Sony - Jack Tretton im Interview - CEO spricht über die Zukunft der PlayStation

Sony-CEO über Abwärtskompatibilität, Home, UMDs und seinen neuen Boss.

von Daniel Feith,
18.07.2008 14:33 Uhr

Der Chef von Sony Computer Entertainment America, Jack Tretton hat in einerm Interview mit der Seite engadet neue Details über Sonys weitere Pläne für die PlayStation-Produktfamilie erläutert.

Die in den ersten PlayStation 3-Versionen noch vorhandene Abwärtskompatibilität (auch PS One und PlayStation 2-Spiele konnten problemlos gespielt werden) wurde aus Kostengründen gestrichen "da wir PlayStation 2-Software an PS2 Kunden und PlayStation 3-Software an PS3-Kunden verkaufen". Tretton selbst war darüber nicht glücklich aber "Sony hat entschieden, dass die Funktion entbehrlich sei. Das wird sich auch nicht mehr ändern."

DRM (Digital Rights Management) hält Tretton derzeit für alternativlos. "Vielleicht ist DRM für Musik weniger wichtig als für Spiele und Filme. Aber in dem Business steckt zuviel Geld, als das man den Leuten erlauben könnte eine Vielzahl von Kopien zum Preis von einer zu besitzen." Zwar solle jeder Kunde das Recht haben, mit seinen erworbenen Inhalten tun zu können, was er wolle - Sony wird das DRM an seinen Videos dennoch bis auf weiteres nicht lockern.

Laut Tretton dachte Sony ursprünglich über eine feste Speichereinheit in der PSP nach. Ein derartiges Hardwareupdate stehe aber derzeit nicht auf dem Programm. Zwar gehöre der digitalen Distribution von Inhalten die Zukunft, Sony will das unglückliche Format UMD als Video-Speichermedium jedoch vorerst nicht aufgeben. Dass die Sofware-Verkaufszahlen für die PSP nicht zufriedenstellend sind, schiebt Tretton auf die Menge an PlayStation 2-Ports, raubkopierte Software und "die Medienfunktionen der PSP". Letztere Argumentation halten wir für leicht fragwürdig.

Ein Terminfenster für PlayStation Home wollte Tretton nicht nennen. Entscheidend sei nicht der Launchzeitpunkt, sondern dass Home funktioniere. "Wir müssen uns bemühen Home zu bevölkern". Es mache keinen Sinn, Home als eine Art Geisterstadt zu veröffentlichen.


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