Gears of War-Macher Epic über Raubkopien - »Raubkopierer haben uns zum Konsolen-Entwickler gemacht«

Mike Capps von Epic erklärt, warum seine Firma in Zukunft nur noch für Konsolen entwickeln will und warum er den PC als Spieleplattform problematisch sieht.

von Daniel Raumer,
19.05.2010 13:00 Uhr

Das illegale Herunterladen oder Kopieren von Spielen macht laut dem Chef des Spieleentwicklers Epic den PC als Spieleplattform kaputt. Mike Capps erklärt in einem Interview, warum seine Firma – eigentlich ein klassisches PC-Studio – sich aus diesem Grund den Konsolen zugewandt hat. Der Xbox 360-Shooter Gears of War wurde beispielsweise mit etlicher Verspätung noch für den PC nachgereicht, der zweite und dritte Teil hingegen wird nicht für den Computer erscheinen. Auf dem PC sei, so Capps, die Rate der Raubkopien einfach viel zu hoch.

Capps wörtlich:»Wenn man vor ein paar Jahren in unsere Büros kam, war Epic eine PC-Firma. Wir haben einen Launch-Titel für die PlayStation 2 gemacht, alles andere war PC. Jetzt aber sagen die Leute: 'Warum haßt ihr den PC? Ihr seid eine reine Konsole-Firma'.
Und drei Mal dürfen sie raten, warum! Weil man mit Konsolenspielen Geld verdienen kann. Wir entwickeln immer noch für den PC, wir lieben den PC, aber wir haben die Auswirkungen der Softwarepiraterie bereits abgesehen: Sie hat viele unabhängige Entwickler sterben lassen und unser Geschäftsmodell komplett geändert.«

Capps ist der Meinung, dass die Zukunft des Computers als Spieleplattform in Browserspielen und Free-To-Play-Modellen liegen wird, die das für die Entwicklung nötige Geld durch Microtransactions einnehmen.
Große Titel wie Gears of War werde es von Epic in absehbarer Zeit nicht mehr auf dem PC geben.


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