Seite 3: Science-Fiction-Rollenspiele - Würfeln im Weltraum

Auf der Erde

Zwar spielen SNES- wie Mega Drive-Shadowrun in Seattle, die Protagonisten und Storys sind aber komplett unterschiedlich. Zwar spielen SNES- wie Mega Drive-Shadowrun in Seattle, die Protagonisten und Storys sind aber komplett unterschiedlich.

Aber Science Fiction – egal ob in Literatur, Film oder Rollenspiel – muss nicht zwingend auf fernen Welten stattfinden. Auch die gute alte Erde kann als spannendes und einfallsreiches Zukunfts-Szenario herhalten. Etwa beim Cyberpunk, der durch Autoren wie William Gibson (»Neuromancer«) oder Neal Stephenson (»Diamond Age«) geprägt wurde. Sie zeichnen eine nicht allzu ferne Zukunft, in der Megakonzerne den Globus beherrschen, Computernetzwerke virtuelle Parallelwelten schaffen und sich Helden wie Bösewichte mit kybernetischen Implantaten tunen. Das berühmteste Cyberpunk-Rollenspiel auf Papier ist FASAs »Shadowrun«, das neben einem mäßigen und wenig vorlagengetreuen Xbox 360-Shooter auch drei 16-Bit-Rollenspiele inspirierte. Trotz gleichen Titels sind die Shadowrun-Spiele für SNES, Mega Drive und Mega-CD alle unterschiedlich; in Deutschland erschienen ist nur die gelungene Nintendo-Variante, in der ihr im Seattle des Jahres 2050 einen Anschlag auf euer Alter Ego aufzuklären versucht. Dabei durchstreift Ihr Straßen und Gebäude der düsteren Metropole, bekämpft Gegner und sammelt dabei Karma-Punkte, die dann in Attribute, Fertigkeiten und Magie investiert werden. Nebenher hackt ihr Computer und bewegt euch virtuell, aber trotzdem verwundbar im Cyberspace.

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Weltraumheld Buck Rogers hatte Anfang der 90er-Jahre einen mittelprächtigen Mega Drive-Auftritt im SSi-RPG Countdown to Doomsday. Weltraumheld Buck Rogers hatte Anfang der 90er-Jahre einen mittelprächtigen Mega Drive-Auftritt im SSi-RPG Countdown to Doomsday.

Leiterbahnen und Schadprogramme sind auch zentraler Bestandteil der GBA-Serie Mega Man Battle Network: Held der japano-bunten Mixtur aus Action, Abenteuer und RPG ist der Schüler Lan Hikari, dessen hochtechnisierte Welt von Dr. Wilys übler Organisation WWW bedroht wird. Gegen die Cyber-Kriminellen und ihre gefährlichen Viren kämpft Lan mittels PDA und seinem Hilfsprogramm MegaMan.EXE. In Netzwerken muss das Capcom-Maskottchen ausnahmsweise nicht pixelgenau springen, sondern rollenspieltypische Zufallsgefechte bestehen. Ein komplexes Kampfsystem bringt reichlich Taktik und einen Pokémon-artigen Sammeleffekt ins Spiel. Ein halbes Dutzend Teile dieser ungewöhnlichen Mega Man-Spiele sind erschienen – trotz mäßigen Käuferinteresses auch in hiesigen Gefilden.

Deus Ex: Invisible War (Xbox) ist ein interessantes Cyberpunk-Abenteuer mit starken Action-Elementen. Deus Ex: Invisible War (Xbox) ist ein interessantes Cyberpunk-Abenteuer mit starken Action-Elementen.

Nicht weniger erstaunlich ist, dass eine weitere Cyber-RPG-Serie komplett ihren Weg zu uns gefunden hat: Dank Atari durften PS2-Spieler im Jahr 2004 in die virtuelle .hack-Welt eintauchen, bzw. in das MMORPG (Massively Multiplayer Online Role Playing Game) »The World«, das im Spiel simuliert wird. Als Hauptcharakter Kite bewegt Ihr Euch in der »realen Welt« auf Eurem Computer-Desktop, lest News und E-Mails und loggt Euch in das MMO ein. Dort wird recht klassisch gekämpft und gelevelt, gezaubert und mit anderen Avataren gechattet, während Hacker, Viren sowie zweifelhafte Organisationen Cyberspace und Echtwelt bedrohen. Vier zusammenhängende Teile erzählen eine komplexe Geschichte, bis zu deren Ende Ihr rund 200 Stunden konzentriertes Spiel investieren müsst.

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