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Seite 2: Fallout 3

Forschungszwecke

Zurück auf unseren Hügel, auf dem uns der Rundumblick eindrucksvoll klar gemacht hat, dass die zentrale Tugend der Fallout-Serie in der neuen Episode weiterlebt: Handlungsfreiheit. Zwar ist auf unserer Übersichtskarte das logische erste Ziel markiert. Aber es bleibt uns überlassen, wohin wir aufbrechen. Entsprechend wenden wir unserem Zielort den Rücken zu und laufen in entgegengesetzter Richtung hinein in eine feindliche Welt. Die Entdeckungsfreude, die diese Freiheit in uns auslöst, ist mitreißend: In jeder Richtung erheben sich spannende Landmarken, alte Fabriken, Eisenbahndepots, Hochbahnen, Städtchen, und doch bleibt das Gefühl, auch in nächster Nähe in den vielen Ecken, Schutthaufen und Ruinenmauern Spannendes zu entdecken. Das Gefühl täuscht.

Tatsächlich ist die Welt von Fallout 3 zur Zeit an vielen Stellen leer; sogar die Gegnerdichte bleibt vergleichsweise dünn, wobei das von der Gegend abhängt. Zudem versperrt das Spiel manche interessanten Orte wie ein Einkaufszentrum solange, bis Sie die zugehörige Quest erhalten haben. Dennoch stolpern wir immer wieder über Überraschungen. In einer verborgenen Kluft zwischen zwei Felsnadeln entdecken wir die windschiefe Hütte der Einsiedlerin Agatha, die unbedingt eine Stradivari-Geige aus dem nahen Bunker 92 haben möchte. Nicht weit entfernt steht eine Scheune, in der wir einen Schuttsammler samt seinem Brahmin beim Kampf gegen einen Yao Guai überraschen, einen mutierten Bären. Die Kontrahenten wenden sich prompt gemeinsam gegen uns, und wir müssen mit beiden fertig werden. In einem Vorort tasten wir uns über eine U-Bahn- Station in das fallenverseuchte Gleisnetz vor, räuchern Banditen aus und treffen unversehens auf den Hobbybastler Ryan Brigg, dessen Eigenbau-Maschine aus Rattenfleisch und Sekundenkleber heilsame Wunder-Rationen presst. In den dunklen Tunnels freut uns, dass wir unseren »Pipboy« genannten Armcomputer auch als Taschenlampe einsetzen können.

Beim Übergang zwischen Außenwelt und Gebäuden lädt das Spiel nach, die Wartezeit hält sich aber in Grenzen. Wie in Oblivion dürfen wir auf der Karte mit einem Mausklick zu allen schon bekannten Orten schnellreisen. Sehr praktisch: Der Kompass zeigt mit grünen Markierungen an, wo in der Umgebung Orte mit lohnender Beute auf Abenteurer warten. Das erleichtert das Erforschen ungemein, ohne die Entdeckerfreude sonderlich zu schmälern.

Bedrohungsszenario

Zwei Jahrhunderte radioaktiver Verseuchung haben den genetischen Code der Lebewesen umgeschrieben, die nicht geschützt in Bunkern ausharrten; und jenen Menschen, die der Mutation entgangen sind, hat das harsche Leben in einer nahrungslosen Welt seinen Stempel aufgedrückt. Geifernde Wildhunde machen Jagd auf aufgequollene Maulwurfsratten, die aus Stollen und Erdlöchern kriechen; zähe Insekten wie Skorpione und Ameisen sind zu hüfthohen Riesenexemplaren herangewachsen, und von primitiven Wellblech-Lagern aus ziehen Banditen und Plünderer aus, die an unbedarften Reisenden nur eines interessiert: deren Ausrüstung.

Das Sammelsurium dieser so erbärmlichen wie erbarmungslosen Gegner kennen Serienfans bereits, ebenso wie zähe Supermutanten, Enklaven-Krieger und Wachroboter, auf die Sie später im Spiel treffen. Gelegentlich streut Fallout 3 neue Kreationen ein, zum Beispiel die oben erwähnten Yao Guai oder das Pendant zum bekannten »Mr. Handy«-Roboter, »Mr. Gutsy« genannt. Auf eine dieser ulkigen Schwebekugeln treffen wir bei unseren Erkundungen; sie begrüßt uns mit Plasmastrahlen und Flammenwerfer-Feuer.

Kämpfe laufen prinzipiell in Echtzeit ab wie in Oblivion oder Ego-Shootern, Treffer verlangen Ihnen Reaktionsfähigkeit und Zielgenauigkeit ab. Allerdings dürfen wir wahlweise jederzeit in den so genannten VATS-Modus schalten und in Ruhe Aktionspunkte einsetzen, um unseren Helden automatisch auf Körperteile der Feinde zielen zu lassen. Beide Systeme haben ihre Daseinsberechtigung sowie Vor- und Nachteile (siehe Extra-Artikel). Die Gefechte blieben in unserer Probe- Partie durchweg herausfordernd, egal welches System wir wählten. Das hängt vor allem damit zusammen, dass Munition und Stimpacks (Erste-Hilfe-Spritzen) durchweg rar (und teuer!) sind und wir wilde Ballereien deshalb vermeiden müssen.

Die Befürchtung, Fallout 3 könnte zu einer anspruchlosen Action-Schießorgie werden, bestätigt sich zumindest in den ersten Spielstunden nicht. Allerdings ließ sich die Feind-KI zu leicht austricksen, denn die Gegner bewegen sich kaum. Banditen feuern lieber ausdauernd auf den Laternenpfahl, den wir zwischen uns und sie gerückt haben, anstatt zwei Meter zur Seite zu laufen. Und Mr. Gutsy jagt Salven in den Baustumpf, hinter dem wir stecken, bis wir dem Elend mit einer Splittergranate ein Ende bereiten.

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