Seite 3: Onimusha 3

Es hat sich ausgerendert!

Nach Snake und Sam Fisher prügeln sich nun auch die Onimusha-Recken in der freien Wildbahn. Screen: Playstation 2 Nach Snake und Sam Fisher prügeln sich nun auch die Onimusha-Recken in der freien Wildbahn. Screen: Playstation 2

Die zwei vorangegangenen Onimusha-Abenteuer setzten auf vorgerenderte Hintergründe und fest definierte Kameraperspektiven. Diese seit Resident Evil bewährte Technik war zwar ein Garant für opulente Optik, brachte aber in spielerischer Hinsicht einen großen Nachteil mit sich. Während der blitzschnellen Kämpfe passierte es immer wieder, dass der Spieler von einem Hintergrund in den nächsten rutschte. Eben diesen Punkt haben die Designer als ersten Posten auf ihrer »Dinge, die es zu verbessern gilt«-Liste abgehakt. Die starren Renderkulissen sind entgültig verschwunden; Onimusha 3 wird komplett in Echtzeit berechnet. Entgegen unserer Befürchtungen hat die grafische Darstellung von Onimusha 3 daran keinen Schaden genommen. Sämtliche Schauplätze sind sehr detailliert ausgearbeitet und wirken wie aus einem Guss. Wie akribisch die Designer dabei zu Werke gegangen sind, merkt man besonders an der Darstellung der Paris-Abschnitte. Bei der Kathedrale von Notre Dame stimmt von den gotischen Bögen der Fenster und Türen bis zur Säulengestaltung im Kirchenschiff einfach alles. Wer schon mal unter dem Triumphbogen durchmarschiert ist oder den Pariser Zoo besucht hat, wird mit Sicherheit ebenfalls einige Déja-vus erleben. Natürlich haben auch die anderen Schauplätze grafisch einiges zu bieten. So stapft Jacques durch ein Waldgebiet, besucht ein mittelalterliches Dorf und darf sogar mit einem Windjammer in See stechen. Damit ihr nicht das Gefühl bekommt, in einer menschenleeren Welt unterwegs zu sein, strotzen die Locations geradezu vor kleinen Details. In den Straßen eines Dorfes treibt der Wind Staubwolken vor sich her, eifrige Passanten gehen ihrer Arbeit nach, und Möwen kreischen am Himmel herum. Zusammen mit den schönen Lichteffekten und Reflektionen hauchen diese Kleinigkeiten der Welt von Onimusha 3 eine erstaunliche Lebendigkeit ein. Ähnlich wie bei Devil May Cry bewegt sich die Kamera bei Onimusha 3 auf festen Achsen. Je nach Spielabschnitt folgt euch die Kamera oder zeigt das Geschehen aus einer »Von Oben«-Perspektive. Leider hat die optische Pracht auch ihren Preis: Bei Kamerafahrten ist ein leichter Verwisch-Effekt sichtbar, stellenweise heftiges Kantenflimmern stört den ansonsten hervorragenden grafischen Gesamteindruck.

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