Mario Kart Wii - Test
Auf oder in der Schüssel?

Gleich beim ersten Start-Countdown sticht das größere Fahrerfeld ins Auge: Fuhren in den vergangenen Episoden immer acht Spieler um den ersten Platz, gehen diesmal in jedem Rennen zwölf Charaktere an den Start. Das sorgt nicht nur für weitaus spannendere Rennen, sondern auch für ein bisschen mehr Chaos auf der Piste. Damit ihr euch auf den Kursen mitten unter Gegnern nicht zu sehr ins Gehege kommt, sind die Strecken deutlich breiter als bei bisherigen Episoden.
Die nächste Änderung raubt euch zwei Reifen: Bei Mario Kart Wii tuckert ihr nicht nur mit aufgemotzten Karts über die Piste, auch Motorräder stehen zur Auswahl. So habt ihr vor jedem Rennen die Wahl, ob ihr lieber mit zwei oder vier Schlappen antretet. Die Motorräder steuern sich anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, nach einer Weile wollt ihr die neuen Untersätze aber nicht mehr missen – enge Kurven nehmt ihr deutlich schneller, auch im Fahrerfeld setzt ihr euch dank des kleineren Fahrzeugs besser durch.

Hier kommen auch gleich die Tricks ins Spiel: An bestimmten Stellen einiger Strecken könnt ihr Stunts ausführen. Dazu schüttelt ihr einfach im richtigen Augenblick die Wiimote. Euer Fahrer macht dann in der Luft eine Drehung, hängt sich kurz über die Stange oder lässt die Beine baumeln. Die Kunststückchen sind auch mit Karts möglich. In beiden Fällen bringen sie euch einen kleinen Geschwindigkeitsschub ein, wenn ihr wieder auf dem Asphalt landet. Keine Angst – Mario Kart ist kein SSX geworden: Habt ihr erst einmal einen Trick gestartet, müsst ihr nur wieder auf die Strecke plumpsen, dann geht es weiter. Fehlgeschlagene Stunts oder schlechtes Timing gibt es nicht.
Mario Kart Wii wird mit einem Lenkrad-Aufsatz für die Wiimote ausgeliefert. Ihr steuert eure Schüssel also durch Drehbewegungen, die erstaunlich präzise erkannt und ins Spiel umgesetzt werden. Einzig in engen Kurven müsste der maximale Einschlag etwas besser registriert werden, davon abgesehen spielt sich diese neue Variante aber hervorragend. Wer damit überhaupt nicht klar kommt, hat die freie Controller-Auswahl: Ihr dreht entweder mit der klassischen Nunchuk-Wiimote-Kombo eure Runden, benutzt die Fernbedienung ohne den Aufsatz oder stöpselt einen Classic-/GameCube-Controller an. Im Praxistest haben alle Varianten prima funktioniert, uns hat aber klar die Steuerung mit Nunchuk und Wiimote am besten gefallen – damit lenkt sich euer Kart bequem und präzise, in jeder Situation habt ihr das Geschehen im Griff.