstehende,die nicht selbst aktiv spielen,sich immer ein Urteil erdreisten müssen.
Der Mann hat doch noch niemals in seinem Leben ein Game gezockt,aber sicher 50.000 l Bier getrunken.
Vorbildlich!
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mimic182
#10 | 03. Feb 2009, 16:22
Ich stimme ihm zu, dass Videospiele (Medien im Allgemeinen) nicht alleine Schuld sind, sondern das komplette Umfeld dazu gehört, bis es bei der Person dann "klick" macht und dieser sich für einen Amoklauf entscheidet.

Sportlichaktivitäten können jedenfalls aufstauende Aggressionen abbauen, diese müssen dann aber mit starker körperlich Anstrengung oder Gewalt einher gehen, was auf keinenfall Sinn und Zweck des ganzen sein kann. Einen Sportzwang kann er sowieso nicht erwirken, also ist diese These im grunde Sinnlos. Wichtiger ist es, dass Eltern, Lehrer und vielleicht auch Schüler darauf achten, dass das Umfeld der Kinder/Jugendlichen nicht zu stark negativ wird. In erster Linie spreche ich eigentlich Eltern und Lehrer an. Wenn die nicht ein Auge auf unsere Jugend haben und denen helfen, wer soll es dann sonst tun? Ich finde dort sollte Angefangen werden, bevor man sich mit den Medien auseinander setzt.

Die Aussage von Dr. Pfeifer "WoW sollte ab 18 sein" oder "GTA4 gehört indiziert" halte ich für völlig übertrieben und in keinster Weise kompr.bereit gegenüber den Videospielern.
Ich finde es zwar auch nicht gut, wenn Leute Spielesüchtig sind, aber seine Vorgehensweise greift alle Spieler an, bei denen Videospielen ein Hobby ist und dieses nicht die Überhand über das eigene Privatleben genommen hat. Bei Minderjährigen müssen die Eltern durch greifen. Danach muss jeder selber schauen, was er aus seinem Leben macht.
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Details zu Grand Theft Auto 4 - PlayStation 3

Plattformen: PS3 Xbox 360
Genre Action
Untergenre: -
Release D: 29. April 2008
Publisher: Rockstar Games
Entwickler: Rockstar North
Webseite: http://www.rockstargames.com/IV/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
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