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Seite 3: Mortal Kombat - Vorschau für PlayStation 3 und Xbox 360

Mortal Kombat: Gewalt als Spaß?

Mortal Kombat: Da das Spiel die Geschichte der ersten drei Teile zusammenfasst, sind auch die Cyborg-Ninjas mit dabei. Mortal Kombat: Da das Spiel die Geschichte der ersten drei Teile zusammenfasst, sind auch die Cyborg-Ninjas mit dabei.

Neben brechenden Rippen und zertrümmerten Schädelknochen gibt es bei Mortal Kombat auch etwas schrägere Manöver: Echsen-Ninja Reptile rammt seinem Gegner in der Röntgenperspektive zum Beispiel die Finger in die Augenhöhlen -- das ist selbstverständlich extrem brutal, aber laut den Entwicklern als makabre Hommage an die klassischen Slapstick-Eskapaden der »Drei Stooges« gedacht. Genau wie natürlich alle gezeigte Gewalt so überzogen ist, dass man sie beileibe nicht ernst nehmen kann. Vor allem die berüchtigten Fatalitys sind wieder über die Maßen blutig: Taumelt der besiegte Gegner hilflos herum, müsst ihr lediglich die richtige Tastenkombination eingeben, um ihn in Scheibchen zu schneiden, in der Mitte durchzusägen, ihm den Kopf abzureißen oder andere derbe »Späßchen« zu veranstalten. Spaß ist tatsächlich ein wichtiges Schlüsselwort, wenn es um Mortal Kombat geht: Die Entwickler der Netherrealm Studios sind trotz der blutigen Videospiel-Kämpfe, die sie inszenieren, keine abgestumpften, blutrünstigen Monster, sondern haben einfach Freude daran, die abstrusesten Dinge mit den Polygonmodellen ihrer Spielfiguren anzustellen. Das ist in etwa so, als würde ein kleiner Junge seine Spielzeugsoldaten mittels Lupe und gebündelter Sonnenstrahlen möglichst kunstvoll einschmelzen.

Mortal Kombat: Veröffentlichung in Deutschland?

Mortal Kombat: Echsenmann Reptile spuckt seinen Gegnern mit Vorliebe Säure ins Gesicht. Mortal Kombat: Echsenmann Reptile spuckt seinen Gegnern mit Vorliebe Säure ins Gesicht.

Besonders in Deutschland wird bei der Darstellung von Gewalt meist sehr vorschnell geurteilt: Blut ist hierzulande böse -- egal, ob es sich um stark überzogenen, ironischen Splatter wie bei Mortal Kombat oder realistisch-geschmacklose Folterszenen wie etwa in den »Saw«- oder »Hostel«-Filmen handelt. Natürlich gehört Mortal Kombat nicht in Kinderhände, das macht Ed Boon uns gegenüber sofort deutlich. Doch ein komplettes Verbot (wie es die ersten drei Teile der Reihe damals ereilte) findet er -- wie auch wir -- überzogen. Publisher Warner Bros. Interactive möchte das Spiel möglichst ungeschnitten nach Deutschland bringen. Das Problem bei diesem Vorhaben ist bekannt, doch argumentiert man, dass es schließlich auch God of War 3 ungekürzt in hiesige Softwareläden geschafft hat. Wir sind gespannt, wie die USK urteilt und drücken Warner Bros. sowie den Netherrealm Studios ganz feste die Daumen, dass es klappt -- schließlich verbirgt sich unter all dem überzeichneten Splatter ein wirklich gutes Prügelspiel!

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