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Seite 5: Grand Theft Auto IV

A murder of crows

Frisch gestylt trifft Niko bei der Anwaltskanzlei ein. Die Dame von Empfang schickt ihn in das Büro der Zielperson Goldberg. Zwischen Außenwelt und Innenräumen gibt es keine Ladezeiten mehr, man kann durch die Glastüren des Eingangs direkt in das Foyer sehen. Goldberg heißt unseren Helden willkommen. Als dieser seine Waffe zieht, kommentiert der Anwalt das mit dem flapsigen Kommentar: „Nicht Waffen sondern Videospiele töten Menschen“. Zwei Schüsse später ist er da sicher anderer Meinung. Jetzt bricht die Hölle los: Wachmänner und Polizisten stürmen das Gebäude, Niko muss sich wehren! Das Zielsystem in Gefechten hat Rockstar Games gründlich überarbeitet. Man kann sich an alle statischen Objekte anlehnen, blind feuern und einzelne Körperteile anvisieren. Das System wirkt sehr gut kontrollierbar und durchdacht.

Mitten im Feuergefecht friert die Demo plötzlich ein. Absturz! Die Jungs von Rockstar bedauern dies und erklären, es wäre außerhalb des Gebäudes noch zu einer gewaltigen Schießerei inklusive Hubschraubereinsatz gekommen – das Finale der Demonstration. Das hätten wir natürlich gerne gesehen, aber wir waren auch so mehr als beeindruckt von der Demo. Natürlich gibt es noch einige technische Probleme, die Rockstar bis zum Release Ende Oktober lösen muss. So hat das Spiel zwar eine tolle Fernsicht, diese beschränkt sich aber auf schemenhafte Wolkenkratzer am Horizont. Straßenschilder, Ampeln und andere kleinere Objekte poppten oft erst wenige Meter vor unserem Wagen auf. Auch die Schatten haben die Grafiker noch nicht im Griff. Manche Gebäude flackern stark, Texturen werden erst im letzten Moment scharf. Wasseroberflächen haben wir auch in anderen Spielen schon um einiges besser gesehen. Dies sind allerdings nur kleine Schönheitsfehler. In seiner Gesamtheit wirkt die Grafik wie immer aus einem Guss. Am Sound gibt es hingegen nichts zu meckern. Soundeffekte, Sprache und Musik sind gewohnt erstklassig. Die Songs, die Rockstar noch als „Platzhalter“ ankündigt, machen Lust auf mehr und unterstützen die Atmosphäre des Spiels. Die Größe der Welt konnten wir bisher nur erahnen. Was wir gesehen haben, entspricht laut Rockstar etwa einem Drittel des Viertels „Algonquin“ (Manhattan). Wenn die anderen Viertel ähnlich groß werden, erwartet uns eine Spielwelt, wie sie bisher ohne Beispiel ist.

Leider rückt Rockstar Games zu vielen Fragen noch keine Informationen heraus. Wie werden beispielsweise die Nebenmissionen wie Feuerwehr- oder Krankenwageneinsätze in der realistischeren Welt ablaufen? Wie soll der neue Online-Multiplayer-Modus aussehen? Wird es ein funktionierendes U-Bahn- oder Busnetz geben? Die Antwort auf all diese Fragen lautete „Das wissen wir nicht“, gekrönt von einem Augenzwinkern. Wir dürfen also weiterhin gespannt sein.

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