Seite 2: Science-Fiction-Rollenspiele - Würfeln im Weltraum

Zu den Sternen

Im Sci-Fi-Rollenspiel-Debüt Phantasy Star rächt ihr als Heldin Alis den Tod eures Bruders. Auf drei Planeten gibt’s typische Rollenspielkost aus Oberweltkarten-Wanderung, Stadt- und Dungeonbesuchen sowie rundenbasierten Kämpfen. Im Sci-Fi-Rollenspiel-Debüt Phantasy Star rächt ihr als Heldin Alis den Tod eures Bruders. Auf drei Planeten gibt’s typische Rollenspielkost aus Oberweltkarten-Wanderung, Stadt- und Dungeonbesuchen sowie rundenbasierten Kämpfen.

Bis zum Aufkommen von Sci-Fi-Elementen in Konsolenrollenspielen sollte es noch zwei Jahre dauern – was lange währte, wurde dann allerdings richtig gut. Mit dem Master System-Titel Phantasy Star erschien 1988 das erste Konsolen-Spiel, das sich vom traditionellen Fantasy-Szenario löste. Und das war nicht der einzige Meilenstein des SEGA-Studios RD4: Das Werk, an dem auch Sonic-Erfinder Yuji Naka programmierte, war überhaupt das erste Videospiel-RPG (Abkürzung für »Role Playing Game«), das in den Westen gelangte. Zudem war es eines der ersten Spiele mit einer Heldin in der Hauptrolle. In puncto Mechanik und Spielablauf handelt es sich bei Phantasy Star hingegen um ein typisch japanisches Rollenspiel. Mit einem Trupp von vier Charakteren wandert der Spieler über die Weltkarte, besucht Städte und Dungeons, stößt nach dem Zufallsprinzip auf Monster und bekämpft sie rundenbasiert für Erfahrung und Geld. Die Science Fiction äußert sich in Szenario und Gegenständen: Die vier Helden bereisen zum Bestehen ihrer Abenteuer drei klimatisch unterschiedliche Planeten des Sonnensystems Algol, rüsten sich mit Lichtschwert und Laserschild und konsumieren Cola und Burger, um ihren Gesundheits-Vorrat aufzufüllen. Damit sind Phantasy Star und seine Nachfolger auch gute Beispiele für klassische Hollywood-Science Fiction wie »Star Wars« und »Star Trek«: Fremde Planeten und deren Bewohner dienen als Hintergrund für recht irdische Dramen und Emotionen, wobei phantasievoll weiterentwickelte Technik die besondere, futuristische Würze ins Geschehen bringt.

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Mit Rogue Galaxy entführen euch die japanischen RPG-Experten Level-5 in der Rolle des Möchtegern-Piraten Jaster ins Weltall. Mit Rogue Galaxy entführen euch die japanischen RPG-Experten Level-5 in der Rolle des Möchtegern-Piraten Jaster ins Weltall.

Allerdings sind derartige Weltraumopern – zumindest im RPG-Genre – äußerst rar gesät. Neben der Phantasy Star-Reihe gab es in den letzten 20 Jahren eigentlich nur noch ein großes japanisches Werk, dass Euch unterschiedlichste Planeten bereisen und die Galaxis retten läßt: Rogue Galaxy (zum Test) von Level-5, dank Dark Cloud und Dragon Quest VIII erfahren im Umgang mit der PlayStation 2 als RPG-Plattform. In dem charmanten wie hübschen Weltraum-Abenteuer schlüpft ihr in die Rolle des Jungpiraten Jaster Rogue, der sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Planeten Eden macht. Traditionelles Dungeon-Erforschen mit Zufallsbegegnungen wurde aufgepeppt durch ein frisches Echtzeit-Kampfsystem, in dem man nach Belieben den aktiven Charakter wechseln darf. Dank grandioser Inszenierung und abwechslungsreicher Schauplätze ist Rogue Galaxy auch heute noch ein PS2-Rollenspiel erster Wahl – selbst wenn Ihr nicht auf Raumschiffe und Roboter steht. Eine Leidenschaft für Piraten tut’s auch.

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