Six Days In Fallujah - Preview in der Vorschau | Seite 2
Vorschau für PlayStation 3 und Xbox 360
Die dunklen Ecken der Erde
Das bringt uns, endlich, zum Spiel selbst. Faszinierenderweise bezeichnet Atomic Games
Six Days In Fallujah als Survival-Horror-Spiel, ein Genre das vor allem durch das Zombie-Abschießen in Spielen wie Resident Evil 5 oder Dead Space berühmt wurde. Doch in Six Days In Fallujah entsteht die Angst nicht durch Untote oder Übernatürliches, sondern durch die unvorhersehbaren, schrecklichen und sehr realen Taktiken, die durch die Aufständischen verwendet wurden, die in ganz Falludscha verteilt waren. "Viele der Aufständischen wollten gar nicht mehr lebend aus der Stadt kommen", sagt Benito. "Also konnte ihr ganzer Auftrag darin bestehen, irgendwo tagelang zu liegen und zu warten, bis ein Marine seinen Kopf zeigt." Für die Marines stellte dieses Szenario eine Art Russisches Roulette dar. "Sie gingen von Tür zu Tür, um die Häuser zu sichern und meistens waren die Häuser auch leer", erklärt Benito. "Aber hier und da sahen sie sich einer überwältigend tödlichen Situation gegenüber... was die Marines natürlich auch psychologisch erschütterte." Für Benito war es daher von höchster Wichtigkeit, die Spieler den Horror, die Angst und das Leiden der echten Marines im Kampf spüren zu lassen. "In den meisten modernen Militär-Shooter wird nur eine bestimmte Stufe erreicht, auf der dann das Spiel stattfindet", sagt Benito. "Wir gehen manchmal noch eine Stufe weiter, aber man muss das Ganze dann auch zurückfahren und einen Rhythmus etablieren."
Während man sich im Spiel von Haus zu Haus und von Straße zu Straße durchkämpft, lernt man schnell, sich vor dem Öffnen von Eingängen (die echten Marines nannten sie "fatal funnels", tödliche Trichter) oder geschlossenen Räumen zu fürchten. Und von letzteren gibt es in Falludscha jede Mange, da die Aufständischen die Stadt mit geheimen Tunneln und Bunkern durchsiebt haben, klaustrophobische Bereiche, die man im Spiel erforschen und mit Hilfe seines Teams sichern muss. "Das sind schreckliche Orte, in denen Schreckliches passiert", fügt Benito hinzu. "Im Spiel stürzt man sich in das Unbekannte, bewegt sich durch verdunkelte Innenbereiche und trifft auf 'Überraschungen', die die Aufständischen zurückgelassen haben." Unbehagen kommt in Six Days If Fallujah immer wieder vor. "Es wird (während des Spiels) manchmal so sein, dass man sich durch ein Zimmer geht und alles verblüffend und schaurig ruhig ist", erklärt Benito. "Aber es mag da subtile Hinweise geben, wie Staub, der von der Decke fällt oder ein sich bewegender Schatten." Noch verstörender ist eine Taktik, die direkt aus der echten Schlacht stammt: einige der Aufständischen beherrschten etwas Englisch und versuchten so, Marines in Hinterhalte zu locken, eine Vorgehensweise, die auch im Spiel vorkommt. Benito erklärt: "Man könnte eine Stimme aus einem verdunkelten Gang hören, die 'Mister, Mister, komm her, komm her' flüstert. Natürlich würde ein Marine auf so etwas nicht hereinfallen, aber es sorgt in dieser Umgebung für ein schauriges Gefühl.