Red Faction: Battlegrounds im Test - Test für XBLA

Mit Red Faction: Battlegrounds versucht THQ die Spieler schon mal vor dem Release von Armageddon zu ködern. Warum das nicht ganz gelingt, lest ihr im Test für XBLA und PSN.

von Patrick Mittler,
11.04.2011 16:45 Uhr

Vier Fahrzeuge auf einen Blick. So nahe kommen sich die Spieler aber selten.Vier Fahrzeuge auf einen Blick. So nahe kommen sich die Spieler aber selten.

Die Idee klingt an sich ja ganz fein: Als Promotion für die kommende Action-Randale Red Faction: Armageddon veröffentlicht THQ den Downloadhappen Red Faction: Battlegrounds. Leider hat das Ding nicht viel mit seinem großen Vollpreis-Bruder gemein. Während die Red Faction-Serie eigentlich für krachende Ego-Shooter-Ballereien inklusive der typischen zerstörbaren Umgebung steht, ist Battlegrounds ein simpler Twin-Stick-Shooter (mit dem linken Stick steuern, mit dem rechten Zielen und Feuern) und von der Sorte tummeln sich schon zig Varianten auf XBLA und im PSN. Battlegrounds setzt komplett auf Standardkost: Am Steuer und im Geschützturm waffenstarrender Vehikel braust oder stapft man durch kleine Arenen und bläst möglichst jeden Gegner in Stücke. Sei es im Mech, im Panzer oder im Jeep: Meist weicht man einfach den Feinden aus, drückt den Feuerknopf durch, bis die Rohre überhitzen und man eine kleine Zwangsfeuerpause einlegen muss. Hier und da tauchen Power-Ups auf, beispielsweise Minen, Bomben die eine Art schwarzes Loch zünden oder einfach den obligatorischen Schraubenschlüssel, der das eigene Gefährt flugs wieder repariert. Die Spielmechanik macht eine Weile Laune und mit »einer Weile« meine ich eine gute Viertelstunde, danach wird Battlegrounds sehr monoton. Man hat einfach alles schon einmal gesehen, Battlegrounds bietet nichts Neues in seinem engen Genre-Korsett. Weniger eng ist der Kamerawinkel: Meist ist das Geschehen so weit rausgezoomt, dass es schwierig wird, das eigene Fahrzeug zu finden.

Die Arenen sind relativ klein, aber dennoch unübersichtlich.Die Arenen sind relativ klein, aber dennoch unübersichtlich.

Solospieler werden sich in Red Faction: Battlegrounds sehr schnell langweilen, schließlich gibt es nur 16 Trainingsmissionen zu absolvieren und die haben wortwörtlich nur den Tutorial-Zweck. In den vier Modi Annihilate, Survival, Shooting Range und Speed Trial kämpft man nicht nur gegen die Uhr sondern auch gegen den Abschaltreflex, so repetitiv sind die Missionen. Zumindest ist die »Solo-Erfahrung« schnell vorbei, denn auch Anfänger sind damit in knapp einer Stunde durch. Etwas enttäuscht setzten wir nun alle Hoffnungen in den Mehrspieler-Part. Bis zu vier Spieler dürfen hier ran, sowohl on- als auch offline und gemischt. Das heißt ihr könnt einen Kumpel auf der Couch haben und die freien Plätze mit Online-Spielern auffüllen. Ziemlich praktisch, im Endeffekt aber trotzdem egal, denn die Multiplayer-Modi Deathmatch, Team Deathmatch, King oft he Hill, Capture the Flag und Flag Frenzy sind sehr konventionell. Außerdem sind nicht die Fähigkeiten am Pad ausschlaggebend. Sieger ist meist, wer die Karten am besten kennt und wer das richtige Fahrzeug für die jeweilige Aufgabe wählt, also einen Panzer um Feinde kaputt zu schießen oder ein schnelles Quad um flott von A nach B zu kommen. Aufgefallen sind uns auch einige Verbindungsabbrüche, zumindest bei der Version für die PlayStation 3, mittlerweile scheint Battlegrounds aber schon etwas flüssiger zu laufen. Wie schon der Solomodus, so macht auch der Mehrspieler-Part nur für ein paar Runden Spaß. Danach werden die Matches zur Routine. Für rund zehn (XBLA), beziehungsweise acht Euro (PSN) bekommt ihr so knapp zwei Stunden seichte Baller-Unterhaltung, mehr nicht. Alles in allem ist der Downloadtitel aber kein gelungener Appetithappen, denn auch die freischaltbaren Extras für Red Faction: Armageddon (Geld, dass ihr in Upgrades investieren könnt und eine besondere Knarre) scheinen nicht der Rede wert. Aber das wird Red Faction-Fans sowieso schon vorher klar, denn auch die Geschichte von Battlegrounds, sofern man die kurzen Texteinsprengsel als Story bezeichnen kann, hat kaum Red Faction-Flair.

Red Faction: Battlegrounds

Preis:

ca. 10 Euro (800 Punkte, XBLA), 7,99 Euro (PSN)

Spieler:

1 bis 4

HD optimiert:

ja

Speicherplatz:

876,84 MB

Entwickler:

Syfy Games

Hersteller:

THQ

USK:

ab 12 Jahren

Wertung:

50 %


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