Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots - Test im Test | Seite 6
Fazit
Der Abspann ist durchgelaufen, der Bildschirm wird schwarz und ich bin traurig. Es ist vorbei. Nach einer Weile wird mir erst bewusst, was für ein Erlebnis ich hier eigentlich mitgemacht habe: Von purer Spannung bis hin zur echten Emotionsachterbahn war in den zahlreichen Stunden wirklich alles dabei, was ich mir wünschen konnte. Ich habe Glücksmomente erlebt, in Erinnerungen geschwelgt, alte Feinde endlich über den Jordan geschickt. In solchen Situationen spielt es für mich keine Rolle, dass Metal Gear Solid 4 durchaus seine Fehler hat: Oft habe ich mich über die doofe KI geärgert, Mitstreiter verflucht und war kurz davor, das Pad an die Wand zu pfeffern. Nichtsdestotrotz dauerte es keine fünf Minuten, bis ich mich wieder vor die Konsole setzte, um zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Guns of the Patriots ist für mich wie ein gutes Buch: Kleine Hänger verzeiht man gerne, wenn einen der Großteil so fesselt und erst wieder in Ruhe lässt, nachdem man die letzte Seite gelesen und den Roman zugeklappt hat. Ich habe mir viel erhofft, gewünscht, dass der letzte Teil der Serie mich komplett zufrieden stellt. Das Ergebnis reicht noch weiter: Ich habe es gespielt, genossen und kann es kaum erwarten, Snake noch einmal durch die letzte Episode zu begleiten, und dann neue Vorgehensweisen auszuprobieren. Und das kann ich nicht wirklich von vielen Spielen behaupten. Um es kurz zu machen: Fans der Serie kommen um diese Episode sowieso nicht herum, aber auch alle anderen dürfen sich Solid Snakes letzten Einsatz nicht entgehen lassen. Dieses Spiel ist ein Traum. 10 / 10
Ist gefesselt: Bernd