Sacred 3 in der Vorschau
Nichts mehr heilig
Fazit der Redaktion
Michael Graf: Schick sehen sie ja aus, die Schnetzelorgien von Sacred 3. Fein animiert und umspritzt von Effekten kloppt sich das Heldenpaar durch die comicbunten Demo-Levels, auf den ersten Blick erinnert das actionreiche Koop-Treiben angenehm an eine modernisierte Fassung von Baldur’s Gate: Dark Alliance. Oder an eine Art Darksiders von oben. Mit dem guten, alten Sacred hat Sacred 3 aber nur noch wenig zu tun, das zeigt sich schon allein am geschrumpften Rollenspiel-Anteil: Statt detailliert an Charakterwerten und Zauber-Kombos zu schrauben, wähle ich einfach Talente sowie Rüstungsteile – und los geht das Metzelfest.
Das muss nichts Schlechtes sein, schließlich hat bereits der Erfolg von Lara Croft and the Guardian of Light gezeigt, dass Koop-Spaß keinen Rollenspiel-Tiefgang braucht. Ich kann’s mir auch ohne Statistik-Studium durchaus spaßig vorstellen, mich mit drei anderen Haudraufs durch die Levels von Sacred 3 zu hacken, um auch noch das letzte Geheimnis zu finden. Insbesondere dann, wenn Sacred 3 auf den höheren Schwierigkeitsgraden tatsächlich harte Herausforderungen bietet und Teamwork erfordert.