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Kais Trashcorner: Predators - Filmkritik - Kinokritik zum Actionfilm

Unter der Leitung von Produzent Robert Rodriguez soll nun endlich eine würdige Fortsetzung der beiden Predator-Filme in die Kinos kommen. Aber wird der Streifen den großen Vorgängern gerecht?

von Kai Schmidt,
06.07.2010 12:05 Uhr

Predators: Das Design der außerirdischen Jäger wurde modernisiert.Predators: Das Design der außerirdischen Jäger wurde modernisiert.

Adrien Brody erwacht im freien Fall, sieht sich verwundert um, erkennt den Ernst der Lage, drückt panisch auf den Auslöser seines Fallschirms. Das Ding funktioniert nicht. Er rast weiter auf den Erdboden zu, der Auslöser blinkt, die Baumwipfel kommen immer näher. In letzter Sekunde öffnet sich der Schirm, Brody kracht durch das Geäst, schlägt hart auf dem Boden auf. Bam, Titeleinblendung: »Predators«! Dieser coole Einstieg in den Film macht unbedingt Lust auf mehr. Nach und nach trifft Brody (seinen Rollennamen verschweigt man) auf weitere per Luftfracht zugestellte Personen - darunter Danny Trejo (demnächst als Machete zu sehen) als schmieriger Hitman aus Tijuana. Ein Russe eröffnet aus nächster Distanz das Feuer mit der Gatling-Gun, trifft aber keinen und wird zur Vernunft gebracht. Zunächst ist sich keiner bewusst, in welcher Lage man sich befindet. Es stellt sich heraus, dass alle Gestrandeten ganz schlimme Finger sind: Scharfschützin, Söldner, Auftragskiller, Yakuza, ein Todeskandidat ... und ein Arzt. Die Gruppe schlägt sich durch den Dschungel, und bald stellt sich heraus: Das ist ja gar nicht die Erde! Außerirdische Jäger haben die schweren Jungs (und eine Frau) auf einen Jagdplaneten verschleppt, um sie dort wie Großwild zur Strecke zu bringen.

Predators: Reminiszenzen an die Vorgänger

Predators: Würdet ihr diesem wohlgenährten Herren abnehmen, dass er sich seit Jahren im Dschungel versteckt?Predators: Würdet ihr diesem wohlgenährten Herren abnehmen, dass er sich seit Jahren im Dschungel versteckt?

Hört sich nach einer Menge Spaß an. Aber nach spätestens einer halben Stunde merkt man: Argh, was für eine Gurke! Offensichtlich wollten Produzent Robert Rodriguez (»Sin City«) und Regisseur Nimrod Antal (»Motel«) durch das Dschungel-Setting und die gejagte Gruppe Erinnerungen an den legendären ersten Teil wecken. Erinnern wir uns: Warum hat der erste »Predator«-Film vor allem funktioniert? Nicht wegen des Dschungels. Nicht wegen der Action. Nicht wegen irgendwelcher Splatterszenen. Nein, wegen der Charaktere! Jedes Mitglied von Arnold Schwarzeneggers Einheit hatte Charisma, hatte seine ganz besonderen Macken, war eine echte Persönlichkeit. Man mochte die Jungs einfach und fieberte bei der blutigen Hetzjagd mit. Auch bei »Predator 2« ging dieses Konzept auf: Jeder in Danny Glovers Trupp war ein Individuum mit ausgeprägten Charaktereigenschaften.

Predators: Charakterlose Jäger

Predators: Weichei Adrien Brody macht als harter Kämpfer eine durchaus gute Figur.Predators: Weichei Adrien Brody macht als harter Kämpfer eine durchaus gute Figur.

Und was serviert man uns bei »Predators«? Gesichtslose Typen, die ein wenig durch die Gegend ballern können. Oder wie im Fall des Russen mit seiner Gatling Gun nicht mal das anständig beherrschen, denn er schießt ständig (selbst aus nächster Nähe) daneben. Keiner dieser Typen entwickelt einen eigenen Charakter! Lediglich bei Brody, der Scharfschützin und dem Arzt unternimmt das Drehbuch den Versuch, die Figuren etwas auszuarbeiten. Insofern ist es nicht schwer, sich auszumalen, wer die besten Karten hat, bis zum Finale durchzuhalten. Ach ja: Laurence Fishburne (Morpheus aus »Matrix«) hat auch einen Auftritt. Den möchte man aber sofort wieder aus dem Gedächtnis streichen, denn ihm beim Overacting in seiner haarsträubenden Rolle zuzuschauen, ist ganz schön traurig. Der Mann hat eine riesige Plauze und will dem Zuschauer tatsächlich weismachen, dass er seit Jahren im Dschungel lebt und den Predatoren dabei ordentlich Paroli bietet! Kurioserweise möchte sich Robert Rodriguez für eine eventuelle Fortsetzung gerade auf diese lächerliche Figur stützen und ihre Vorgeschichte erzählen.

Kinostart in Deutschland ist der 8. Juli 2010

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