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GTA-Dossier - Teil 3

In Teil 3 widmen wir uns dem Jugenschutz, den Skandalen und der Spielereihe als Spiegel der Popkultur.

von Denise Bergert,
23.03.2007 18:41 Uhr

GTA – Spiegel der Popkultur

Pastellfarbene Anzüge, Neonlichter oder Hip-Hop-Slang– kaum eine Videospielreihe liefert so treffende kulturelle Spiegelbilder wie GTA.Ob nun der Jazz aus den Zwanzigern, der Rock’n’Roll aus den Fünfzigern oder die Hippie-Klänge der Siebziger – all diese Musik löst Bilder von verrauchten Bars in Chicago, Tanzflächen mit rhythmisch strampelnden Pärchen oder betont friedlichen Hasch-Parties in unseren Köpfen aus. Mit den Soundtracks zu Vice City und San Andreas haben die Entwickler von Rockstar eben diesen musikalischen Nerv getroffen: Wenn in den Radiostationen von Vice City Interpreten wie Mötley Crue, Nena, Mr. Mister, Michael Jackson oder Grandmaster Flash zu hören sind, leben die Achtziger in unseren Ohren wieder auf.

Gleiches gilt für den Sound von San Andreas: Lieder von Public Enemy, Dr. Dre, Faith No More oder Guns N’Roses spiegeln perfekt wieder, was Anfang der Neunziger gehört wurde. Ebenfalls eine große Rolle bei der Betrachtung vergangener Jahrzehnte spielen Kleidung und ähnliche Stilfragen, denn jede Zeit hat ihre eigenen modischen Merkmale: Schmalzlocke? Klar, Fünfziger. Blumen im Haar? War in den wilden Siebzigern. Diese Form des Rückblicks mag oberflächlich und vielleicht sogar klischeehaft sein – aber sie macht Spaß. Und genau darauf setzen die Entwickler von Rockstar Games: Vice City und San Andreas sind launige Abbilder der Achtziger beziehungsweise anfänglichen Neunziger Jahre, die ein unverwechselbares Flair erzeugen. Dazu dienen nicht nur die treffende Musikauswahl, sondern auch Anlehnungen an bekannte Filme und Fernsehserien sowie der passende Look (nicht nur in modischer Hinsicht) und viele mehr oder weniger versteckte Anspielungen.

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