Medal of Honor - Xbox 360

Ego-Shooter  |  Release: 14. Oktober 2010  |  Publisher: Electronic Arts  |  auch für: PlayStation 3

Medal of Honor - EA vs. USK - EA will USK verklagen

Nachdem die USK der ungeschnittenen PEGI-Fassung des Ego-Shooters Medal of Honor die Einstufung verweigert hat, will EA rechtlich dagegen vorgehen.

Von Hanno Neuhaus |

Datum: 05.11.2010; 11:52 Uhr


Medal of Honor - EA vs. USK : In einer Pressemitteilung des Publishers Electonic Arts wurde uns mitgeteilt, dass die USK der ungeschnittenen Fassung von Medal of Honor die Einstufung zu verweigern. Diese Entscheidung ist für EA allerdings nicht nachvollziehbar und so wird der Publisher nun rechtlich dagegen vorgehen. Wird der Ego-Shooter auch in Zukunft nicht eingestuft, droht im Anschluss noch die Indizierung, da nur Spiele mit einer USK-Kennzeichnung nicht mehr indiziert werden können.

Das komplette Statement von EA könnt Ihr im Folgenden nachlesen:

Parallel zu der deutschen Version von Medal of Honor hatten wir bei der USK auch eine Alterskennzeichnung „Keine Jugendfreigabe“ (18+) der PEGI-Version von Medal of Honor beantragt. Heute wurde die Entscheidung gefällt, die PEGI-Version nicht zu kennzeichnen.

Wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen und werden nun rechtlich dagegen vorgehen.

Bei der Entwicklung des Spiels haben wir großen Wert auf eine möglichst realistische, filmartige Darstellung gelegt. Die filmähnliche Grafik präsentiert sich detailreich und beschönigt den Kriegsalltag in keiner Weise. Die Hintergrundgeschichte, in die der Spieler in besonderer Weise eingebettet ist, problematisiert vielmehr das Kriegsgeschehen. Zunehmend zweifeln die Soldaten am Sinn der Befehle, die sie auszuführen haben. Das Spiel folgt der Tradition filmischer Umsetzungen der Kriegsthematik wie beispielsweise „Soldat James Ryan“ oder „Inglorious Bastards“, die mit teilweise sehr drastischen Gewaltdarstellungen arbeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Nichtkennzeichnung in unseren Augen nicht nachvollziehbar. Hier wird schlicht mit zweierlei Maß gemessen.

Medal of Honor - EA vs. USK : Für eine sichere Einstufung der deutschen Version, wurde schon im Vorhinein einige Anpassungen vorgenommen. So ist es in der deutschen Version nicht möglich Körperteile oder Köpfe abzutrennen. Des Weiteren werden Gegner bei Beschuss mit bestimmten Waffen (Raketenwerfer etc.) nicht mehr mit einer Verbrennungstexturen überzogen und das Ragdoll-System ist bei Leichen deaktiviert.

» Unser Test von Medal of Honor

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Herr Ingenieur
#1 | 05. Nov 2010, 12:25
Gut so! Endlich wehrt sich mal einer! Vielleicht führt das ja dazu das in Zukunft nicht so viele Spiele geschnitten werden müssen. Also Daumen hoch EA.
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Schokoweck
#2 | 05. Nov 2010, 15:33
So sehr ich eine solche Tat auch gutheißen wollte, aber die Argumentation von EA ist so lächerlich.
Wie können sie es auch nur in Betracht ziehen, die reißerische Art und weise, mit dein ein "MoH" daherkommt, mit einem ocarprämierten Anitkriegsfilm wie "Saving Private Ryan" gleichzustellen?
Filme beschäftigen sich nunmal mehr mit den Schiksalen der einzelnen Personen, in MoH schiesse ich arcademässig 200 Gegnern die Birne runter.
Sorry EA, richtiger Gedankengang, falscher Ansatz. Hinterfragt einfach mal, wieso eure Metzelorgie "Dead Space" es (mit Anlaufschwierigkeiten) durch die USK geschafft hat, "MoH" aber nicht. Ach nee, lieber nicht, da kommt ja bald Teil 2 und vielleicht zählt die USK 1 und 1 zusammen.
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#3 | 05. Nov 2010, 15:45
Grundsätzlich unterstütze ich sowas ja sehr, aber gerade mei MoH kann ich es mir nicht verkneifen, AB zu sagen, dass man aus Scheiße - selbst wenn man sie mit Gore poliert - kein Gold machen kann. :aua:
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IcyTower
#4 | 05. Nov 2010, 16:31
Ob MoH nun ein mieses Spiel ist, oder nicht ... Auf welcher Rechtsgrundlage wollen die die USK denn überhaupt anklagen? Es findet keine Zensur statt? Funktioniert nicht, weil nicht die USK schneidet, sondern der Publisher (bzw. der Entwickler weil er es rausprogrammieren muss). Die USK hingegen kann sich, da sie nach §14 JuschG handelt ebenso auf §15 JuschG berufen (welcher halt von §14 abhängig ist bzw. diesen ausweitet) und damit is der drops gelutscht ... netter Versuch, aber das geht besser ...

Meine Vermutung ist einfach, dass es EA vollkommen gleich ist, ob jetzt die USK die Einstufung verweigert, oder ob das Spiel mit USK 0 durchgewunken worden wäre ... das Spiel hat miserable Kritiken bekommen, zumindest für den Werbeaufwand der dann doch dahinter steckte (Video mit neuer Linkin Park Single, etwaige Aufträge in Zeitschriften usw. und durch die miesen Kritiken (berechtigter Weise in meinen Augen ...) bleibt evtl. auch der Verkauf ordentlich hinter den Erwartungen zurück. Mit so ner Aussage kommt man ganz schnell wieder auf die einschlägigen Seiten in Deutschland (siehe hier) und vielleicht kauft sich das ein neugieriger ja doch noch ... auch hier: netter versuch, aber geht besser ...
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gaylordfocker
#5 | 05. Nov 2010, 18:38
Trotzdem finde ich den Grundgedanken ganz richtig, dass bei film und spiel mit zweierlei Maß gemessen wird, auch wenn MoH wahrscheinlich weiter von einem Antikriegsfilm weg ist, als ich davon das Spiel zu kaufen :ugly:

Da ich es nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, wie die Handlung von MoH wirklich ist, aber ich finde es auch ungerecht, dass Spiele meist strenger beurteilt werden.

Klar es gibt Unterschiede, aber ich finde jeden Versuch einen Präzedenzfall zu schaffen gut, irgendwann ändert sich vielleicht ja mal was...
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Details zu Medal of Honor - Xbox 360

Plattformen: Xbox 360 PlayStation 3
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 14. Oktober 2010
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Electronic Arts
Webseite: http://www.medalofhonor.com
USK: Keine Jugendfreigabe
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