Fable 3 - Vorschau in der Vorschau | Seite 2
Vorschau für Xbox 360
Fable 3: Straße zur Regentschaft
Fable 3: Auch wenn er lustig aussieht -- der Zwergenkönig ist ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den bösen Bruder. [360]
Gut, die Anhänger übernehmen in Fable 3 also die Rolle der Erfahrungspunkte. Allerdings fehlt ein Charakterbildschirm, auf dem ihr etwa Fertigkeiten auswählt oder irgendwelche Werte vergleicht. Dafür gibt es die so genannte Road to Rule, also die Straße zur Regentschaft. Das ist eine lange, in den Wolken schwebende Kopfsteinpflasterstraße voller Tore und Kisten, zu der ihr bei Meilensteinen in der Heldenkarriere (oder später einfach auf Wunsch) teleportiert werdet. Bestimmte Errungenschaften (besonderes Artefakt besorgt, Dorf befreit etc.) öffnen jeweils Tore, so dass ihr an neue Kisten kommt. Die wiederum lassen sich nur mit Gefolgschaftspunkten öffnen. So kostet der Ausbau der Nahkampf-Fähigkeiten etwa 20 Punkte, ein neuer Blitzzauberspruch sogar 40. Neue Ausdrucksmöglichkeiten für den Helden (wie in Fable 2: Rülpsen, Tanzen, Kichern etc.) schlagen nur mit fünf Punkten zu Buche. Auch könnt ihr nicht mehr wie im Vorgänger von Anfang an Häuser oder Geschäfte kaufen oder vermieten, diese Möglichkeiten müsst ihr erst auf der Road to Rule freischalten. Klingt alles super, allerdings schien die Road to Rule in unserer Version noch lange nicht ausbalanciert. Wir hatten stets genug Punkte auf dem Gefolgschaftskonto, um einfach alles zu kaufen – echte Entscheidungen waren nicht nötig. Das kann nicht der Sinn der Sache sein, da müssen die Entwickler noch mal ran.
Fable 3: Sanctuary statt Charakterbildschirm
Fable 3: Ob die Flinte gegen die Skeletthorde die richtige Waffe ist? Kein Problem, ein Wechsel zu Schwert oder Zauber ist blitzschnell möglich. [360]
Angenehm: In Fable 3 gibt es kaum Menü-Bildschirme. Die gesamte Heldenverwaltung mit Ausrüstung, Aufgaben, Charaktereigenschaften etc. erledigt ihr im so genannten Sanctuary, also dem Refugium des Helden. Hier seht ihr etwa im Waffenzimmer, wie sich eure Taten auf die Klingen und Knarren auswirken. Wir haben zum Beispiel den Bettlern in Albion viel Geld gegeben, die Belohnung ist ein schickes blaues Ornament auf unserem Schwertgriff. Und im Ankleidezimmer wechselt ihr Klamotten, Tätowierungen und Frisuren. Im Sanctuary erwartet euch auch der treue Butler, der in der englischen Version genial von Ex-Monty-Python John Cleese gesprochen wird. Ob es übrigens wie beim Vorgänger für deutsche Spieler eine englische Tonspur zum kostenlosen Download geben wird, steht noch nicht fest. Wir haben sie jedenfalls bei den Lionheads vehement eingefordert!
Fable 3: Koop-Modus mit Hochzeit!
Fable 3: Dank entsättigter Farbpalette wuirkt Fable 3 deutlich düsterer als die Vorgänger. [360]
Nicht selbst ausprobieren konnten wir den Koop-Modus, er wurde lediglich von den Lionhead-Jungs präsentiert. Was wir gesehen haben, ist aber vielversprechend: Koop-Partner können jederzeit ins Spiel einsteigen, Erfahrungspunkte, äh, Anhänger werden gerecht geteilt. Quest-Fortschritte zählen nur für den einladenden Spieler, als kleine Entschädigung bekommt nur der Einsteigende dafür eine Art Kopfgeld für erledigte Gegner. Gut so, denn Geld ist in Teil 3 nicht mehr so im Überfluss vorhanden wie noch im Vorgänger. Wer sich mit seinem Koop-Partner wirklich gut versteht, kann ihn im Spiel sogar heiraten und eine Art Ehevertrag mit Vermögensverteilung etc. schließen. Gemein: Bei einer Scheidung landen etwaige gemeinsame Kinder im Weisenhaus von Albion. Spielerisch macht Fable 3 einen sehr guten Eindruck. Die Road to Rule ist eine ebenso gute Idee wie das Sanctuary, abwechslungsreiche Aufgaben versprechen langen Spielspaß. Vernünftig auch, dass Lionhead das gut funktionierende Kampfsystem aus Fable 2 nicht verschlimmbessert hat. Allerdings machen uns auch ein paar Punkte Sorgen: Das im Vorfeld groß angepriesene »Nimm einen NPC an der Hand und führe ihn durch die Welt«-Spielelement haben wir außer im Tutorial und einer Nebenmission (Mädchen aus Höhle führen) nicht gesehen, und da funktionierte es eher schlecht als recht. Vom zweiten Teil des Spiels, in dem ihr dann selbst König seid und das Land regiert, gab es in unserer Fassung noch gar nichts zu spielen. Ob und wenn wie das funktioniert ist also noch Lionheads Geheimnis. Generell ist Fable 3 technisch in keinem guten Zustand: Häufig ploppen Texturen auf und es gibt unschöne Grafikblitzer. Da stehen bei Lionhead offenbar noch viele Überstunden an, schließlich soll Fable 3 schon Ende Oktober erscheinen.