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Sieg für Rockstar - Red Dead 2-Macher lassen Klage gegen die Pinkertons fallen

Red Dead Redemption 2-Entwickler Rockstar hat die Klage gegen die Pinkertons fallen gelassen.

von Ann-Kathrin Kuhls,
12.04.2019 11:50 Uhr

Die Pinkertons in Red Dead Redemption 2 gibt es heute immer noch. Und sie verklagen Rockstar. Die Pinkertons in Red Dead Redemption 2 gibt es heute immer noch. Und sie verklagen Rockstar.

Manchmal ahmt das echte Leben die Kunst nach: Die Pinkertons, die in Red Dead Redemption 2 der Van Der Linde-Gang auf den Fersen sind, existieren auch in echt - und haben es auf RDR2-Entwickler Rockstar abgesehen. Doch der Rechtsstreit um die bekannteste Detektei im Wilden Westen und das bekannteste Spiel über den Wilden Westen scheint jetzt beendet, mit Rockstar als klarem Gewinner.

Was ist passiert?

Die Pinkertons sind in Red Dead Redemption 2 Arthur Morgan und seiner Gang ständig auf den Fersen. Als Detektei wurden sie auf die Outlaws angesetzt, um sie ausfindig zu machen und zu verhaften. Damit sind sie einer der großen Gegenspieler in Red Dead Redemption 2, obwohl sie ja eigentlich nur das Gesetz unterstützen.

Die Pinkertons jagen Gesetzlose, eigentlich eine gute Sache. Die Pinkertons jagen Gesetzlose, eigentlich eine gute Sache.

Es wird geklagt ...

In der echten Welt gibt es die Pinkertons auch. Nur sind sie mittlerweile von einer kleinen Detektei zu international agierenden Entwicklern geworden. Deswegen passt ihnen wohl auch nicht, dass jemand anderes mit ihrem Ruf und den Legenden, die sich um die Pinkertons handeln, Geld verdient.

Kurzerhand sendete die Pinkerton Consulting & Investigations eine Unterlassungsklage an Rockstar und Take-Two Interactive, um Pinkertons aus dem Spiel streichen und sämtliche Verkäufe der Versionen, die die Detektei noch enthielten, aus dem Verkauf zu nehmen.

... und gegengeklagt

Rockstar und Take-Two bekamen von der Klage Wind und reichten, sogar noch vor der Unterlassungsklage der Pinkertons, eine Gegenklage ein. Durch die historische Natur des Spiels laufe die Nutzung des Namens und der Institution unter das amerikanische Gesetz des Fair Use. Der erlaubt die Erwähnung von Material im historischen, informierenden oder parodierenden Kontext, so lange das Endprodukt einen "transformativen Charakter" hat.

Und da die Pinkertons noch kein 100-Stunden-Rollenspiel über ihre Detektei herausgebracht haben, von dem Red Dead Redemption 2 ein Plagiat hätte sein können, hätte Rockstar wahrscheinlich Recht bekommen. Sonst könnte die Familie von Charles Dickens ja auch Ubisoft verklagen, weil ihr Urahn in Assassin's Creed Syndicate auftritt.

Dabei wollten Evie und Jacob ihm doch nur helfen. Dabei wollten Evie und Jacob ihm doch nur helfen.

Wurde sich geeinigt?

Jetzt erfuhr gameinformer.com jedoch, dass die Gegenklage von Rockstar fallengelassen wurde. Weil aber gleichzeitig auch Red Dead Redemption 2 weiterverkauft wird und niemand daran zu denken scheint, die Pinkertons aus dem Spiel zu streichen, gehen wir davon aus, dass man sich außergerichtlich geeinigt hat.

Schreiben wir den echten Firmen die Rollen zu, die sie im Spiel innehaben, ist das also ein klarer Sieg für die Outlaws.

Wer glaubt ihr war im Recht?


Kommentare(9)

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