Nintendo - Softwareverkäufe - Anteil von Toptiteln astronomisch

Analyse am Beispiel zeigt: Blockbuster-Titel werden immer wichtiger

von Daniel Feith,
20.01.2009 11:15 Uhr

Letzte Woche haben wir euch die Marktforschungszahlen des amerikanischen Instituts NPD Group vorgestellt. Auf Gamasutra.com erklärt NPD-Analyst Michal Klotz einen zu erkennenden Trend bei den Softwäreverkäufen am Beispiel Nintendo Wii.

In der Statistik gibt es das sogenannte Pareto-Prinzip, das besagt dass oftmals 20% einer Ursache für 80% ihrer Wirkung verantwortlich sind. Laut Klotz hat die Spieleindustrie 2008 diesen Wert erstmals im Bereich Software erreicht. Das bedeutet dass systemübergreifend 20% der produzierten Spiele insgesamt für 80% der erzielten Umsätze verantwortlich waren - Tendenz steigend.

Im Falle Nintendo Wii ist der Trend sogar noch drastischer. 2008 waren es gerade mal 13% der erschienenen Wii-Titel, die 80% der Verkäufe erzielten. Nimmt man absolute Zahlen wird das Bild noch deutlicher. Die zehn am meisten verkauften Wii-Titel machten 44 % der Verkäufe aus - die 422 übrigen Releases mussten den restlichen Kuchen von 56 % unter sich teilen.

Unter den zehn Toptiteln für Nintendo Wii befinden sich die intern bei Nintendo entwickelten Spiele Wii Play, Mario Kart Wii, Wii Fit und Super Smash Bros. Brawl.

Der Effekt dieses Trends ist klar: Auf den programmierenden Teams lastet ein wachsender Druck, einen absoluten Topseller zu produzieren. Risikofreudigkeit mag zwar in Ausnahmefällen (Wii Fit) belohnt werden - ein Blick auf die meistverkauften Titel der anderen Systeme zeigt jedoch dass die Käufer besonders gerne zu Fortsetzungen etablierter Serien greifen - siehe GTA IV, Call of Duty: World at War, Epic-Shooter 2.


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