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Adventskalender 2019

Seite 4: Retro Anime Special: Dragon Quest Teil 2 - Retro-Rückblick auf Dragon Quest I bis IV

Dragon Quest IV: Michibikareshi Monotachi

Plattformen: Famicom / NES, PlayStation, Nintendo DS
JP-Release: 11. Februar 1990 (Famicom)
US-Release: Oktober 1992 (NES)
EU-Release: 12. September 2008 (DS)
Auflage: ca. 4,7 Millionen verkaufte Exemplare weltweit

In vielerlei Hinsicht steht Dragon Quest IV für den Zeitpunkt, an dem ein großer Umbruch innerhalb der Serie stattfand. Einerseits war man hier am Ende der Fahnenstange angelangt - es war das letzte große Dragon Quest auf dem NES, es war für lange Zeit das letzte Dragon Quest außerhalb Japans und die altgediente Storyline um den legendären Helden Loto hatte ihr Ende gefunden. Anderseits war hier auch die perfekte Gelegenheit für einen Neuanfang, mit frischen Gameplay-Ideen sowie einer brandneuen Hintergrund-Geschichte: der Zenithia-Trilogie.

Der Name Zenithia steht für ein fliegendes Schloss, welches seinen ersten Auftritt in Dragon Quest IV hat und später in den Teilen 5 & 6 ebenfalls auftaucht. Obwohl Horii ursprünglich keine direkte Bindung zwischen den Spielen geplant hat, interpretieren die Fans die Existenz des Schlosses als Bindeglied und fassen die Spiele gerne zusammen. Und auch wenn inhaltlich zwischen den Games Nummer 4, 5 und 6 keine so starken Zusammenhänge wie bei den ersten drei Teilen bestehen, haben die Stories dennoch eines gemein - sie sind echt clever und machen alle einen Heidenspaß.

Dragon Quest IV geht mit der Tradition der Serie einher und stellt wieder ein neues Gameplay-Feature ins Zentrum: das Kapitel-System. Ihr selbst spielt einen jungen Helden, der später mal laut Prophezeiung die Welt retten soll. Unglücklicherweise erfahren auch ein paar fiese Monster davon brandschatzen euer Heimatdorf. Der Held überlebt, muss allerdings wieder zu Kräften kommen und versteckt sich deshalb für die nächsten Jahre. Bis es soweit ist, steht seine zukünftige Party im Mittelpunkt: in 4 Kapiteln mit je 2 bis 3 Stunden Spieldauer macht ihr euch mit den "Erkorenen" auf der Suche nach dem Helden. Die Idee ist fast schon genial: jedes Kapitel spielt sich wie ein in sich abgeschlossenes Mini-Rollenspiel, dank ausgefallener Charaktere wie dem fleißigen Händler Torneko wird der Langeweile ein Riegel vorgeschoben. Natürlich kommen die Erkorenen und der Hauptcharakter irgendwann zusammen und die letzten beiden Kapitel laufen wie ein normales RPG ab, aber der Weg dahin ist sehr originell in Szene gesetzt.

Eine weitere Premiere für Dragon Quest findet sich im Kampfsystem, wo eure Kollegen nun von der KI übernommen werden können und ihr nicht jeden Befehl selber geben müsst. Darüberhinaus laden jetzt die berüchtigten Kasinos zur gepflegten Zeitverschwendung ein, dazu darf endlich in jedem Dorf an der lokalen Kirche gespeichert werden. All diese Neuerungen und das einfallsreiche Spielsystem machten Dragon Quest IV zum bis dato rundesten Spiel der Serie und boten einen gelungenen Abschluss der 8-Bit Ära. Trotz der inhaltlichen Qualität fielen die Verkaufszahlen der US-Version leider dermaßen in den Keller, dass Enix sich gezwungen sah der Serie eine Ruhepause zu gönnen und beide darauffolgenden Episoden nur in Japan zu veröffentlichen.

Wie bei den Spielen zuvor bekam auch Dragon Quest IV im Jahr 2001 ein Remake verpasst, diesmal allerdings auf der PlayStation und nicht dem Super Famicom. Basierend auf der Technik von Dragon Quest VII war die gelungene Neuauflage ein großer Hit in Japan und sollte auch in die Staaten, wurde aber in letzter Minute gecancelt, weil Enix zu dem Zeitpunkt ihre US-Niederlassung dichtgemacht hatten. Nach dem weltweiten Erfolg von Dragon Quest VIII wurde die PlayStation-Version nochmal aus der Mottenkiste geholt, für den Nintendo DS umprogrammiert und schließlich doch noch rausgebracht. Durch den offiziellen Deutschland-Release stellt Dragon Quest: Die Chroniken der Erkorenen auch das chronologisch früheste Dragon Quest dar, was hierzulande erhältlich ist. Wer genau hinschaut erkennt übrigens dass der deutschen Fassung die Zahl im Titel fehlt: für den europäischen Markt wird konsequent auf die Nummern verzichtet, damit kein unnötiges Zahlen-Wirrwarr entsteht.

»Mehr über Retro Anime Spiele findet ihr im Anime Channel«

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