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Splinter Cell: Double Agent

Wir sind zwar kein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, bringen aber trotzdem Licht ins Geheimagenten-Dunkel. Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler!

24.02.2006 11:45 Uhr

Da die Terroristen auf der ganzen Welt aktiv sind, kommt Sam ganz schön herum; hier schleicht er gerade durch New York. Screen: PS2Da die Terroristen auf der ganzen Welt aktiv sind, kommt Sam ganz schön herum; hier schleicht er gerade durch New York. Screen: PS2

Den im Intro-Film gezeigten Absturz Sam Fishers (dessen Tochter bei einem Unfall getötet wurde) mit den obligatorischen »Wäre ich doch nur ...«, »Warum ... Gott!!!«-Selbstquälereien ersparen wir euch an dieser Stelle und sagen es mit den einfachen Worten des Splinter Cell- Producers Mathieu Ferland, den wir in Paris getroffen haben: »Sams Leben ist im Eimer, und um zu verhindern, dass er noch weiter abrutscht, nimmt er den gefährlichsten Auftrag seines Lebens an«. Er wird zu einem »Non Offical Cover Agent« und besucht zunächst den Knast. Es gilt, das Vertrauen von Jamie Washington zu gewinnen, der Sams einzige Zugangsmöglichkeit zu einer terroristischen Organisation namens »John Brown's Army« darstellt.
Während wir mit typischen Splinter Cell-Bewegungen (an der Wand lehnen, um Ecken spicken, an Rohren entlangkrabbeln) den von der US-Fernsehserie »Prison Break« inspirierten Knastlevel begutachten, erklärt uns Ferland, was er mit Double Agent erreichen will. »Double Agent wird innerhalb der Splinter Cell-Serie kein völlig neuartiges Spielerlebnis bieten. Uns geht es darum, den bisher recht blassen Hauptdarsteller in den Fokus zu rücken und dem Spieler neue Möglichkeiten an die Hand zu geben, zum Beispiel moralische Entscheidungen zu treffen und ihre Konsequenzen zu tragen.« Moral ist an dieser Stelle ein gutes Stichwort, denn als Doppelagent sitzt Sam buchstäblich zwischen zwei Stühlen. Dass er in der Lage ist, einen ordentlichen Spagat hinzulegen, wissen Fans der Serie schon seit dem ersten Teil, aber dieses Mal geht es eben nicht um Sams athletische Fähigkeiten, sondern um existenzielle Fragen. Seine eigentlichen Auftraggeber verlangen nämlich, die Zahl der Opfer und Kollateralschäden so gering wie möglich zu halten. Den Terroristen ist dies natürlich völlig egal, solange sie nur ihre Ziele erreichen.

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