Assassin's Creed wird nie wieder so werden, wie es früher war

Einige Assassin's Creed-Fans wünschen sich die Rückkehr in kleinere Städte, die dafür umso detaillierter sind, wie in Unity. Das wird allerdings nicht passieren, zumindest nicht ganz.

Einige Fans wünschen sich wieder ein kleineres Assassin's Creed, aber das wird nicht passieren. Einige Fans wünschen sich wieder ein kleineres Assassin's Creed, aber das wird nicht passieren.

Assassin's Creed: Odyssey war ein sehr erfolgreiches Projekt für Ubisoft. Nicht nur war das Hauptspiel an sich sehr umfangreich. Zwei große Erweiterungen und viele kleine DLCs machten das virtuelle Griechenland immer größer. Der Erfolg spricht gewissermaßen für diese Ausrichtung, aber trotzdem gibt es viele Fans, die sich lieber ein kleines, aber dafür detaillierteres Spiel wie z.B. Assassin's Creed: Unity wünschen.

Viele kleine Unitys in einem großen Odyssey

In einem Interview mit GamesIndustry hat Ubisoft CEO Yves Guillemot nun aber klar gemacht, dass das nicht passieren wird. Auf die Frage, ob der Publisher wieder zu kleineren Formaten wie einer einzelnen, aber dafür dichteren Stadt zurückkehren würde, gab es eine sehr klare Antwort:

"Nein. Unser Ziel ist es sicherzustellen, dass wir ein Unity in einem Odyssey haben können. Wenn du eine Story über 15 Stunden spielen möchtest, kannst du das tun, aber du kannst auch noch mehr Storys haben. Du lebst in dieser Welt und du verfolgst die Ziele, die du verfolgen möchtest."

Aber ist das überhaupt möglich? Wie will Ubisoft die Entwicklung einer riesigen Map wie Griechenland umsetzen, wenn gleichzeitig der Detailgrad von Paris erreicht werden soll? Auch wenn das Budget des Franchises seit Unity deutlich gestiegen ist, scheint das eine Mammut-Aufgabe zu sein. Doch Guillemot sieht sich gewappnet.

"Das funktioniert, weil unser Planet groß ist und die Zahl derer, die unsere Spiele spielen können immens ist. Über die letzten Jahre haben wir beobachtet, wie unsere Spielerzahlen stetig gewachsen sind."

Aktuell ist die Spielwelt von Odyssey zwar sehr groß, aber vergleichsweise leer. Von dem Detailgrad eines Paris ist es weit entfernt. Ob Guillemots Vision von der Verschmelzung beider Prinzipien aufgehen wird, bleibt abzuwarten.

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Was den Detailgrad und die Lebendigkeit der Spielwelt angeht, bleibt Unity bis heute einzigartig für das AC-Franchise. Was den Detailgrad und die Lebendigkeit der Spielwelt angeht, bleibt Unity bis heute einzigartig für das AC-Franchise.

Hoher Aufwand durch Live-Service und mehr Käufer finanzierbar

Trotz des gleichbleibenden Preises von ca. 70 Euro pro Spiel sieht Ubisoft genug Potential nach oben. Das liegt auch daran, dass der Publisher gerade daran arbeitet, den chinesischen Markt für sich zu erschließen. Außerdem sind an dieser Stelle natürlich Mikrotransaktionen und Live-Services zu nennen.

Diese sind sind mittlerweile fester Bestandteil der großen Ubisoft-Marken wie Assassin's Creed, Far Cry, Ghost Recon oder Watch Dogs und das wird sich laut Guillemot auch in Zukunft nicht ändern.

Ob sein Masterplan am Ende aufgeht, und wir wirklich Spielwelten mit vielen AC: Unity-ähnlichen Orten bekommen, bleibt abzuwarten.

Das nächste Assassin's Creed erscheint voraussichtlich Ende 2020. Bis jetzt ist noch nicht bekannt, wohin die Reise geht. Gerüchten zufolge ist ein Wikinger-Setting durchaus wahrscheinlich.

Für Assassin's Creed: Odyssey ist die große Reise nun vorbei. Mit dem Discovery-Modus ist vor kurzem das letzte große Update erschienen. Im kommenden Jahr wird es keine größeren DLCs mehr geben.

Assassins Creed Odyssey - Das wars: Der letzte große DLC ist jetzt live Video starten 0:46 Assassin's Creed Odyssey - Das war's: Der letzte große DLC ist jetzt live

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