Apple iPhone Probleme - Infineon-Chip dafür verantwortlich?

Die in der Vergangenheit aufgetretenen Anrufabbrüche bei Apples iPhone liegen einem Medienbericht zufolge an einem Bauteil des Chipherstellers Infineon.

von Michael Söldner,
19.08.2008 09:19 Uhr

Apple zufolge liegen die Ursachen für Anrufabbrüche beim Trendhandy iPhone bei einem Bauteil des deutschen Chipherstellers Infineon. Laut Wall Street Journal sei der 3G-Chip, der sich um die UMTS-Verbindungen kümmere, für diese Fehler verantwortlich. Infineon verwies indes auf die problemlose Verwendung der eigenen 3G-Chips in Handys des Herstellers Samsung. Ken Dulaney, Analyst von Gartner, sieht die Ursachen daher eher in einem speziell angefertigten Prozessor. Die Zuhilfenahme dieser Spezialanfertigung anstelle eines bewährten Standard-Chips könnte möglicherweise der Grund für die aufgetretenen Anrufabbrüche sein. Das verantwortliche Bauteil kümmert sich um die Verbindung zwischen dem Handy und den Mobilfunknetzen, einen damit auch sehr sensiblen Vorgang, der nur wenig Spielraum für Fehler zulässt.

Apple kündigte unterdessen an, den Fehler mit einem Software-Update beheben zu wollen. In den kommenden Wochen solle dafür eine neue Geräte-Software veröffentlicht werden, die von den Nutzern des Handys über das Internet-Portal iTunes bezogen werden könne. Zur Häufigkeit der Anrufabbrüche wollte sich Apple nicht äußern. In unterschiedlichen Nutzerforen im Internet hatten sich primär iPhone-Besitzer aus den USA und den Niederlanden über Verbindungsabbrüche sowie schlechte Internet-Verbindungen beschwert. Ob dies am Zusammenspiel der länderspezifischen Netze mit dem Chip des Mobiltelefons liegen könnte, ist unklar.


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