Der Held kann sprechen - Sekiros neuer Weg beim Storytelling

Sekiro unterscheidet sich nicht nur im Gameplay von den geistigen Vorgängern. Auch die Story wird anders vermittelt.

von Maximilian Franke,
17.01.2019 13:00 Uhr

Sekiro: Shadows Die Twice gehört zu den ersten Höhepunkten des Jahres. Sekiro: Shadows Die Twice gehört zu den ersten Höhepunkten des Jahres.

Das bisher veröffentlichte Gameplay zu Sekiro: Shadows Die Twice hat bereits gezeigt, dass sich Fans von Dark Souls und Bloodborne auf einige Neuerungen einstellen müssen.

Das betrifft nicht nur das Gameplay, sondern auch die Geschichte und wie sie erzählt wird. GameInformer hat sich mit Director Hidetaka Miyazaki und Marketing-Manager Yasuhiro Kitao zusammengesetzt und einige neue Infos zur Handlung und dem neuen Storytelling-Ansatz in Erfahrung bringen können.

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Story wird von Charakteren bestimmt

Neben dem Setting hat sich auch die Art und Weise geändert, wie die Geschichte der fremden Welt vermittelt wird. Dieses Mal stehen durchdachte und komplexere Charaktere im Mittelpunkt, die einer etwas klarer erkennbaren Motivation folgen. Das trifft insbesondere auf den Protagonisten "Der Wolf" zu.

Dieser ist nicht mehr wie bisher nur ein kleiner Teil einer viel größeren Geschichte, wie beispielsweise in Dark Souls, sondern zusammen mit einigen anderen Figuren das Zentrum der selben.

Der Wolf ist für den Schutz eines noch sehr jungen Lords verantwortlich. Zu Beginn des Spiels werden die beiden angegriffen und das Kind wird entführt. Die Spielfigur verliert im Kampf ihren Arm und schwört sich seinen Schützling zu retten und sich an den Entführern zu rächen.

Erkundung und das selbstständige Zusammensetzen der Story sind weiterhin wichtig. Erkundung und das selbstständige Zusammensetzen der Story sind weiterhin wichtig.

Er spricht!

Damit die Beziehung der beiden auch nachvollziehbar dargestellt werden kann, gibt es ein richtiges Novum in Sekiro: Der Protagonist kann sprechen. Das hat es in den eigenen Marken von From Software noch nie gegeben.

Aufgezogen wurde Der Wolf von einem Charakter mit dem Namen "Die Eule". Während des Abenteuers werdet ihr mit anderen Charakteren reden und daraus auch Rückschlüsse auf die Vergangenheit des Shinobis ziehen können. Bei NPCs setzt Miyazaki aber nicht auf generische "Dorfbewohner", sondern ebenfalls auf ausgearbeitete Figuren, die eine Rolle im Leben des Wolfs spielen.

Bevor ihr nun denkt, dass euch Sekiro permanent mit Dialogen volltexten will, beschwichtigt Kitao:

"Er wird hier und da ein paar Dinge sagen, aber ja, er wird dich nicht mit permanenten Monologen zu Tränen langweilen."

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Was ist mit dem alten Weg? Auch Fans der bisherigen, kryptischen Erzählweise durch Itembeschreibungen und Environmental Storytelling sollen zudem auf ihre Kosten kommen. Viele Infos wird es weiterhin nur auf diese Weise zu entdecken und verstehen geben.

"Wir wollen dem Spieler nicht jedes bisschen Information vorkauen. Wir wollen keinen direkten Antworten geben, oder wie etwas ist. Wir möchten, dass sie das von alleine erkunden und herausfinden."

Es scheint also, als würde From Software trotz des neuen Charakter-Fokus' den alten Wurzeln treu bleiben wollen. Wer verstehen will was in der Welt von Sekiro vor sich geht, muss also weiterhin Augen und Ohren offen halten.

Ein vorgegebener Charakter hat auch Auswirkungen auf die Rollenspielaspekte, immerhin kann The Wolf nicht von einen Tag auf den anderen von Ninja zum Magier mit spitzem Hut werden. Wie genau ihr den Protagonisten verbessert, hat From Software bereits näher erklärt.

Sekiro: Shadows Die Twice - 12 Minuten Gameplay mit Bosskampf von der Tokyo Game Show 12:17 Sekiro: Shadows Die Twice - 12 Minuten Gameplay mit Bosskampf von der Tokyo Game Show


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