Mario Kart Wii - Test
Viel Stern, wenig Schalen

Eines muss man Nintendo lassen: Die neueste Kart-Raserei ist unglaublich leicht zugänglich und intuitiv spielbar. Binnen weniger Minuten habt ihr die Lenkung verinnerlicht, danach geht es schon daran, die traumhaften Kurse kennenzulernen, Abkürzungen zu entdecken und schließlich die Ideallinien zu finden. Besonderes Lob geht auch diesmal an die perfekte Spielbarkeit und den ausgewogenen Schwierigkeitsgrad – wer sich anfangs noch schnell und einfach an die Spitze des Fahrerfelds setzt, muss in den höheren Klassen schon richtig einheizen, um den gewieften KI-Gegnern Paroli zu bieten. Im Vergleich zum N64-Teil fahren die Konkurrenten deutlich realistischer, der Gummiband-Effekt gehört Gott sei Dank der Vergangenheit an. Uns hat auch sehr gut gefallen, dass ihr jederzeit die Wahl habt, mit welcher Steuerungsmethode ihr an den Start gehen wollt – so findet wirklich jeder Spieler seine optimale Variante.

Einzig die Technik könnte besser sein: Zwar laufen im Einzelspieler-Modus alle Rennen butterweich, im Multiplayer schaltet das Spiel dann aber auf 30 Bilder pro Sekunde herunter, sogar Details werden einfach weggelassen. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen – die Strecken sind alle kunterbunt und liebevoll entworfen. Warum? Super Mario Galaxy fährt ein wesentlich höheres Grafik-Niveau auf und zeigt, was auf der Wii möglich ist. Das soll Kart-Fans aber nicht stören: die bekommen mit Mario Kart Wii genau das, was sie wollen – einen Spaß für die ganze Familie, den man immer wieder gerne einlegt, wenn Freunde zu Besuch sind.