Rainbow Six: Siege - Xbox One

Taktik-Shooter  |  Release: 2015  |  Publisher: Ubisoft  |  auch für: PlayStation 4 PC
Seite 1 2   Fazit

Rainbow Six: Patriots in der Vorschau

Ubisoft gibt dem Terror ein Gesicht

Nach dem schwachen Vorgänger Vegas 2 versucht Ubisoft nun einen Neustart seiner langlebigen Taktik-Shooter-Reihe Rainbow Six. Mit provokanten Mitteln.

Von Daniel Matschijewsky |

Datum: 20.12.2011


Zum Thema » Rainbow Six - History-Video Die Geschichte der Serie » Rainbow Six: Patriots Debüt-Trailer zum Taktik-Shooter Da schlucken selbst hartgesottene Spieler. Wir befinden uns auf der New Yorker Brooklyn Bridge, haben uns eben durch Dutzende Terroristen geschossen und stehen nun vor einem wimmernden Familienvater, der eine tickende Sprengweste trägt. Nur noch wenige Sekunden, bis die Detonation nicht nur unser Elite-Team in den Tod reißt, sondern auch Hunderte Zivilisten, die in Autos kauernd um ihr Leben fürchten. Wir treffen eine bittere Entscheidung und werfen den panisch kreischenden Mann über die Brüstung. Er fällt und fällt, bis er in einer krachenden Explosion verschwindet.

Das ist nur eine von vielen Szenen aus Rainbow Six: Patriots , mit der Ubisoft Montréal seiner Taktik-Shooter-Reihe eine neue Richtung geben will. Eine realistische, harte und eindringliche Richtung. Die Assassin’s Creed -Entwickler gehen damit ein großes Risiko ein. Denn der Grat zwischen einem erinnerungswürdigen, aufwühlenden Spielerlebnis und platter Geschmacklosigkeit ist denkbar schmal.

Die Inszenierung: Direkt in die Magengrube

Ubisofts erzählerischer Ansatz: Man will dem Spieler keine gesichtslosen Terroristen vorsetzen, sondern Typen von Nebenan, Menschen mit Namen und nachvollziehbaren Motiven. Die Bösewichte sollen tiefgründig sein, Männer und Frauen, die gegen das scheinbar korrupte System kämpfen, wenn auch mit drastischen Mitteln.

Rainbow Six: Patriots : Serientypisch sind wir stets im Team unterwegs und dürfen Kommandos erteilen. Serientypisch sind wir stets im Team unterwegs und dürfen Kommandos erteilen. Um das zu erreichen, erzählt Patriots sämtliche Geschehnisse aus der Ego-Perspektive, oft sogar aus den Augen unschuldiger Terroropfer. Da müssen wir als gefesselter Ehemann mit ansehen, wie unsere Frau brutal zusammengeschlagen wird, nur damit wir uns »freiwillig« auf dem Times Square in die Luft jagen. An anderer Stelle erreichen wir in der Haut eines jungen Streifenpolizisten als erster den Ort eines Anschlags oder stolpern als Zivilist zufällig in eine ausweglose Geiselsituation.

Mehr noch, Patriots soll uns immer wieder vor moralische Entscheidungen stellen, etwa wenn sich ein Terrorist mit einem Sprengzünder in der Hand hinter einer Geisel versteckt. Ihn auszuschalten, ohne das Opfer zu treffen, ist unmöglich. Was also tun? Erschießen wir einen Unschuldigen, um Dutzende zu retten? Was in der Theorie spannend klingt, bleibt auch erstmal nur das. Denn bislang schweigt sich Ubisoft über die möglichen Alternativen aus.

Auch was wir zum Beispiel mit unserem Familienvater auf der Brooklyn Bridge machen können, außer ihn in den sicheren Tod zu schicken, will uns das Team nicht verraten. Es bleibt also abzuwarten, ob Ubisoft der schwierige Balanceakt gelingt, Rainbow Six: Patriots intensiv zu inszenieren, ohne über das Ziel hinauszuschießen und pubertär zu provozieren, wie es etwa Modern Warfare 2 mit dem berüchtigten Flughafen-Level getan hat.

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LadyForlorn
#1 | 20. Dez 2011, 15:50
Realistisch? Aber natürlich, das ist sehr realistisch. Ich meine, es gehört doch zum US-Alltag Zivilisten von Brücken zu werfen, oder? Man hätte natürlich auch nicht die Bombe abnehmen und den Knopf zu kleben oder festbinden können, neeeeiiiin man muss den armen Familienvater töten.

Ich finde diese Szenen auch in keiner Weise berührend- das hat bis jetzt auch noch kein Spiel geschafft. Sachen wie Ico haben mich einfach nur angepisst und bei GTA und Skyrim metzele ich lachend unschuldige Personen nieder. Deswegen würde ich dem Familienvater wahrscheinlich, wenn ich könnte, auch ins Knie schießen bevor ich ihn die Brücke runterwerfe. Aber lächerlich ist es schon in der oben aufgeführten Version.
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Sebastian733
#2 | 20. Dez 2011, 22:49
Schwachen Vorgänger? Gerade der Vorgänger hat sehr viel Spaß gemacht. Der war grafisch gut, taktisch fordernd und sehr abwechslungsreich. Gerade im Koop-Modus blüht das Spiel auf und lässt einen nicht mehr vom Pad los bis die Credits auf dem Bildschirm laufen. Auch hier in der Gamepro hat das Spiel eine Wertung von 85% erhalten. Also wieso schwach?
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Cloudes
#3 | 21. Dez 2011, 11:39
Zitat von HellsHorst:
Realistisch? Aber natürlich, das ist sehr realistisch. Ich meine, es gehört doch zum US-Alltag Zivilisten von Brücken zu werfen, oder? Man hätte natürlich auch nicht die Bombe abnehmen und den Knopf zu kleben oder festbinden können, neeeeiiiin man muss den armen Familienvater töten.

Ich finde diese Szenen auch in keiner Weise berührend- das hat bis jetzt auch noch kein Spiel geschafft. Sachen wie Ico haben mich einfach nur angepisst und bei GTA und Skyrim metzele ich lachend unschuldige Personen nieder. Deswegen würde ich dem Familienvater wahrscheinlich, wenn ich könnte, auch ins Knie schießen bevor ich ihn die Brücke runterwerfe. Aber lächerlich ist es schon in der oben aufgeführten Version.

in trailer heißt es es müsse noch einen zweiten zünder geben... von daher ist dein post extrem sinn befreit
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gwainbarek
#4 | 21. Dez 2011, 13:48
gähn......man sollte Denken diese ganze "Terror Schiene" müsste den Leuten mittlerweile langweilig geworden sein....
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Balagore
#5 | 21. Dez 2011, 14:23
2013 kommt/ist die PS4/Xbox wahrscheinlich schon raus! Die Xbox kommt ja eh bald raus evtl. schon gegen November 2012. Und SONY laesst dann natuerlich mit ihrer PS4 nicht lange warten, wenn die Xbox erst mal auf dem Markt ist.
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Average Joe
#6 | 22. Dez 2011, 11:02
Zitat von Sebastian733:
Schwachen Vorgänger? Gerade der Vorgänger hat sehr viel Spaß gemacht. Der war grafisch gut, taktisch fordernd und sehr abwechslungsreich. Gerade im Koop-Modus blüht das Spiel auf und lässt einen nicht mehr vom Pad los bis die Credits auf dem Bildschirm laufen. Auch hier in der Gamepro hat das Spiel eine Wertung von 85% erhalten. Also wieso schwach?


Dachte ich mir auch so: "Warum schwach?"

RB6V2 ist bisher das einzige Spiel das ich mehrfach im Solomodus durchgespielt habe und darüberhinaus sogar online gespielt habe.

Wenn man überhaupt was bemängel "muss", dann das der Grafiksprung von Teil 1 auf Teil 2 nicht besonders war. Aber das ist auch nur was für die Grafik-Fans.
Teil 2 machte soviel besser als Teil 1, die Sache spielt sich zu jeder Zeit wie aus einem Guss. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Szenen anzugehen UND man hat die Patzer aus Teil 1 (extrem schwierige Fruststellen) ausgemerzt.

Schwach? Ganz sicher nicht, im Gegenteil. Einer der wenigen echten Klassiker im Genre.
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LadyForlorn
#7 | 31. Dez 2011, 14:16
Zitat von Cloudes:

in trailer heißt es es müsse noch einen zweiten zünder geben... von daher ist dein post extrem sinn befreit


Ja. Und deswegen soll man die Bombe abnehmen und nur diese runterwerfen!
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Details zu Rainbow Six: Siege - Xbox One

Plattformen: Xbox One PlayStation 4 PC
Genre Action
Untergenre: Taktik-Shooter
Release D: 2015
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montreal
Webseite: http://www.rainbow6.com/
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
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