Anthem (Bioware)

Dieses Thema im Forum "Spiele-Forum" wurde erstellt von Der V Gamer, 10. Juni 2017.

  1. The Joker The Cake is a Lie

    The Joker
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    Man muss kein Programmierer sein um seinen Leuten zuzuhören, zu vertrauen und dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das liegt in der Person von Söderlund begründet, der ja von DICE kommt, zumal er auch nicht verantwortlich war für Biowares Defizite... Nene hier hat es an Management Skills gefehlt und die haben das Drama verursacht und werden es auch zukünftig tun.
     
  2. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Man hätte aber zumindest die Probleme nachvollziehen können. Ich verstehe auch nichts von Engines aber ich erkenne, dass bei EA offensichtlich ein Problem auf dieser Ebene existiert.

    Ich will BioWare nicht zu sehr in Schutz nehmen weil dort auch vieles schief gelaufen ist, aber wenn sie zumindest auf technischer Seite schneller und produktiver hätten arbeiten können hätte das sicherlich nicht geschadet, im Gegenteil. Vor allem die letzten 16 (?) Monate, in denen alles auf Hochtouren gelaufen ist, hätten mit einer flexibleren Engine vermutlich bessere Ergebnisse erzielt.
     
  3. The Joker The Cake is a Lie

    The Joker
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    Klar wäre es einfacher gewesen. War halt noch ein weiterer sehr großer Sargnargel.
    Allerdings ist es einfach total schlimm, dass man in dieser kurzen Zeit den Mitarbeitern soviel zumutet, auch mit der Unreal Engine hätte alle ackern müssen wie die Blöden.
    Unter solchen Arbeitsbedingunen zu leben ist schon echt hart. Da sieht man aber auch mal wieviel besser es uns oftmals geht. Viele machen sich nicht so rechte Vorstellung wie hart der amerikanische Arbeitsmarkt wirklich ist.
     
  4. Johnny Dread Load"*",8,1:

    Johnny Dread
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    Natürlich nicht. Aber man hat Mass Effect 3 (ohne Frostbite) schon EA und Qualitätsabfälle angemerkt.
     
  5. blither Well-Known Member

    blither
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    Ich vermute, dass die Führungsebene bei BioWare nicht übermäßig gut arbeitet, und möglicherweise falsche, oder falsch dargestellte Informationen an EA weitergibt, und man daraufhin keine brauchbaren Entscheidungen treffen kann.

    EA muss eine unabhängige Kontrollinstanz zwischen der Führungsebene der Studios und sich selber installieren.
     
  6. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Kann bis heute nicht nachvollziehen warum ME3 für viele Leute in irgendeiner Form einen Qualitätsabfall darstellen kann. Es spielt sich relativ gut, ein Höhepunkt jagt den nächsten, die Interaktion mit den liebgewonnen Partymitgliedern kommt trotzdem nicht zu kurz und es schließt die Geschichte sehr emotional ab.
     
  7. Johnny Dread Load"*",8,1:

    Johnny Dread
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    Mass Effect 3 sar super, allerdings bestand es praktisch nur noch aus Haupt- und Partyquests. Richtig liebevolle Nebenquests oder Dialoge außerhalb der Party wie in den beiden Vorgängern blieben aus. Mass Effect 3 hatte viele tolle Momente, aber auch sehr viel Käse.

    Der Multiplayer war super, aber die EA Pest wurde da einem ständig vor Augen gehalten. Ich sag nur MT-Truhen und anfänglich nur bestes Ende durch Onlinespielen.

    Das Ende - egal ob das erste oder das nachgepatchte war... diskussionswürdig - oder auf gut Deutsch für viele einfach Scheiße. Zum Glück hat Bioware den Citadel DLC nachgereicht, der für mich einfach das Mass Effect Erlebins liebevoll und perfekt abgeschlossen hat.

    Irgendwie hätte ich nochmal Lust auf diese Trilogie merk ich gerade, aber ich weiß nicht, ob ich es nochmal ertragen kann mich zwischen Tali und Liara zu entscheiden. Und die Zeit.
     
  8. The Joker The Cake is a Lie

    The Joker
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    Wie man die Quests bezeichnet ist mir mir relativ egal, ich weiß nur, dass da einige richtig,richtig gute dabei waren. Für mich der beste Teil der Trilogie (dann 2 und 1).
     
  9. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Ich finde auch nicht, dass der Quest-Ursprung dermaßen wichtig ist. Vor allem macht es in Hinblick auf den von der Geschichte vorgegebenen Zeitdruck auch keinen Sinn, dass man zwischendurch Nebenquests à la "töte zehn Space-Ratten" erhält, sondern hauptsächlich Aufgaben, die in irgendeiner Form mit dem Bremsen oder Aufhalten der Reaper-Invasion zu tun hatten.

    Beim ganzen Rest - Microtransactions, Multiplayer, Ende - kann ich nicht metreden weil ich das Spiel erst Jahre später beendet habe, nachdem diese Aspekte entfernt und/oder geändert wurden. Aber die Version, die ich gespielt habe, war von vorne bis hinten erstklassig.
     
  10. Johnny Dread Load"*",8,1:

    Johnny Dread
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    Wow, 7 Jahre ist Mass Effect 3 jetzt her. Ich glaube, ohne dieses verbockte Ende und die anschließende Diskussion inkl. berechtigten Shitstorm hätte ME3 nen wesentlich besseren Stellenwert bei mir. Und das mein ich. Bioware braucht keine Frostbite Engine um es zu verkacken. :D
     
  11. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Frostbyte kann nichts dafür.
    Ebenso wenig kann Frostbyte nichts dafür, dass man da 5 Jahre oder länger irgendwas konzipiert ohne ein Ziel zu verfolgen.

    Bioware macht sich schon ziemlich lächerlich
     
  12. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Dass diese "Strategie" für EA aber auch nach hinten los gehen kann, hat gerade Anthem bzw. BioWare mit Anthem bewiesen. Da will man sich Aufwand und Lizenzkosten für externe Engines sparen, produziert damit aber gleichzeitig wieder mehr Aufwand, weil sich die "Hausengine" nicht für alles eignet, verwenden lässt oder erst umständlich angepasst werden muss - eben weil es keine "Universalengine" ist und für vieles gar nicht gedacht ist... Das ist echt so typisches Großkonzerndenken mit Börsennotierung.

    Naja, "Schlipsträger" schauen da klar nur auf den Schauwert, weil diese halt keine Programmierer sind... ich bin dennoch über den fehlenden Weitblick bzw. das Ausbleiben des Erkennes des Kontexts überrascht...

    Dag mag schon sein. Bei Anthem kam offenbar wirklich alles zusammen: neue Marke und die damit verbundenen Probleme, Missmanagement bei BioWare, die "aufgezwungene" Engine, fehlende Kenntnis oder Interesse bei EA... usw.

    Solches Verhalten ist bei einem Konzern zwar vorhersehbar, dass das dann aber dennoch so gravierende Auswirkungen hat... macht mir EA auch nicht gerade sympathischer. Ich halte aber auch nichts davon, EA als den personifizierten Teufel zu sehen.

    Was ich nicht so recht verstehe, ist der Punkt, warum EA Frostbite nicht gleich zur Universal-Engine ausbaut... wenn es schon alle verwenden müssen, wäre es wohl sinnvoll, da ne gewisse Basis zu bauen. Dann müsste man auch nicht mehr um Probleme herum programmieren, sondern könnte diese lösen.
     
  13. goathammer farewell...

    goathammer
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    Wenn du mit einer Engine arbeiten musst, die nicht für diese Art von Spiel optimiert ist, verschlingt das unnötig Resourcen, die ansonsten in andere Dinge (wie bspw. Questdesign) hätten fließen können. Insofern ist Frostbyte auf alle Fälle ein Teil des Problems.
     
  14. Johnny Dread Load"*",8,1:

    Johnny Dread
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    Letztendlich wussten wir ja alle, dass es mit Bioware den Bach runter geht, wenn sie ihre Seele dem Teufel namens EA verkaufen. Und so kam es ja auch.
     
  15. blither Well-Known Member

    blither
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    EA hat sich viel zu wenig eingemischt, weil ihnen die Kompetenz fehlt. Sie haben auf die Führung des Studios vertraut, und abgesegnet, was die erzählt haben. Mit einer solchen Führungsebene wäre das Studio ohne EA viel schneller den Bach runter gegangen.
     
  16. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Naja, kann man so sehen und so... wenn man den Schreier-Artikel liest, dann könnte man auch durchaus meinen, BioWare wäre bei diesem Missmanagement auch ohne EA den Bach heruntergegangen... allerdings haben sie auch speziell ne "gefakte" Demo nur für den EA-Boss da zusammengeschustert, dem wir wohl (mitunter) zu verdanken haben, dass es Anthem überhaupt gibt...

    So wie es aussieht, hätten die sich bei Anthem mit und ohne EA ordentlich verrant. Ich weiß zwar nicht, ob das bei der Entwicklung einer neuen Marke "normal" ist, dass man aber ne lange Zeit (um die 4 Jahre) erst mal mehr oder weniger orientierungslos im Blindflug fiegt, nur um das eigentliche Spiel dann in 12-16 Monaten zusammenzuschustern, erscheint mir aber arg suboptimal, selbst bei einer neuen Marke. Wir dürfen wohl froh sein, dass es überhaupt was wurde... ;) Das kann man jetzt positiv oder negativ sehen.

    Je weiter ich den Schreier-Artikel lese, desto mehr beschleicht mich der Gedanke, dass es mit dem "Elite-Entwickler" BioWare - letztendlich auch meine Helden für gute Rollenspiele und Geschichten - nun wirklich zu Ende ist bzw. geht... Die sind zumindest in großten Teilen wohl auch an ihrem eigenen Ehrgeiz gescheitert. Oder an der Verblendung ihrer Führungsebene. Deutet ja einiges darauf hin, z. B. die Aktion bei einem Loot-Shooter auf keinen Fall den Vergleich (oder Parallelen) zu Destiny als quasi-"Marktführer" zu ziehen. Sie wollten das Rad unbedingt neu erfinden, ohne die Expertise dazu zu haben... (Loot-Shooter). Mit "Dylan" sind sie also auf jeden Fall gescheitert. Manchmal ist es besser, gut funktionierende Konzepte zu kopieren, als das Rad schlecht neu zu erfinden...
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2019
  17. Ghost Die Lachsschaumspeise! Moderator

    Ghost
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    Bei der Wahl der Engine hat man sich dagegen zu sehr eingemischt, also genau falsch herum. ;-)

    Letztendlich haben sie dann auch nicht wirklich viel neu erfunden, ich meine, ein Loot-Shooter besitzt halt bestimmte Spiel-Mechaniken und ausgerechnet bei einigen dieser, hat man es dann auch noch verbockt.

    Ich bin wirklich mal gespannt, wie es mit dem Spiel weitergeht.
     
  18. blither Well-Known Member

    blither
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    @Ghost
    Die Verantwortlichen haben EA mit einer tollen Demo auf Basis der Frostbyte-Engine überzeugt und behauptet, dass alles toll ist.

    Da fehlt es bei EA einfach an Kompetenz auf Studio-Ebene, die unabhängig von der Studio-Führung über Probleme direkt an EA berichtet. Anscheinend haben die Studio-Verantwortlichen zu vieles schön geredet.
     
  19. goathammer farewell...

    goathammer
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    Ist imo eigentlich schon seit DA: Inquisition absehbar oder schon der Fall. Das Bioware anno 2019 hat quasi nichts mehr mit dem alter Glanzzeiten gemeinsam.
     
  20. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Naja BioWare hatte ja auch mehrere Entwickler Studios und Teams über mehrere Standorte verteilt, die meisten dieser wurden inzwischen ja wieder aufgelöst und auf andere EA Abteilungen/Studios verteilt.

    Soweit ich weiß sind aber noch 2 der 3 Gründer im Studio

    Das Questdesign ist doch total unabhängig von der Engine Anpassung/Optimierung. Wenn sich das Quest/Story Team für beschissene Questreihen entscheidet, kann die Engine nichts für.

    Wenn man die Vergangenheit von BioWare anschaut, haben die sich vorher für fast jedes Spiel/Reihe anscheinend eine komplett neue Engine gebastelt.

    Auf jedenfall ist deren Flame ein Eigentor und schädigt in erster Linie dem eigenen Image.

    Ich bin in dem Fall auf jedenfall Pro EA eingestellt. Der Fehler liegt hier in erster Linie bei BioWare.
    Vor allem lässt sich aus den jahrelang ohne Konzept und Ziel rumdümpeln ja auch schließen das EA dem Team alle Freiheiten gegeben hat.
     
  21. goathammer farewell...

    goathammer
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    Wie gesagt, sie mussten mit einer Engine arbeiten, die offensichtlich nicht für diese Art von Spiel optimiert war und dadurch enstanden Probleme für dessen Lösungen wieder Resourcen freigeschaufelt werden mussten, die dann an anderer Stelle fehlten. So erscheint es mir zumindest logisch.

    Was wiederum ein Vorteil ist, denn wenn sie die Engine fürs eigene Spiel basteln durften, dann kann man davon ausgehen, dass die Engine auch für das Spiel gepasst hat. Somit konnten sie sich, nach der Entwicklung der Engine, voll auf das Spiel konzentrieren und mussten nicht mit Problemen der Engine kämpfen.
     
  22. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Ich vergleiche es einfach Mal mit einer Programmiersprache, wo dann einer sagt "das geht nicht"

    Während jmd anderes es entsprechend umsetzt

    Das einzige Problem ist deren Kopflose Konzeptlosigkeit hinter dem Projekt. Man hat Jahrelang einfach nichts gemacht außer bisschen rumgespielt.
     
  23. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Nunja, sie wäre im Prinzip besser beraten gewesen, wenn sie div. Sachen einfach kopiert hätten, die funktionieren. Stattdessen haben sie versucht, das ganze "Marke BioWare" neu zu erfinden, liefern dann aber im Endeffekt noch schlechtere Mechaniken ab, als z. B. vergleichbare (Stichwort: Destiny). Da ist die Führung einfach an ihren eigenen Ambitionen bzw. am BioWare "Ruhm" gescheitert.

    Merkt man auch an den Kommentaren im Schreier-Artikel. So a la: "Wir sollen einen Loot-Shooter machen? Wir haben ja nicht mal die richtige Expertise dafür..."

    Manchmal scheint der Ansatz "Wir liefern keine Kopie (von Destiny & Co.)" genau dazu zu führen, dass man eine (schlechte) Kopie abliefert...

    Naja, alles was bei der EA-Führung zu zählen scheint, war hier wohl "Wow. Es sieht gut aus!". Evtl. hätte der Kerl auch mal nachfragen sollen, wie sie das alles realisiert haben. Aber letztendlich legen es solche Führungsleute in Konzernen wie EA es ja gerade darauf an, so vorgeführt zu werden. Der Entwickler sagt sich "Wir haben zwar keinen Plan, wie wir das umsetzten wollen (oder können), wir legen dem "Boss" aber mal einen Fake vor, damit er das Projekt nicht gleich einstampft..." Alter...

    Naja, ich fand Inquisition nicht so schlecht. Habe es fast 500 Std. gespielt und war damit eigentlich immer zufrieden. Ähnlich Mass Effect: Andromeda: das fand ich lange nicht so schlecht, wie es die Kritiken behauptet haben. Dabei kommt naürlich weder Inquisition an DA: Origins, noch Andromeda an die alte ME-Triologie heran, trotzdem: ich fand die Titel lange nicht so schlecht, wie es überwiegend die Runde gemacht hat...

    Das wirkt halt einfach nicht zu Ende gedacht. Offenbar hat die "ursprüngliche" Frostbite-Engine nicht mal ne 3rd-Person-Kamera oder ein Speichersystem gekannt, was ja für solche Sachen Marke BioWare mehr oder weniger essenziell ist. Wenn man sich erst mal um solche vermeintlich lapidaren Sachen kümmern muss, die dann auch noch ewig Zeit und Ressourcen verbrauchen, dann wundert es mich ehrlich gesagt nicht, wenn der Rest dann nach hinten los geht.

    Umso unverständlicher ist mir deshalb auch, warum man Frostbite nicht gleich zu einer Universal-Engine entwickelt, von mir aus auch hausintern. Da nimmt man es lieber in Kauf, dass jeder ein wenig herumdoktert daran, um Probleme herumprogrammiert anstatt jene zu lösen und ähnliches. Und dann wundert man sich, wenn die Entwickler nicht rechtzeitig in die Pötte kommen. Letztendlich führt das auch mit zu einem "unfertigen" Release, also so Games mit nicht oder nur halbfertig entwickelten Elementen dann wg. Terminen usw. aus den Markt gekloppt werden. Man kann sie ja noch fertig patchen...

    Lustigerweise scheint das bei EA wirklich Konzept zu sein. "Wir sparen uns damit Lizenzkosten für irgendwelche (für jeweilige Zwecke besser funktionierende) Engines", blos merkt man offenbar nicht, dass der Schuss dann nach hinten losgeht, wenn man eben eine Engine hat, die für das jeweilge Konzept nicht geeignet ist oder explizit nicht dafür gemacht wurde... Dafür gibt es eigentlich nur einen Ausdruck: Missmanagement. Scheint dabei herauszukommen, wenn man nur auf Zahlen/Geld achtet, das man sparen kann... Alter...

    Durch so Aktionen wird mir EA ehrlich gesagt auch immer unsympathischer...

    Wenn man mit solchen Sachen bzw. Publishern konfrontiert wird, wundert es mich auch nicht, dass die eigentlichen Firmengründer von BioWare schon lange das (offenbar sinkende) Schiff verlassen haben. Ich würde als Unternehmer mit meinem eigenen Unternehmen auch nicht unter solchen Bedingungen arbeiten wollen...


    Bleibt aber imo noch immer offen, ob Anthem bzw. das Konzept dahinter ein implizit von EA aufgezwungendes Service-Game-Konzept ist oder ob sie sowas wirklich eigenständig haben machen wollen... Einerseits passt das ja gerade in die Ausrichtung von EA, andererseits hat man trotzdem versucht, das Rad neu zu erfinden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2019
  24. blither Well-Known Member

    blither
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    @Viewtiful Flo
    Deswegen muss es jemanden geben, mit Entwickler-Kompetenz, der unabhängig vom Studio an EA berichtet.
     
  25. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Oder es muss bei EA einen geben, der unabhängig von der Konzernleitung und Aktionären (also der "big money") an die Konzernleitung berichtet... mit entsprechender Fach-/Sachkenntnis. ;)
     
  26. Ghost Die Lachsschaumspeise! Moderator

    Ghost
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    Ist doch eigentlich auch das normalste von der Welt (würde ich jedenfalls denken), dass man sich als Geldgeber regelmäßig einen Überblick verschafft, wie es in der Entwicklung vorangeht und daran sollte natürlich jemand mit Fachwissen beteiligt sein, der das auch richtig einordnen kann und damit einem nicht das Blaue vom Himmel versprochen wird.
     
  27. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Ja, scheint "normal" zu sein... und wenn man die Aktion bei BioWare betrachtet, gleichzeitig auch nicht normal zu sein. Verstehe ich auch nicht.

    Bin jetzt mit dem kompletten Schreier-Artikel durch. Ist ja echt ein Wunder, dass sie überhaupt noch was aus Anthem machen konnten, bei all den Umständen bzw. Missständen. Damit ist schon ein anderer Blickwinkel auf Anthem möglich, u. a. hinsichtlich der wenig miteinander harmonisierenden Komponenten, die nicht bis zu Ende gedacht wirken, weil sie einfach nicht bis zum Ende gedacht werden konnten. Dem Spiel hätte vermutlich mehr Entwicklungszeit, also eine Verschiebung, gut getan. Auch hier macht sich der negative Einfluss seitens EA bemerkbar, auch wenn es hier imo BioWare selbst mehr verbockt hat, mit ihrer "BioWare Magic"... damit kann man sich wohl künftig nur noch den Hintern abwischen. Die scheinen sogar intern an den unterschiedlichen Standorten eher gegeneinander als miteinander gearbeitet zu haben. Und dass man auch die Expertise der The Old Republic-Entwickler offenbar einfach ignoriert hat, ist für nen Lainen nicht gerade verständlich.

    Ist aber schon ne feine Sache, mal annähernd hinter die Kulissen blicken zu können. Der Artikel von Kotaku ist da echt hilfreich. Lässt Anthem in einem neuen Licht erscheinen. Im positiven wie im negativen Sinne. ;)

    Ich werde es mir aber trotzdem irgendwann auch mal holen.
     
  28. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Auweia, mit Dragon Age 4 kündigt sich gleich die nächste Kat... äh... Anpassung an das "neue" Konzept an. Ist schon interessant, dass das komischerweise auf den Arbeiten von Anthem aufbauen soll... hoffentlich lernt BioWare aus seinen Fehlern, aber nacht der Aktion um Anthem hoffe ich ehrlich gesagt nicht mehr sehr viel...
     
  29. Lathander RPG Overlord

    Lathander
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    Was soll denn da gelernt werden. Bioware dürfte durch sein. Da erwarte ich mir nix mehr. Wobei es einige gab, die Inquisition noch gut fanden. Ich gehöre nicht dazu. Mass Effect Andromeda hab ich zwar mal gehabt, aber gar nicht mehr gespielt und Anthem kommt für mich nicht in Frage. Da der Cliffhanger von Inquisition zudem auch noch im DLC behandelt wurde, könnte mir DQ 4 egaler nicht sein.
     
  30. The Joker The Cake is a Lie

    The Joker
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    Ui so harte Worte von dir? Nett!;)
    Sehe ich aber auch so, deren Problem liegt ganz tief, dass ist mit netten Worten nicht zu beseitigen. Zeigen ja die letzten beiden Games, wovon ich Andromeda komplett durchgezockt habe und Anthem immerhin die Demo...
     
  31. Lathander RPG Overlord

    Lathander
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    Ich war nie der weltgrößte Mass Effect Fan. Hatte Mass Effect Andromeda mal günstig geschossen aber nachdem ich so viel Durchmischtes über den Titel gehört hatte und es zudem noch hieß, das Spiel hätte eine ziemlich lange Spielzeit, habe ich mir überlegt, wie viele andere Titel ich lieber spielen möchte und es wieder verkauft.

    Wenn ich zurückdenke, war Dragon Age II (das viele hassen) das letzte Bioware Spiel, das mir (abgesehen von dem schrecklichen Leveldesign der Dungeons) noch richtig viel Spaß gemacht hat. Da hat man sich wohl mit dem falschen Partner eingelassen...
     
  32. Soschiro Well-Known Member

    Soschiro
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    DA:I hatte mir auch ziemlich gut gefallen die Story war einfach Episch inszeniert und das man sein eigenes Schloss hatte war echt cool. Die Sidequests waren zwar kacke und die Drachenkämpfe mega einfallslos unterhalten hat es mich gut.

    Dafür fand ich bereits ME 2 schon um Welten schlechter als der erste.
     
  33. Lathander RPG Overlord

    Lathander
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    Mass Effect 2 (und 3) sind halt von der Spielstuktur her was völlig anderes als Teil 1. Während 1 noch versuchte, mehr Rollenspiel zu sein, waren die anderen Teile mehr Shooter mit linearen und in sich abgeschlossenen Levels. Ich kann das nicht so gut beurteilen, Mass Effect hatte auf mich nie die große Faszination, die es auf andere hatte.
     
  34. blither Well-Known Member

    blither
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    Von allen Mass Effect Spielen hat mir Andromeda (spielerisch) am besten gefallen :ugly:
     
  35. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Alter, jetzt macht ihr nen neues Fass auf.

    Also ich fand Inquisition richtig gut. Habe es knapp 500 Std. gespielt. Kann man sich aber durchaus darüber streiten, das ist schon klar. ME: Andromeda ist imo nicht so schlecht, wie es vielerorts dargestellt wrude. Klar, es kommt nicht an die "alte" ME-Triologie ran (v. a. an Teil 2 und 3), trotzdem war das nicht so schlecht, wie es häufig dargestellt wurde. Vielleicht erwarte ich aber auch nicht immer die Quadratur des Kreises, keine Ahnung. ;)

    Ich muss aber ehrlich gestehen, ich erwarte da auch nicht mehr sehr viel von BioWare... nach dem Anthem-Debakel. Scheint sich auch bei DA4 zu bestätigen, dass man offenbar nichts aus alten Fehlern gelernt hat. Oder vielleicht ist auch EA mit seinem Live-Service-/Games-as-a-Service-Fokus das Problem. Man kann aber nicht zwangsweise jede Marke auf diesen "Trend" trimmen, hat man ja bei Anthem gesehen, wenn man alte BioWare-"Stärken" mit neuem "Trend" versucht, zu kombinieren... naja, GaaS haben zwar durchaus ihre Existenzberechtigung, jedoch lässt sich das kaum mit eher singleplayerfokussierten RPGs Marke BioWare vereinbaren, wie mir scheint...

    Letztendlich bin ich auch enttäuscht, und erwarte folgich auch nicht mehr viel, auch wen DA eines meine Lieblingsfranchises ist in Sachen Videospielen. Auch DA2 fand ich weit weniger schlecht, als es oft kritisiert wurde, trotz der nervigen, recycelten Levelschläuche... Die Handlung war doch irgendwie cool...
     
  36. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Dragon Age II war ein schönes Beispiels dafür, wie durch Limitierungen (in diesem Fall Zeit und Geld) sehr interessante Konzepte und Ideen entstehen können. Natürlich waren die sich immer wiederholenden Dungeons nicht schön, aber der Fairness halber sollte man ebenfalls erwähnen, dass die Dungeons aus dem Vorgänger auch nicht das Gelbe vom Ei waren (vor allem die Zergen-Minen zogen sich ewig hin) und man den Großteil der Spielzeit von Inquisition damit verbringt, über tote Maps zu laufen. Das Leveldesign war noch nie die Stärke von DA, aber aus irgendeinem Grund muss DAII immer den Kopf herhalten.

    Ich fand das Spiel damals super und würde sogar soweit gehen und sagen, dass DAII mein Lieblings-DA ist. Es weicht angenehm stark von der Norm ab und ich lernte es wirklich zu schätzen, wie man hier eine persönliche Geschichte in einem kleineren Maßstab erzählte.

    Andromeda war ebenfalls ein wirklich tolles Spiel, das leider von einer hirnlosen Internet-Meute zu Tode "gememed" wurde und sich nie davon erholen konnte, obwohl diejenigen, die es gespielt haben, meistens der Meinung sind, dass es zwar Fehler hat, aber prinzipiell ein gutes Spiel ist. Mir hätte es mit weniger Leerlauf viel besser gefallen, aber ich bereue die 80 (?) Stunden nicht, die ich reingesteckt habe.
     
  37. The Joker The Cake is a Lie

    The Joker
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    Kann man so nicht stehen lassen, das Spiel hatte so viele Defizite und Mängel auf allen Ebene (rechnerisch, grafisch, inhaltlich, Story usw.), dass es die Wertungen und die Kritik in vollem Umfang verdient hatte. Sicher es gibt wirklich schlimmere Spiele, aber bei den Ressourcen, der Vorgeschichte war es einfach nur super enttäuschend.
     
  38. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Ja, das ist wahr. Das Leveldesign war noch nie die große Stärke von DA. Ich finde es aber auch weit weniger katastrophal, als es vielmals kritisiert wurde. Sicherlich, die Gebiete von DA:I hätte man mehr straffen können, v. a. die unbeliebten Hinterlande. Trotzdem, ich mochte DA immer, egal in welcher "Form".

    Ja, zu Tode "gememed" trifft es ziemlich gut heutzutage. Da kann man es quasi schon vergessen, wenn ein Spiel nicht gleich schon zum Release ankommt. Hat man ja bei Anthem auch gesehen... ob sich das Spiel jemals nochmal davon erholen wird, ist wohl mehr als fraglich. Ich habe Andromeda aber erst dann gespielt, wenn das gröbste schon gepatcht wurde (z. B. die Gesichtsanimationen u. a.). Kenne also den Releasezustand nicht wirklich. Das steht aber häufig generell im Konflikt zu der heutzutage gängigen Releasepolitik vieler Hersteller, Spiele quasi "unfertig" auf den Markt zu werfen und es dann irgendwann "fertig" zu patchen... das mag bei einem Early-Access-Titel zwar gehen, aber nicht bei einem Vollpreistitel, Service-Game hin oder her... Anthem ist da das beste Beispiel momentan. Doch da kam nicht nur das, sondern noch viel mehr zusammen, zugegeben.

    Gibt es auch irgend ein Spiel, dass man sowas nicht vorwerfen kann? Es muss deshalb nicht jedem gefallen, ich fand es aber in allen deinen Kritikpunkten mindestens solide bis gut. Man kann sich jetzt fragen, ob ein Spiel einer Reihe oder Serie immer das Rad neu erfinden muss, um zu gefallen... also imo nicht. Andromeda hat da nicht viel mehr falsch gemacht als das nächste Assassin's Creed usw. Naja, mich stören aber viele Sachen nicht wirklich, die dir vielleicht aufstoßen...
     
  39. The Joker The Cake is a Lie

    The Joker
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    Klar, den Guten kann man das nicht vorwerfen. Es ist ja keine 0/1 Bewertung, es gibt eine Skala und Andromeda war bei vielen Punkten entweder im Mittelfeld oder darunter.
     
  40. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Was sind rechnerische Mängel? Grafisch finde ich Andromeda abgesehen von einigen menschlichen Gesichtern wirklich schön, da kann ich nichts dran aussetzen. Inhaltlich ist es zu aufgebläht, aber alles, was direkt mit der Spielbarkeit zu tun hat (Steuerung, Gunplay, Skill-Pool) funktioniert recht gut und ist definitiv ein Schritt nach vorne gewesen. Bei der Geschichte musste das Spiel Federn lassen und hinkt der Trilogie weit hinterher, das ist richtig. Trotzdem gab's auch hier ganz interessante Partymitglieder mit denen es sich zu diskutieren lohnte und hier und da ein kleines Highlight bei der Hauptquest – wenn auch zu wenige für die enorme Spielzeit.

    Es ist weit von der Qualität von ME1-ME3 entfernt, aber das macht es nicht zu einem schlechten Spiel. Die ME-Trilogie ist eine Sammlung von Spielen wie es sie alle Jubeljahre mal gibt und bereits beim ersten gezeigten Material zu Andromeda war klar, dass wir ein solches Kaliber nicht bekommen würden. Aber losgelöst von diesen Vorurteilen und für sich alleine betrachtet ist Andromeda ein gutes Spiel mit Fehlern. Es ist ein Elex oder ein Vampyr oder ein Final Fantasy XV. Nicht poliert oder "perfekt" wie ein God of War oder Zelda, aber ein gutes Produkt mit dem man Spaß haben kann.
     
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