Seite 2: Prey

»Ich weiß nicht, wo oben und unten ist!«

Kisten und klaffende Dimensionstore sind nicht die einzigen rätselhaften Phänomene an Bord des Raumschiffs. An vielen Stellen befinden sich leuchtende Schienen, mit denen ihr der Schwerkraft ein Schnippchen schlagen könnt. Sobald Tommy eine dieser Schienen betritt, werden die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt. Da die leuchtenden Pfade unter anderem an Decken entlangführen, dürft ihr euch nicht wundern, wenn ihr mit dem Kopf nach unten hängend Plasma-Geschosse oder Eisstrahlen auf die Gegner herabregnen lasst. Besonders unangenehm für die Bösewichte sind in diesem Fall die lebenden Handgranaten. Nachdem ihr den Krabbeltieren ein Bein ausgerissen habt, sind sie scharf und bleiben so lange an ihrem Ziel haften, bis sie explodieren. Gemeine Naturen lassen einfach eine der Granaten von der Decke auf einen Gegner fallen und erfreuen sich dann an seinen panischen Versuchen, den Sprengsatz loszuwerden. Da Prey obendrein noch Schalter bietet, mit denen ihr auf Knopfdruck die Schwerkraftverhältnisse innerhalb eines Raumes verändern könnt, wird euer Orientierungssinn häufig auf eine harte Probe gestellt. Oft ist es nämlich nötig, diese Schwerkraft mehrmals zu verändern, um bestimmte Tore zu erreichen oder kleinere Rätsel zu lösen, bei denen ihr mit Hilfe explosiver Bälle Durchgänge freisprengt.

Von Totems und Astralkörpern

Als Neuzeit-Indianer hat Tommy mit den Ritualen und Glaubensmodellen seiner Kultur nicht viel am Hut. Totems sind für den Ex-Soldaten ebensolcher Mumpitz wie Schamanismus oder der Weltenlenker. Dass an den alten Mythen doch etwas dran ist, erfährt Tommy, als sein »spirituelles Selbst« erwacht. Der Geist seines Großvaters führt Tommy während einer Vision an eine uralte Kultstätte im amerikanischen Westen, wo der Skeptiker lernt, seine Geisterform und den spirituellen Bogen zu benutzen. Auf Knopfdruck verlässt Tommy seinen Körper und geistert, ähnlich wie in den Legacy of Kain-Spielen, als körperlose Gestalt herum. Das sieht dank schicker Spezialeffekte nicht nur hervorragend aus, sondern ist quasi eure Eintrittskarte für jeden verschlossenen Raum. Ein Beispiel: Wir können einen Raum, der von einer Energiebarriere abgeschirmt wird, nicht betreten, also verlassen wir Tommys Körper, schweben durch die Energiebarriere und aktivieren den Türmechanismus. Jetzt schlüpfen wir wieder in unsere fleischliche Hülle und marschieren weiter. Um Munition für den Geisterbogen zu beschaffen oder eure spirituelle Energie aufzuladen, müsst ihr die Seelen getöteter Gegner einsammeln. Tommys spirituelles Erwachen hat noch einen weiteren Vorteil. Wird der amerikanische Ureinwohner im Kampf getötet, wandert seine Seele auf den Geisterpfad. Hier habt ihr die Möglichkeit, herumschwebende Entitäten mit eurem Bogen abzuschießen und so neue Energie zu sammeln, durch die ihr schließlich an den Ort eures Ablebens zurückkehrt.

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