Seite 2: MechAssault II im Test - Lone Wolf

Abwechslungsreiche Ballerei

An Bord des VTOL solltet ihr ständig um die Gegner kreisen, da die Panzerung des Fluggerätes ziemlich dürftig ist. Screen: Xbox An Bord des VTOL solltet ihr ständig um die Gegner kreisen, da die Panzerung des Fluggerätes ziemlich dürftig ist. Screen: Xbox

Die Missionen wurden sehr abwechslungsreich gestaltet. Statt ständig den Zerstörer raushängen zu lassen, muss sich der Mechwarrior von Welt auch auf die leisen Zwischentöne verstehen. So kommt es durchaus vor, dass ihr euch mit der Battle Armor an ein Dropship hängt und in ein feindliches Lager fliegt, um dort ein paar waffenstarrende Dauerleihgaben zu entwenden. An anderer Stelle gilt es, mit einem getarnten Panzer an feindlichen Lagern vorbeizurattern, Gefangene zu befreien oder Verbündete im Kampf zu unterstützen. Während ihr auf dem Weg zum nächsten Navigationspunkt durch die Areale stapft, werdet ihr ständig angegriffen. Panzer nehmen euch ins Visier, Hubschrauber flappen euch hinterher und selbstverständlich seid ihr nicht der einzige Mech in der Gegend. Die Kämpfe der Roboter bilden den Schwerpunkt von MechAssault 2. »Kämpfe« ist hier vielleicht nicht der richtige Ausdruck, da die Auseinandersetzungen stellenweise eher an Tänze erinnern. Die Gegner umkreisen sich gegenseitig oder stapfen parallel zueinander durchs Gelände, wobei jeder versucht, den anderen in seine Zielerfassung zu bekommen. Da ihr im Kampfgetümmel der (Massen-) Schlachten keine Werkstatt aufsuchen könnt, hinterlassen besiegte Gegner oder zerstörte Häuser oft Power-Ups für eure Panzerung und durchschlagskräftige Munition.

Die Technik der Zerstörungsorgie

Für den Einsatz auf dem Dschungelplaneten eignen sich kleine, wendige Mechs deutlich besser als ihre riesigen und langsamen Brüder. Screen: Xbox Für den Einsatz auf dem Dschungelplaneten eignen sich kleine, wendige Mechs deutlich besser als ihre riesigen und langsamen Brüder. Screen: Xbox

Im direkten Vergleich zum Vorgänger hat MechAssault 2 in technischer Hinsicht deutlich zugelegt. Die Spielperspektive wurde etwas verändert, wodurch ihr deutlich näher am Geschehen seid; bei den Effekten haben die Programmierer ebenfalls eine Schippe zugelegt. Besonders die Waffeneffekte und Explosionen sind eine echte Augenweide. Schießt ihr beispielsweise mit einer Energiewaffe zwei Kugeln ab, könnt ihr beobachten, wie Energiestrahlen durch die Gegend fingern. Jagt ihr etwas besonders Großes in die Luft, »verzieht« sich durch die Druckwelle die unmittelbare Umgebung für kurze Zeit. Die Gestaltung der Mechs steht den Effekten in nichts nach. Vom Schulterträger bis zur Einstiegsluke ist jedes Detail der sauber animierten Blechbüchsen zu erkennen. Kleinigkeiten, wie herumfliegende Patronenhülsen, Rauchwolken, die aus den Gelenken der Mechs aufsteigen, oder Blitze, die über das Gehäuse der Kampfmaschinen zischen, sorgen für coole Battletech-Atmosphäre. Hübsche Reflektionen auf der Panzerung und gute Echtzeit-Partikel- und Lichteffekte verwandeln Lone Wolf in ein echtes Effekt-Inferno. Laserstrahlen erhellen die Schlachtfelder in Echtzeit, und die Explosionen gehören zusammen mit MGS 3 zu den Detonations-Oberkrachern dieses Jahres. Leider haben die wuchtigen Effekte ihren Preis. Besonders bei großem Feindaufkommen und vielen techni-schen Spielereien tritt die Spielgeschwindigkeit auf die Bremse. Auch die Umgebungsgrafik gewinnt mit ihren meist unspektakulären Texturen keinen Schönheitspreis. Die Sichtweite ist oft gering - wer genau hinschaut, kann erkennen, wie sich ganze Gebirgszüge aus dem Nebel schälen oder Gebäude ins Bild »ploppen«. Ein weiterer Kritikpunkt ist die kurze Einzelspieler-Kampagne. Halbwegs fähige Zocker haben den Abspann nach sieben bis neun Stunden gesehen, woran auch der coole (von Korn-Musik unterlegten) Endgegnerkampf nichts ändert. Die deutsche Synchro ist solide, die krachige 5.1.-Codierung sorgt besonders bei Bass-Fanatikern für Entzücken (ist allerdings im Tieftonbereich nicht ganz so aggressiv abgemischt wie die Soundkulisse des Vorgängers). Multiplayer-Fans haben die Möglichkeit, mit bis zu vier Spielern an einer Xbox (2-Spieler/ Splitscreen), im lokalen Netzwerk per Systemlink oder über Xbox Live zu zocken. Insgesamt gibt es zehn Spielmodi, die vom klassischen Deathmatch über zermürbende Ausdauerkämpfe bis zu Capture the Flag alle Standards abdecken.

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