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Seite 4: Resident Evil 4

Eine neue Art des Horrors

Zum Glück gibt es sechs verschiedene Trefferzonen, mit denen ihr die Bösewichte bremsen könnt. Screen: GameCube Zum Glück gibt es sechs verschiedene Trefferzonen, mit denen ihr die Bösewichte bremsen könnt. Screen: GameCube

Passend zum neuen und actionbetonten Gameplay hat sich auch die Art des Horrors gewandelt. Wo euch früher mal Zombies ins Genick oder ein paar Hunde durch eine Scheibe gesprungen sind, wird jetzt auf andauernden Terror gesetzt. Mit anderen Worten: Resident Evil 4 setzt euch unter heftigen Dauerstress. In der von uns gespielten Version ging es von Anfang bis Ende rund. Ständig wurden wir von kreischenden Dorfbewohnern angegriffen, die trotz ihres zerlumpten Aussehens alles andere waren als dumme Bauern. Als wir von einer Horde Dorfbewohner verfolgt die lange Leiter zur Kirchturmspitze emporgehetzt sind, verhielten sich die Gegner überraschend clever. Anstatt wie die Schafe die Leiter hochzuklettern (und Kopfschuss um Kopfschuss zu kassieren) oder sich unten zusammenzurotten, um von einer Granate zerfetzt zu werden, konnten wir eine kurze Phase des »Überlegens« beobachten. Mehrere Schreie und Grunzer später flog dann das Ergebnis dieser Überlegungen in Form von brennenden Molotow-Cocktails durch das Kirchturmfenster. Eine weitere einschneidende Veränderung betrifft den Sound. Anstatt sich auf die bekannten Cello-Melodien und Klaviergeklimper zu verlassen, dreht die Hintergrundmusik von Resident Evil 4 ganz gewaltig an der Industrial-Schraube und lässt sich am ehesten mit dem Terror-Sound von Akira Yamaoka (Silent Hill-Serie) vergleichen.

GameCube am Limit!

Auf die Frage ob Resident Evil 4 das technische Limit des GameCube erreichen würde, antwortete Produzent Hiroyuki Kobayshi, dass RE 4 »vielleicht nicht das Limit darstelle, aber verdammt nah dran sei«. Wer die Gruselei zum ersten Mal in Bewegung gesehen hat, wird dieser Behauptung zweifelsohne zustimmen, denn Resident Evil 4 ist eines der hübschesten Videospiele aller Zeiten. Durch die geschickte Farbwahl und gut eingesetzte Effekte wirkt die RE-Welt so realistisch, dass man meinen könnte, der typische Herbstgeruch steige einem beim Spielen in die Nase. Bei der Gestaltung der Texturen sind die Programmierer mit einer fast schon verschwenderischen Detailfülle zu Werke gegangen. Risse im Putz der gammeligen Hütten, Schmarren in den Holzdielen, unglaublich detaillierte Gesichter, sowie zerknitterte Kleidung machen Resident Evil 4 zu einem fast schon filmreifen Augenschmaus. Bei den Feuer-Effekten haben sich die Designer selbst übertroffen. Werft ihr eine Brandgranate, könnt ihr sehen, wie sich eine atemberaubend realistisch dargestellte Feuersbrunst ihren Weg über Tische, Stühle und die Körper eurer Feinde frisst.

Die Objektphysik ist ebenfalls sehr gut gelungen. Getroffene Feinde knallen realistisch auf den Boden, zerschossene Objekte wie Fenster oder Türen zersplittern immer wieder anders. Zudem nutzen eure Gegner Löcher in Türen oder kaputte Fenster, um euch mit ihren Waffen zu attackieren. Leider ist auch Resident Evil 4 nicht ganz frei von Kameraproblemen. Befindet ihr euch in einem Innenraum, der zudem noch mit Gegnern gefüllt ist, kommt es zu einem echten Durcheinander. Da es keine automatische Zielerfassung gibt, könnt ihr nicht zwischen mehreren Zielen hin- und herschalten, sondern versucht, einfach alles abzuknallen. Aus diesem Chaos ergeben sich zwar spannende »Ich bin gerade unter einer geschwungenen Mistgabel durchgetaucht«-Momente, optimale Kontrolle im Gewusel habt ihr aber nicht. Werdet ihr von den Gegnern umzingelt, zeigt Leon, was er während seiner Spezialausbildung gelernt hat. Anstatt wie in den Vorgängern mädchenhaft an den Gegnern herumzuzerren, verteilt Mr. Kennedy Ellbogenschläge, tritt Unterkiefer ein oder fegt mit einem mächtigen Roundhouse-Kick die Feinde gleich im Dutzend vom Bildschirm. Das Inventarsystem wurde aus den Vorgängern übernommen. Leider gestaltet sich der Wechsel von einer Waffe zur Handgranate ebenfalls etwas kompliziert. Wollt ihr eine Granate werfen, müsst ihr eure aktuelle Waffe wegstecken, die Granate ausrüsten und werfen. Anschließend steht ihr dann buchstäblich mit leeren Händen da. Laut den Entwicklern ist Resident Evil 4 auf eine Spielzeit von 15 - 20 Stunden angelegt. Das Dorf-Szenario (welches wir ausgiebig gespielt haben) nimmt dabei ca. eine halbe Stunde der gesamten Spielzeit ein. Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, bei Resident Evil 4 nur ein »Sehr gut«, anstatt eines »Genial« zu vergeben. Obwohl wir von den technischen Aspekten des Spiels mehr als beeindruckt sind, haben wir weder die für einen solchen Titel wichtigen Rätsel, noch die Szenarien in denen Ashley eine Rolle spielt, gesehen. Trotzdem sind wir mehr als zuversichtlich, dass uns mit Resident Evil 4 ein absoluter Hammer ins Haus steht.

4 von 4


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