Special: Fable 2 | Seite 3
Ehre und Erben
Wir fragen Peter, was es denn überhaupt bringen soll, im Spiel eine Familie zu gründen. Schließlich kostet das nicht nur Mühe und Zeit, der Held muss auch in jedem Spielmonat eine gewisse Menge Gold für den Unterhalt der Mischpoke verdienen. „Zum einen steigert eine Familie das Ansehen des Helden“, erklärt Molyneux. Das garantiert etwa bessere Preise in Läden und schaltet manche Aufgaben erst frei. Zum anderen bringt so eine Familie langfristig handfeste finanzielle Vorteile. So soll es zum Beispiel möglich sein zu erben, falls ein Ehepartner vorzeitig aus dem Leben scheiden sollte.
Die recht kurze GDC-Präsentation von Fable 2 hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: Die Technik geht in Ordnung, das Koop-Konzept scheint zu funktionieren und die Kämpfe wirken dynamisch und durchdacht. Sorgen machen uns jedoch die unzähligen Details wie die Häuser, das Familienleben und die Interaktion mit den NPCs. All das hat uns Peter gezeigt, allerdings nur im begrenzten Rahmen einer abgesteckten Präsentation. Ob diese Elemente in einem richtigen Spiel mit extrem offener Welt und doch festem Queststrang immer noch funktionieren, steht auf einem ganz anderen Blatt. Vielleicht wollte Molyneux auch deshalb noch kein Veröffentlichungsdatum für Fable 2 nennen – die Lionhead Studios haben sicher noch eine Menge Balancing- und Tuning-Arbeit vor sich.