Branche - US-Gerichtsurteil - Verkauf gebrauchter Spiele bald verboten?

US-Gericht untersagt Privatperson den Verkauf von gebrauchter Software. Könnte dieses Urteil die Spielbranche beeinflussen?

von Denise Bergert,
16.09.2010 10:44 Uhr

Der florierende Handel mit gebrauchten Spielen im Internet ist den großen Publishern inzwischen ein noch größerer Dorn im Auge, als die Raubkopierer-Szene. Durch Plattformen wie Ebay, Amazon & Co. gehen den Unternehmen jährlich Millionen durch die Lappen. Während Electronic Arts und THQ auf kostenpflichtige Online-Inhalte für Gebraucht-Käufer setzen, spielt ein aktuelles US-Gerichtsurteil den Publishern einen weiteren Ansatzpunkt in die Hände.

Nach der Pleite eines Architekturbüros erstand ein Käufer mehrere Versionen der Software AutoCAD und wollte diese weiterverkaufen. Der Software-Hersteller Autodesk klagte dagegen und bekam Recht. Laut dem Gericht habe der Konkurswaren-Aufkäufer auf Basis der Endnutzer-Vereinbarung keine Lizenz an der Software erworben, wodurch er sie auch nicht weiterverkaufen dürfe. Ob das Urteil Einfluss auf den Gebrauchtspiele-Markt haben könnte, bleibt abzuwarten.

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