Manhunt 2 - Sony und Nintendo gegen Veröffentlichung auf ihren Konsolen

Das Ende für das Actionspiel?

von GameStar Redaktion,
21.06.2007 13:45 Uhr

Nachdem Großbritannien und Irland bereits den Verkauf von Manhunt 2 in ihren Ländern untersagt haben, scheint das Horror-Actionspiel offenbar auch vom wichtigsten Videospielemarkt USA verbannt zu werden. Am Mittwoch hatte Publisher Take 2 bestätigt, dass das Spiel in den USA nur die »Adult only«-Alterseinstufung (Nur für Erwachsene) vom Entertainment Software Rating Board (ESRB) erhalten habe. Wie die Webseite Gamespot.com nun berichtet, führt dies jedoch nicht nur dazu, dass große Handelsketten wie Wal-Mart und Best Buy das Spiel nicht in ihren Läden anbieten werden, sondern dass das Spiel überhaupt nicht für Sonys Playstation 2 und PSP sowie Nintendos Wii erscheinen wird.

Sprecher von Sony und Nintendo bestätigten, dass Third-Party-Publisher auf ihren Konsolen keine Spiele mit der Alterseinstufung »Adult only« veröffentlichen dürfen. Damit kann Manhunt 2 praktisch nicht erscheinen, da die Hersteller die für Konsolenspiele notwendige Zertifizierung des Spiels verweigern.

Für Take 2 gibt es nun nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie gehen gerichtlich gegen die Entscheidung des ESRB vor oder aber sie entschärften das Spiel, um doch noch bei einer erneuten Prüfung eine niedrigere Alterseinstufung zu erhalten. Die Playstation-Versionen dürften dabei sicherlich leichter zu entschärfen sein, als die Wii-Fassung. In der soll es beispielsweise möglich sein durch Sägebewegungen mit der Wii-Mote das Abtrennen von Körperteilen nachzuspielen. Bisher gibt es weder von Publisher Take 2 noch von Entwickler Rockstar Games eine Stellungnahme dazu.

Neben dem erneuten Imageschaden droht Manhunt 2 damit für Take 2 auch finanziell zu einem herben Rückschlag zu werden. An dem Spiel hatten die beiden Rockstar-Studios in London und Toronto gearbeitet. Manhunt 2 sollte ursprünglich Anfang Juli erscheinen -- der Termin dürfte nun aber kaum noch realistisch sein. Take 2 hatte erst vor wenigen Tagen den sechsten Quartalsverlust in Folge vermeldet und umfangreiche Umstrukturierungen sowie Entlassungen angekündigt.


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