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God of War - Von Zeus bis Odin: Die Abenteuer des Kriegsgottes Kratos

Wir zeichnen nach, wo die Reise des wütenden Spartaners Kratos im frühzeitlichen Griechenland begann und was ihn demnächst im neuen God of War im Norden Europas erwartet.

von Nedzad Hurabasic,
23.02.2018 12:00 Uhr

God of War - Eine ZeitreiseGod of War - Eine Zeitreise

Kratos ist eine der bekanntesten Videospielfiguren überhaupt. In bereits sechs Abenteuern schnetzelte er sich durch das griechische Pantheon, tötete unzählige Gegner und fast alle Götter des Olymp. Wie es sich für ein tragisches hellenisches Epos gehört, handelt die ernste und düstere Erzählung von einem innerlich zerrissenen Antihelden, der voller Wut und Hass auf sich selbst und die Welt agiert - es ist letztlich ein Drama des Sterbens in mehreren Akten. Für eine Gottheit stirbt Kratos nämlich ganz schön oft (zählt mal mit!).

Allerdings: Kratos war nicht von Beginn an mit göttlichen Fertigkeiten ausgestattet. Wir zeichnen nach, wo die Reise des wütenden Spartaners im frühzeitlichen Griechenland begann und was ihn demnächst im neuen God of War im Norden Europas erwartet.

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Die griechische Götterwelt ist ein Ort der Intrigen, in der die Götter miteinander konkurrieren und sich gegenseitig auszustechen versuchen. Die Reise der God of War-Reihe durch die hellenische Mythologie beginnt deshalb auch nur indirekt mit Kratos, denn eigentlich hat es der Kriegsgott Ares auf dessen älteren Bruder Deimos abgesehen, der mit ihm in Sparta lebt.

Deimos wird von Ares gekidnappt, was der junge Kratos nicht verhindern kann. Beim Kampf trägt dieser eine Narbe über seinem rechten Auge davon und wird von der Göttin Athena vor dem Tod bewahrt. Zum Gedenken an seinen Bruder tätowiert er sich dessen auffälligen Muttermale auf den Körper und schwört, niemals wieder so kläglich zu versagen. Mit der Zeit steigt der Krieger zu einem dominierenden Charakter in Sparta auf und heiratet Lysandra, mit der er eine Tochter bekommt. Calliope wird mit einer schweren Krankheit geboren und soll deshalb als "unwürdig" aus Sparta verstoßen werden. Nur eine gewisse Tinktur namens Ambrosia kann sie heilen - der Anfang von Kratos langer Reise durch das griechische Pantheon.

Kratos war nicht immer ein Kriegsgott. Als einfacher Krieger stieg er in Spartas Heer bis zum Anführer auf. Kurz bevor er in einer Schlacht gegen Barbaren erschlagen wird, geht er einen Handel mit Ares ein: Er opfert seine Seele im Tausch gegen sein Leben und den Sieg über den Feind.

Kratos erhält durch diesen Deal auch die an ihn gebundenen Chaosklingen, mit denen er den Barbarenkönig Ulrik einen Kopf kürzer macht. Wie es aber Deals mit Göttern so mit sich bringen, haben sie meist einen großen Haken: Kratos befindet sich nun in einem Zustand ständiger Wut, verliert zusehends seine Menschlichkeit und wird von Ares dazu angestiftet, über Jahre hinweg auf Beutezüge zu gehen. Einer davon führt ihn in einen Tempel, in dem er in blinder Wut seine Frau und Tochter erschlägt, die Ares ohne sein Wissen dorthin teleportiert hatte. Auf diese Weise sollte Kratos seine menschlichen Bindungen verlieren und der perfekte Krieger werden.

Die Asche der Verstorbenen wird daraufhin von einem Orakel, das ihn vor dem Betreten des Gotteshauses warnte, für immer auf seine Haut gebannt, was ihm den Spitznamen "Ghost of Sparta" einbringt.

"From this night forward, the mark of your terrible deed will be visible to all. The ashes of your wife and child will remain fastened to your skin. Never to be removed."

Kratos wird ab diesem Zeitpunkt von Ares zu vielen weiteren Missionen geschickt, die er wegen seines Eids erfüllen muss. Dabei hat Kratos nur einen Gedanken: Sich von dem Schwur zu lösen und sich an Ares zu rächen. Auf seinem zerstörerischen Kreuzzug erfährt er, dass Ares ihn letztlich dazu benutzen will, Zeus vom Thron zu stoßen. Es ist ein deutlicher Fingerzeig, wohin ihn seine Reise schlussendlich führen soll.

Einer gegen alle

Bei einer der vielen Odysseen gelingt es ihm endlich, den Eid loszuwerden. Nicht mehr an Ares gebunden, dient er fortan allen Göttern des Olymp als Krieger und wird dann eingesetzt, wenn sie sich selbst die Finger nicht schmutzig machen wollen.

Als er für die Gottheiten die Perser besiegt, die gen Griechenland vorrücken, erlischt plötzlich das Licht der Welt, denn der Sonnengott Helios fällt vom Himmel. Um dieses Malheur zu berichtigen, steigt Kratos in die Unterwelt hinab, wird aber in den Tartarus verbannt, einen Teil der Unterwelt, die noch unter dem Hades liegt. Dort bereist er den mystischen Fluss Styx und erblickt im Elysium seine verstorbene Tochter. Um zu ihr zu gelangen, opfert er alle Kräfte und Waffen. Die Freude währt nur kurz, denn schon bald muss er die Entscheidung revidieren, um Persephone stoppen. Die im Hades gefangengehaltene Göttin der Fruchtbarkeit will mit dem Titanen Atlas die Welt zerstören, um ihrem Gefängnis zu entfliehen. Um das zu verhindern, opfert Kratos seine Freiheit und bleibt weiter an die Götter und die Albträume gekettet.

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Es wird immer deutlicher, dass Kratos zwischen die Mühlsteine der griechischen Götter geraten ist, die ständig miteinander konkurrieren und dabei Sterbliche für sich einnehmen. So bittet Athena, Göttin der Strategie und der Weisheit, Kratos darum, ihre Stadt Athen vor Ares zu retten Er akzeptiert um den Preis, dass seine furchtbaren Träume beseitigt werden und er eine Chance zur Wiedergutmachung erhält. Um einen Gott konfrontieren zu können, muss Kratos die Büchse der Pandoras öffnen - wird aber von Ares aufgehalten, getötet und erneut in die Unterwelt verbannt. Ein mysteriöser Totengräber hilft ihm aus der Patsche, sodass Kratos nach Athen zurückkehren kann und sich doch noch die Büchse unter den Nagel reißt.

Im Kampf gegen Ares werden ihm zwar die Chaosklingen entrissen, trotzdem gelingt es Kratos, Ares zu besiegen. Athena offenbart dem Spartaner, dass die Götter dankbar sind, die Albträume aber ewig bei ihm sein werden. Die Göttin verhindert anschließend seinen Selbstmord und bietet ihm den jetzt leeren Thron Ares' an: Der Geist von Sparta steigt zum Gott des Krieges auf.

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