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Kehle zu und durch - Auftragskiller in Videospielen

Ist die gezielte, hinterhältige Ermordung fiktiver Figuren der richtige Stoff für gute Unterhaltung? Manchmal schon, wie das Vorkommen von Meuchelmördern, Auftragskillern und Assassinen in Videospielen beweist.

von Stephan Freundorfer,
17.11.2009 18:03 Uhr

In der diskussionswürdigen Attentats-Simulation JFK: Reloaded wird der Mord an US-Präsident Kennedy nachgespielt.In der diskussionswürdigen Attentats-Simulation JFK: Reloaded wird der Mord an US-Präsident Kennedy nachgespielt.

Hinterhältig, skrupellos, häufig von niederen Motiven geleitet: Der Meuchelmörder ist nicht gerade der strahlendste aller denkbaren Bildschirmhelden. Kein Wunder also, dass er im Film für gewöhnlich den bedrohlichen Gegenspieler des tapferen und ehrbaren Protagonisten abgibt. Und falls er doch mal die Hauptrolle bekommt (wie in den Streifen »Ronin«, »Crying Freeman«, »Ghost Dog« oder »Leon – der Profi«), dann ist ein Happy End beinahe ausgeschlossen. Auf Konsole ist der Berufs- bzw. Überzeugungstäter ebenfalls ein eher seltener Kandidat für die Heldenrolle. Und wenn doch, ist es meist nicht seine tiefschürfend tragische Persönlichkeit, die ihn dafür qualifiziert. Dass sich Videospiele immer wieder mal um Assassinen, Meuchel- und Auftragsmörder drehen, liegt häufig an der spielerischen Herausforderung, die solche Rollen bieten. Ein Killer hat sein grausames Handwerk perfekt zu beherrschen – notgedrungen, schließlich muss er unbemerkt und ganz nah an das zu meuchelnde Ziel heran, das zumeist auch noch außerordentlich gut beschützt ist. Und dann hat er nur eine einzige kurze Chance, sein Opfer aus dem Weg zu räumen – ist sie verpasst oder vertan, rettet ihn nur eine halsbrecherische, oft ausweglos scheinende Flucht. Dummerweise gilt dasselbe im Großteil der Fälle auch für eine erfolgreiche Tat.

Der Zweck heiligt die Mittel

In drei Arcade-Shootern von Namco durften japanische Spieler Hand an die Waffe des Anime-Profikillers Golgo 13 legen.In drei Arcade-Shootern von Namco durften japanische Spieler Hand an die Waffe des Anime-Profikillers Golgo 13 legen.

Die durchgehende Herausforderung und Spannung ist es, die Spielern den eher fragwürdigen Hauptcharakter schmackhaft machen – schließlich können die Entwickler aus dem heimlichen, vorsichtigen und geplanten Vorgehen ein motivierendes Spielprinzip zimmern. Und eine Abwechslung zum ewigen »Augen zu und durch«-Spielprinzip im Shooter-Genre ist diese Variante digitaler Gewaltanwendung natürlich auch, was aber »Killerspiel«-Kritiker und Jugendschützer nicht unbedingt milde stimmt. Allerdings ist in der moralischen Betrachtung Meuchelmord nicht gleich Meuchelmord – in der Realität wie im Videospiel. Es stellt sich vor allem die Frage nach Motiv und Motivation: Der politische Mord, der Mord um einer höheren Sache willen, ja selbst der aufgrund zweifelhafter Ideale ausgeführte Mord ist stets höher angesehen als der, bei dem es nur um den eigenen materiellen Vorteil geht. Plump gesagt: Der gezielte Mord aus Berufung ist mitunter verständlich, das verdeckte Morden als Beruf immer verdammenswert. Das beste Beispiel für diese unterschiedliche Bewertung liefern zwei der erfolgreichsten Spielemarken der letzten Jahre: Hitman und Assassin’s Creed.

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