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Seite 2: Ghost Recon Future Soldier - Wie realistisch sind die Zukunftsoldaten?

Infanterie der Zukunft

Die Ausrüstung ist leicht aber widerstandsfähig. Die Ausrüstung ist leicht aber widerstandsfähig.

Auch die deutsche Bundeswehr lässt ein ähnliches System von den Konzernen Rheinmetall und EADS entwickeln und will damit den namensgebenden »Infanteristen der Zukunft« erschaffen. Laut Angaben des deutschen Heeres ist das »System „Infanterist der Zukunft“ (…) eine modulare Kampfausstattung mit modernster Technologie. Hierbei werden die Infanteristen der Bundeswehr fast von Grund auf mit neuer Ausrüstung ausgestattet. Die digitale Vernetzung, die Verbesserung der Schutzausstattung und die Einführung neuer Waffen- und Waffensysteme erhöhen die Leistungsfähigkeit der Soldaten.«

Das Nachrichtenmagazin Spiegel beschreibt einen Soldaten mit dem bereits 2001 vorgestellten System folgendermaßen: »Mit Schutzweste leicht gepanzert, ausstaffiert mit teurer Elektronik, voll verkabelt, auf den Schultern Antennen für Funk und Satellitennavigation. Dazu Mikrofon und Nachtsichtgerät am Helm und eine Schutzbrille gegen Granatsplitter und Laserstrahlung auf der Nase. Ein ausklappbarer Minicomputer in der linken Brusttasche erlaubt es dem Infanteristen, auf einer elektronischen Landkarte seinen Standort im Gelände oder einer Ortschaft fast metergenau zu bestimmen. Er kann damit sogar Zieldaten gegnerischer Stellungen weiterfunken, zum Beispiel an die Artillerie.«

Das die Bundeswehr eine solche Technik flächendeckend einführt, ist allerdings mehr als unwahrscheinlich, da die Ausstattung eines einzelnen Soldaten etliche tausend Euro kostet. Diese Summen für alle bewaffneten, deutschen Streitkräfte aufzubringen, ist mit dem momentanen Wehretat nur sehr schwer möglich. Wenn überhaupt, werden in der Bundesrepublik zuerst nur Spezialeinheiten mit dem »Infanterie der Zukunft«-System ausgerüstet werden können.

Die Zukunft angespielt

Ghost Leader Scott Mitchell erhält über sein HUD alle Infos über die Mission. Ghost Leader Scott Mitchell erhält über sein HUD alle Infos über die Mission.

Die Finanzierungsfrage kann den Entwicklern von Ghost Recon Future Soldier hingegen egal sein. Wie die Soldaten im neuen Ubisoft-Spiel aber genau aussehen und ob sie über vergleichbare Technik verfügen, ist noch nicht klar. Die beiden letzten Teile der Serie, Advanced Warfighter 1 und 2, haben aber bereits gezeigt, wie sich Spieleentwickler ein solches System vorstellen. Per Head-Up-Display (HUD) sehen die Eliteeinheiten Ghosts – und damit auch der Spieler - Informationen über ihren Einsatz. Eine Art Monokel projiziert Daten wie Position und Lebensenergie der Gegner, dreidimensionale Karten und den Standort der Kameraden je nach Bedarf über die echte Szenerie.

Spieler haben hier also bereits die Chance, einen Blick in die nicht so ganz entfernte Zukunft der Millitärtechnologie zu werfen. Was hier noch wie Science Fiction wirkt, wird wohlmöglich sehr bald echte Soldaten ausrüsten.

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