Mario Kart Wii - Test
Feuer und Eis am Stiel

Die Aufteilung der Renn-Events ist gleich geblieben: Ihr startet zu Beginn mit Pilz-, Blumen- und Stern-Cup, die jeweils vier Strecken beinhalten. Habt ihr die gemeistert, werden neue Cups freigeschaltet, bis sich die Anzahl der Pisten auf insgesamt 32 erhöht. Und hier haben die Designer ganze Arbeit geleistet: Neben den relativ normalen Rennstrecken düst ihr über eine Autobahn, einen verschneiten Bergpass, eine Wüstenruine oder durch Bowsers feurig-schönes Schloss. Und auch wenn 16 klassische Pisten aus Super Mario Kart, Mario Kart 64, Mario Kart Super Circuit, Mario Kart Double Dash!! und Mario Kart DS dabei sind, machen gerade die neuen Kurse am meisten Laune: Da fetzt ihr wie in einer Holzachterbahn durch eine alte Mine, während euch Fledermäuse und abgebrochene Streckenteile zu schaffen machen, oder ihr rast einen Kanal entlang, der per Tunnel sogar unter die Wasseroberfläche führt. Während ihr hier Elektroleitern ausweicht, seht ihr, wie sich eine riesige Moräne vorbeischlängelt. In der Einkaufspassage nutzt ihr den Lauf von Rolltreppen aus, um einen Geschwindigkeitsschub zu erhalten, auf der Regenbogenstraße werdet ihr blitzschnell durch ein Sternenmeer geschossen, um auf einer hauchdünnen Piste abgesetzt zu werden. Am imposantesten ist aber die Strecke »Vulkangrollen«: Hier ist die Luft zum Schneiden dick, während der ersten beiden Runden dampft und brodelt es an allen Ecken, bis sich der Vulkan in der letzten Etappe Luft verschafft und ganze Streckenteile einfach gen Himmel befördert.
Schön weggelunzt!

Er darf bei keinem Mario Kart fehlen: der Multiplayer-Modus. Und auch diesmal finden Freunde der geselligen Unterhaltung wieder alles, was einen tollen Zock ausmacht: Zum einen lassen sich alle Rennen mit bis zu vier Teilnehmern an einer Glotze spielen (auch gemischt mit Motorrädern und Karts), zum anderen eignet sich der Wettbewerbs-Modus perfekt für kurze Keilereien unter Freunden. Die Jagd auf die gegnerischen Ballons gehört zum Standard, neu ist allerdings, dass es dieses Mal in zwei Teams mit jeweils 6 Fahrern zur Sache geht. Das Team, das bis zum Ablauf des Zeitlimits mehr Abschüsse verbuchen kann, geht als Sieger vom Platz. Neu ist auch die Jagd auf Münzen: Hier sammelt ihr Taler ein, die auf der Strecke herumliegen. Schießt ihr einen Gegner ab oder schubst ihn in die Tiefe, verliert er drei Goldstücke. Nach Ablauf der Zeit wird abgerechnet: Für diese beiden Varianten stehen sowohl sechs alte, wie auch sechs neue Arenen zur Auswahl. Die Neuzugänge sind unserer Meinung nach aber durch unübersichtlichere Streckenführung nicht ganz so gut gelungen wie die Klassiker. Am meisten Spaß habt ihr immer noch in den Arenen von SNES, GC und Co.
Selbst wenn ihr mal keine Mitspieler zur Hand habt, braucht ihr nicht alleine zu vergammeln: Nintendo hat dem neuesten Mario Kart-Ableger einen Online-Modus verpasst, der sich sehen lassen kann. Zuerst müsst ihr euch den Mario Kart Channel von der Disc auf die Wii laden, danach kann es auch schon losgehen: Ihr dürft per separatem Code gegen Freunde antreten oder einfach so loslegen – dann werden euch per Zufall Spieler zugeteilt. das klappte in unserem Test schnell und ohne Probleme. Allerdings konnten wir noch keine Rennen fahren, da Nintendos Server nach der Spielersuche dicht machten. Trotzdem: Wir versprechen uns vom Online-Modus einiges. Gerade die unkomplizierte Spielersuche scheint viele tolle Rennen über das Netz zu ermöglichen.