Ninja Gaiden Sigma Plus im Test
Wo bleibt das Plus?
Team Ninja bringt Ryu Hayabusa auf die Vita. Was Ninja Gaiden Sigma Plus zu bieten hat, erfahrt ihr in unserem Test zum Action-Adventure.
Von
Julian Freudenhammer
|
Datum:
01.03.2012
In Ninja Gaiden Sigma Plus geht es gewohnt blutig zur Sache.
Ninja Gaiden Sigma Plus
ist eine 1:1-Umsetzung von
Ninja Gaiden Sigma
, das 2007 für die PS3 erschien. Die serientypisch bockschweren Schwert-Kämpfe gehen auf der Vita gut von der Hand, solange wir nicht vom Touchscreen auf der Rückseite Gebrauch machen müssen. Mit dem lösen wir komplexe Spezialattacken wie den Feuerball aus.
Das wirkt aufgesetzt und wäre auch über die ansonsten sehr gute und präzise Tasteneingabe möglich gewesen. Mit den Buttons springen wir gewohnt gekonnt über Hindernisse, laufen galant an Wänden entlang und führen verschiedene Attacken aus, die der Super-Ninja Ryu zu mächtigen Kombos verketten kann. Der Gyro-Sensor der Vita leistet indes gute Arbeit: Nach dem Berühren des vorderen Touchscreens drehen oder neigen wir die Konsole, um uns in der Ego-Perspektive einen besseren Überblick zu verschaffen. Das ist auch bitter nötig, denn die automatische Verfolgerkamera ist bei den schnellen Kämpfen häufig überfordert.
Die Animationen und das Kampfsystem sind serientypisch hervorragend.
Im Verlauf des Spiels erlernen wir immer wieder neue Angriffe, um mit den cleveren Feinden mithalten zu können. Die bewegen sich verdammt flink und sind wie unser Held hervorragend animiert. Die Kämpfe fließen regelrecht. Trotzdem merkt man Sigma Plus sein wahres Alter an. Die Grafik wirkt angestaubt und teils arg detailarm. Wer den PS3-Ableger gespielt hat, findet abgesehen von der neuen Vita-Steuerung keine Neuerungen. Wem der Mobilitätsbonus genügt, schlägt zu und gibt mit Ryu einmal mehr auf die Rübe, den Spaß macht’s trotzdem.