Conan - Angespielt

Wir sind mit dem schillerndsten Helden der Sword & Sorcery-Literatur losgezogen, um digitale Schädel zu brechen.

von Kai Schmidt,
12.07.2007 17:47 Uhr

Bei THQ durften wir mit dem berühmtesten Barbaren der Welt das Schwert schwingen: Conan von Cimmerien. Es handelt sich dabei nicht etwa um die Versoftung der Filme mit Arnold Schwarzenegger, sondern eine eigenständige Story, die sich an den Geschichten von Robert E. Howard orientiert. Allerdings will man auch Fans der Filme mit kleinen Anspielungen und Details einige Aha-Erlebnisse bereiten. Auf den ersten Blick könnte man als unbedarfter Zuschauer meinen, dass man es mit einem ziemlich dreisten God of War-Klon zu tun hat, doch laut Aussage der Entwickler hat man sich vor allem beim Kampfsystem eher von Spielen wie Soul Calibur inspirieren lassen: Wildes Tastendrücken bringt euch nicht sehr weit – ihr müsst euch vielmehr die Angriffsmuster der Gegner merken, geschickt blocken und dann zuschlagen. Alternativ könnt ihr auch Objekte aus der Umgebung einsetzen, wie etwa große Vasen, die ihr den Angreifern vor den Latz ballert. Conan kann sich außerdem die Waffen besiegter Schergen greifen, um damit herumzuschnetzeln oder sie seinen Gegnern entgegenzuschleudern.

Auch an spektakuläre Endgegnerkämpfe hat man gedacht: In der E3-Demo traten wir beispielsweise gegen einen riesigen Drachen an, dessen Chamäleonartige Zunge wir mit dem Schwert am Boden festnageln mussten, um ihm anschließend einen ordentlichen Scheitel zu ziehen. Ein weiteres Spielelement sind die Rätsel, die nicht wie bei God of War größtenteils aus Kistenverschiebe-Spielchen bestehen, sondern flott in die Spielhandlung eingebaut werden. Conan spielt sich äußerst flüssig, die Kämpfe gehen nach kurzer Eingewöhnung flott von der Hand. Im Handumdrehen habt ihr die wichtigsten Moves raus und könnt euren Widersachern Körperteile absäbeln oder sie in zwei Hälften teilen – je nach eingesetzter Waffe unterscheiden sich die bluttriefenden Todesanimationen voneinander. Außer in der deutschen Version, die USK-tauglich bereinigt wird! Allerdings versicherte uns THQ, dass man Conan auf keinen Fall so plump entmannen wird, wie seinerzeit BloodRayne 2. Vielmehr arbeitet man eng mit den Entwicklern zusammen, um das Spielgefühl zu bewahren. Conan soll im Herbst dieses Jahres in die Läden kommen.

Fazit:

Conan spielt sich ordentlich und bringt den rauen Charme der Vorlage gut rüber. Warten wir mal ab, was davon in der deutschen Version übrig bleibt.

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