Aktionsbündnis Winnenden: Bundestagsappell - Verband wiederholt »Killerspiel«-Verbotsforderung

»Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, virtuell Menschen zu ermorden.« Mit diesem Appell an die Bundesregierung meldet sich das Aktionsbündnis Winnenden erneut zu Wort.

von Daniel Raumer,
05.07.2010 14:05 Uhr

Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden hat seinen Verbotsforderung für sogenannte »Killerspiele« erneuert. Unter der Überschrift »Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, virtuell Menschen zu ermorden«, wandte sich der Vorsitzende des Verbandes Hardy Schrober in einem Appell an den Deutschen Bundestag und fordert die Regierung auf, tätig zu werden.

Hardy Schrober im September 2009 in Stuttgart. Hardy Schrober im September 2009 in Stuttgart.

Als Gründe für diese Verbotsforderung bringt Schrober folgenden Argumente: »Wir fordern ein generelles Verbot von Computerspielen, die die Identifikation mit dem Aggressor, die Belohnung aggressiver Handlungssequenzen wie das aktive Training bei Tötungssimulationen zum Inhalt haben.
Die bestehenden Verbotsregelungen werden den Erfordernissen eines ausreichenden Schutzes vor menschenverachtenden Gewaltspielen nicht gerecht.
Indizierung und restriktive Altersfreigabe sind nicht wie ein strafbewehrtes Verbot geeignet, diese Spiele vom Markt zu drängen.
Eine effektive Bekämpfung darf sich nicht auf Einschränkung der Verbreitung gewaltrelevanter Computerspiele beschränken, sondern muss ein Herstellungsverbot umfassen.«

Allerdings ist dies Verbotsforderung in der Priorität des Aktionsbündnisses auch schon nach hinten gerückt, denn sie wird nur noch an zweiter Stelle genannt. Deutlich prominenter ist im Appell die Forderung zur Bekämpfung von Schusswaffen in Privatbesitz.

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