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Seite 3: Soul Calibur IV

Kritischer K.O. - - Kritische Neuerung

Wie in den vorangegangenen Teilen ist die Spielmechanik auch im fünften Serien-Ableger brillant ausgefallen. Egal, ob Solomodus-Kampf oder Mehrspielerduell: Schnell wird klar, dass Namco die bereits hervorragende Steuerung weiter verfeinert hat. Sämtliche Schlagkombinationen lassen sich extrem präzise abrufen und miteinander verketten, Soul Calibur-Veteranen fühlen sich ab der ersten Minute heimisch. Aber auch bei Serien-Neulingen geht der Umgang mit Krumm- und Langschwert rasch in Fleisch und Blut über. Auch an der Spielmechanik wurde eifrig gefeilt. Ein Beispiel: Jeder Charakter verfügt über drei Panzerungen (oben, mittig, unten). Die Rüstungen gewährleisten jedoch nicht grenzenlosen Schutz vor Hieben und Tritten. Platziert ihr mehrere Treffer auf gleicher Höhe, zerbröselt die Panzerung des Gegners und gibt eine ungeschützte Schwachstelle frei. Dadurch eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten, einen Kampf zu euren Gunsten zu entscheiden. Eine weitere Neuerung ist der sogenannte kritische K.o., der unserer Meinung nach aber eher überflüssig ist. Neben der Lebensanzeige am oberen Bildschirmrand befindet sich die sogenannte Seelenleiste - eine grüne Kugel, die sich beim Blocken eurer Angriffe verfärbt. Blinkt die Anzeige nach einer ganzen Weile rot auf, ist euer Widersacher für einen Augenblick konstatiert (»Seelenausfall«). Wenn ihr nun die linke Schultertaste drückt, führt euer Recke eine vernichtende Attacke aus, die den Kampf beendet. Zugegeben: Die kritischen K.o.-Angriffe sind zwar pompös inszeniert, die Gelegenheit für diesen Finishing-Move bietet sich aber viel zu selten. Meist ist der der Kampf bereits lange beendet, bevor die Seelenleiste des Gegners auch nur annähernd rot aufleuchtet - tolle Idee, schlechte Umsetzung!

In den Modi Geschichte, Schicksalsturm und Spezial-Mehrspieler setzt ihr neben den Waffen auch Charakter-gebundene Fertigkeiten ein. Abhängig von der Farbe eurer Seelenleiste aktiviert ihr durch Drücken der rechten Schultertaste Zusatz-Fähigkeiten. Mitsurugi holt sich über den Hypermodus einen Kraftschub, Secret Apprentice macht sich auf Knopfdruck unsichtbar. Die Spezialfähigkeiten sorgen für Abwechslung, Dynamik und zahlreiche Überraschungsmomente in den Kämpfen .

Klingenballet

Der aktuelle Teil der Schwert- und Säbel-Saga wird dem großen Namen zweifellos gerecht. Besonders optisch macht sich der Sprung auf die neuen Systeme bemerkbar. Die Kampf-Arenen (zum Beispiel »Turm der Erinnerung«, »Halle des Kriegsgottes«, »Thesmophoro’s Kaiserlicher Garten«) sind fabelhaft in Szene gesetzt und wirken sehr lebendig: Im Sumpf watscheln zum Beispiel Dodos über den Kampfplatz, während sich im Hintergrund ein faules Nilpferd im Morast wälzt.. Einfallende Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch das dichte Blattwerk der Bäume und sorgen für ein idyllisches Ambiente. Schmettert ihr einen Gegner mit voller Wucht auf die morschen Bretter eines Floßes, splittert der hölzerne Boden und trägt deutliche Spuren des Aufpralls davon. Die Attacken, Bewegungsabläufe und Paraden werden mit knalligen Lichteffekten in Szene gesetzt. Auch bei den Charaktermodellen haben die Designer erstaunliche Arbeit geleistet: Die verschnörkelten Rüstungen der Kämpfer strotzen geradezu vor Detailreichtum, die Klingen funkeln in der Sonne und die definierten Muskeln wirken plastisch wie nie. Aus den fein geschnittenen Gesichtern lässt sich förmlich der verbissene Kampfeswille ablesen - beeindruckend!

Die aus den Vorgängern bekannten Clippingfehler hat man zwar reduziert, aber nicht komplett beseitigt: In den Wiederholungen seht ihr deutlich, wie Finger in einem Schwertknauf verschwinden und ganze Körperteile im Grund abtauchen, wenn ihr den Ringboden küsst. Dennoch hat das Entwicklerteam um Masaaki Hoshino sein Vorhaben eindrucksvoll in die Tat umgesetzt: Das Klingenballet flutscht flockig über den Bildschirm und macht Laune!

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