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Seite 2: I Am Alive - Vorschau für Xbox 360 und PlayStation 3

Überlebensinstinkt

Um am Ende des Spiels wirklich »Alive«, also am Leben zu sein, gilt es zwei Hauptaufgaben zu erledigen: Ihr müsst nicht nur von der Insel entkommen, sondern vorher noch Adams Exfreundin auftreiben. Da die Entwickler die größtmögliche Unmittelbarkeit erreichen wollen, wird I Am Alive, ähnlich wie Fallout 3 oder Oblivion, in der Ego-Perspektive gespielt. Ihr kriecht zwischen Trümmerbergen herum, versucht sporadischen Feuersbrünsten zu entgehen und nehmt euch vor den anderen Überlebenden in acht. Denn da es weder Wasser noch Lebensmittel gibt und sich in schweren Zeiten meistens jeder selbst der Nächste ist, solltet ihr den abgerissenen Gestalten besser aus dem Weg gehen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Im Verlauf der Geschichte verbündet ihr euch mit anderen Personen wie der Ärztin Riley, die versucht, so viele Überlebende wie möglich zu retten. Oder dem Feuerwehrmann Peter, der ein Camp für die Überlebenden bauen will.

Natürlich sind diese Verbündeten nicht nur dazu da, um Adams Einsamkeit zu vertreiben, sondern sie versorgen euch mit Missionen, die ihr meistern müsst, um neue Teile des Katastrophengebietes frei zu schalten. So gilt es zum Beispiel, für die Ärztin die Ruine einer Klinik nach Medikamenten und Instrumenten zu durchsuchen. Dummerweise befindet sich die einzige Zufahrtstraße fest im Griff gewalttätiger Plünderer. Hier kommt die geplante enorme spielerische Freiheit von I Am Alive zum tragen: Katastrophen-Rambos können versuchen, sich gewaltsam ihren Weg durch die Plünderer zu bahnen, Leisetreter schleichen an den prügelnden Schreihälsen vorbei, und ganz kluge Köpfe schleudern eine Flasche wertvollen Wassers in die Menge und gehen lächelnd ihres Weges, während die Plünderer sich um die Buddel prügeln. Natürlich gibt es auch noch andere Wege, sich Bösewichte vom Hals zu schaffen. So findet Adam beispielsweise eine Schrotflinte, leider ohne Munition. Da eventuelle Aggressoren aber nicht wissen, ob ihr Schrot im Lauf habt oder nicht, lässt sich die Waffe prima einsetzen, um die marodierenden Gesellen im Zaum zu halten.

Zweischneidiges Schwert

Mit I Am Alive wagen sich die Entwickler von Ubisoft an ein heißes Eisen. Bilder von einstürzenden Hochhäusern, verschütteten Körpern oder Kämpfe um ein paar Tropfen Wasser werden bei den meisten Menschen unangenehme Erinnerungen an die großen Naturkatastrophen der vergangenen Jahre wecken. Auch das angestrebte Ziel der totalen Unmittelbarkeit ist ein zweischneidiges Schwert. Vielleicht möchte man ja lieber gar nicht erfahren, wie es sich anfühlt, unter Tonnen von Schutt begraben zu sein, und das immer leiser werdende Wimmern und Kratzen der anderen Verschütteten zu hören? Ob I Am Alive mehr auf dem Kasten hat, als den Katastrophen-Voyeurismus der Spieler zu befriedigen, verraten wir euch sobald wir eine spielbare Version in Händen halten.

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