Resident Evil: Umbrella Chronicles

Endlich: Die Wii bekommt ihr eigenes Resident Evil-Spiel. Wir haben uns ins Zombiegetümmel gestürzt!

von Kai Schmidt,
12.07.2007 19:05 Uhr

Bei Capcom war eines unserer ersten Ziele natürlich der Lightgun-Shooter im Resident Evil-Universum. Mit gezücktem Zapper stürzten wir uns mitten in ein an den zweiten Teil der Reihe angelehntes Stadtszenario mit brennenden Polizeiwagen und Horden von auf uns zu wankenden Untoten. Das Spiel funktioniert auch ohne das Plastikzubehör per Wiimote und Nunchuk. Dementsprechend seht ihr auf dem Bildschirm ein Fadenkreuz, das auf eure Bewegungen reagiert. Genretypisch bewegt ihr eure Spielfigur nicht selbst, sondern müsst erst den Screen von Gegnern befreien, um euch anschließend wie auf Schienen weiterzubewegen.

Mit dem Analogstick des Nunchuk könnt ihr euch aber zumindest umsehen, um Gegenstände zu entdecken oder gelegentlich von der Seite angreifende Zombies zu erspähen. Die Munition der Pistole ist unbegrenzt, nur nachladen müsst ihr immer wieder durch Schütteln des Zappers. Unterwegs findet ihr natürlich auch noch weitere Waffen wie Handgranaten, Schrotflinten oder Maschinengewehre. Für Munitionsnachschub sorgen hier entsprechende Symbole, die entweder offen herumliegen oder in Kisten versteckt sind. Das Spielprinzip erinnert also mehr an Segas House of the Dead als an die Titel der Resident Evil Survivor-Reihe. Das ist ja alles schön und gut, aber wie spielt es sich eigentlich? Nun, um ehrlich zu sein, hat uns das Geballer nicht sonderlich beeindruckt. Das genaue Zielen mit der Plastikknarre ist ziemlich frickelig: Um Kopfschüsse anzubringen, müsst ihr den Controller äußerst ruhig halten. Jeder Atemzug bringt das Fadenkreuz zum Zittern. Außerdem genügt es nicht etwa, den Kopf der Polygon-Zombies grob ins Visier zu nehmen, sondern ihr müsst darauf warten, dass das Fadenkreuz anfängt, zu blinken, um dann innerhalb von Sekundenbruchteilen den Abzug zu ziehen.

Auch inszenatorisch reicht Capcoms Zombie-Metzelei zumindest anhand des angespielten Levels nicht an Segas abwechslungsreiche Lightgun-Serie heran. Es passiert einfach nichts abseits der vorgegebenen Pfade, was die dröge Bildschirm-Schießbude etwas auflockern würde. Grafisch bewegt sich das Pistolengemetzel in der E3-Demo auf solidem PS2-Niveau, reizt die Möglichkeiten der Wii aber nicht im Ansatz aus.

Fazit:

Bis jetzt sind die Umbrella Chroniken ein simpler Lightgun-Shooter ohne große Überraschungen. Da haben wir uns doch etwas mehr erwartet!

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