Call of Duty 4 / Ethisch fragwürdig?

Dieses Thema im Forum "Meinungen zum Heft" wurde erstellt von Elaine Marley, 10. November 2007.

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  1. Danke, mir wollte keine passende Formulierung einfallen. :)
     
  2. PhanZero Hell's Messenger

    PhanZero
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    Natürlich. Das ist auch keine Frage. Über die Medien lässt sich eine gewisse Beeinflußung, gerade bei weniger gut gestellten Leuten, leicht erreichen. Und das WIRD getan, ohne Frage - siehe Spiele wie "America's Army". Dennoch bin ich der Überzeugung, dass eine Auseinandersetzung mit moralischen und ethischen Fragen in einem Test nichts zu suchen hat - dafür fehlt in einem Test auch schlichtweg der Platz! Würde man da einen kleinen Kasten machen zu, wäre der nächste Thread vorprogrammiert: Das ist so nicht richtig [weil der Platz fehlte, es weiter auszuführen], das hätte man erwähnen müssen [hätte man getan, wenn Platz gewesen wäre], ... solch ein Thema kann man im besten Fall als Special aufbereiten. Und da wird dir hier niemals ein Redi eine Zusage geben, nach dem Motto "Ja, sowas werden wir bringen.".

    Um nochmal zu dem Posting zu kommen: Es ist in einer Diskussion ein unfeiner Zug, ständig jede andere Meinung abzuklatschen mit "euch fehlt die Intelligenz, die jenes, dies das und sowieso". Der einzige Sinn und Zweck in dem Posting ist der, die Diskussionsteilnehmer zu demotivieren. Recht haben - nicht um der Sache, sondern um des eigenen Ego willen.
     
  3. Naja, wenn jetzt Platzgründe der einzige Grund wären, frage ich mich schon, wieso das bei MH wiederum ging, bzw, wieso die Konkurrenz auch mit wenigen Anmerkungen im Meinungskasten zum Nachdenken anregen konnte, ohne gleich den Zeigefinger zu heben.

    Aber vielleicht stelle ich an einen Test einfach auch andere Ansprüche. Es wäre jedenfalls wünschenswert, wenn die Redaktion doch mal das Thema auf die ein- oder andere Weise aufgreift, allemal interessanter als das x.te Special zu irgendeinem Spiel wäre es jedenfalls.
     
  4. PhanZero Hell's Messenger

    PhanZero
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    @Sam Hain
    Naja, MH überschreitet wohl eine andere Grenze als CoD4. Denke, dass also nicht nur der Platz der Grund dafür war, sondern das man auch bei CoD4, anders als bei MH, keinen grossen Anlass für einen solchen Hinweis sah. Kann ich nur mutmaßen, allerdings muss ich sagen, das ich im Rahmen des Reviews auch keinen Anlass dafür sehe.

    Und ich meinte das mehr bezogen auf den Punkt, dass wenn nun ein kleiner Kasten beim Test gewesen wäre, dieser auch wieder für nicht ausreichend befunden worden wäre.
     
  5. Der einzige der hier wirklich Ahnung von Geschichte hat daß ist Sam Hain einige andere hatten entweder Geschichtsunterricht mit den Büchern von 1940 oder mit der Bild Zeitung!
    90% wurden gezwungen, ja klar und wie erklärt sich eine Gesamtopferzahl von 60 Millionen Menschen!
    Der Bruder meiner Oma ist in Afrika gefallen, also dort wo Call of Duty 2 spielt, trotzdem habe ich kein Problem damit Call of Duty 2 zu spielen.
     
  6. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Sorry, aber ich kann ja nur bewerten was Du schreibst, und Du redest ständig davon daß es DICH nicht beeinflußt und daher nicht diskussionswürdig ist.

    Da kannst Du aber nicht nur von Dir auf andere schließen, die werden möglicherweise sehr wohl davon beeinflußt, wie mein kleines Beispiel zeigen sollte. Und ja, da werde ich irgendwann stinkig wenn man seine Argumente klar scheibt und die dann mit Absicht oder wegen Unverständnis verdreht werden.
     
  7. PhanZero Hell's Messenger

    PhanZero
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    @Rick Tamarov
    Das Problem ist aber doch: Wir reden hier über die Situation in Deutschland, du führst einen "John Brown" an, den Durchschnitts-Amerikaner. Sicher gibt es auch hier Individuen, die sich durch Medien (negativ) beeinflussen lassen, das steht soweit ausser Frage. Man muss sich aber auch fragen: Wie gross ist dieser Anteil an der Zahl der gesamten Spielerschaft? Macht es Sinn, auf etwas mit dem Finger zu zeigen, was einen geringen Teil der Spieler trifft? Der Logik nach müsste man Werbung für Kindermode verbieten oder zumindest kritisieren, weil sich Pädophile dran "anregen" könnten.

    Ein weiteres Problem: Auch wenn es nicht die Intention der Macher ist - ALLES, was du aufnimmst, beeinflusst dich in irgendeine Richtung, mehr oder weniger. Es weckt Emotionen, und die lösen natürlich auch etwas bei dir aus. Nur haben die meisten von uns gelernt, mit ihren Emotionen umgehen zu können. Ein geringer Teil der Bevölkerung hat dies nicht gelernt - da aber wie gesagt ALLES dich beeinflussen kann, sind nicht die Spiele das Problem und auch nicht eine fehlende Diskussion über deren Inhalte, sondern ganz klar der Umgang dieser Personengruppe mit (nicht nur medialen) Reizen. Ich sehe aber keinen Grund, weswegen da ein Spielemagazin jetzt nicht mehr deswegen schreiben sollte, dass ein Spiel ein Knaller ist und stattdessen besser immer wieder einen Test mit einem Kasten versieht, in dem auf die Beeinflussbarkeit durch Medien hingewiesen wird. Denn darauf würde es hinauslaufen. Und wo wird die Grenze gezogen? Ab wann sollte es erwähnt werden? Wie gesagt ist meine Grenze nicht deine Grenze, wer bestimmt also, ab welcher "Härte" ein solcher Kasten angebracht ist? Wenn man "Landsleute" abschiessen muss oder wenn es generell Waffen gibt? Fragen über Fragen...
     
  8. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Das Beispiel mit dem Amerikaner war das Extrembeispiel, sozusagen damit es jeder hier kapiert.
    Aber mir geht es grundsätzlich um den Punkt daß hier in den Medien Feindbilder aufgebaut werden und damit unwahre Bilder über fremde Völker erzeugt werden. (Zumindest bei einem Teil der Bevölkerung). Keine gute Vorraussetzung für ein friedliches Miteinander auf diesem Planeten, und im Falle der Amerikaner sicher auch so gewollt. Das kann und will ich nicht gutheißen.

    Streiten können wir uns jetzt darüber ob man das in einer Spielezeitschrift diskutieren muß oder nicht. Bei Filmen wird es in den Rezensionen thematisiert, und meine Meinung ist daß es bei Spielen auch sein müßte damit sie als Medium ernst genommen werden.
     
  9. Fragt sich, was zuerst da war. Ich glaube, dass bei den betroffenen Menschen dieses Feindbild schon vor den Medien da war. Solche Produktionen wie Rambo oder CoD verstärken es nur.

    Kann man ja auch am Beispiel des 11. Septembers sehen: Erst seit diesem Zeitpunkt mutierten die arabischen Völker zum Feindbild Nummer 1. Die Firmen produzieren also jene Produkte, die die Leute auch spielen/ansehen wollen.
     
  10. derubor_indaril In grief for a brother

    derubor_indaril
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    Ich hab das weiter oben schon mal angeführt, aber scheinbar hat es nicht jeder gelesen. Auch in radikal islamistisch geführten Ländern werden Kinder auf das idealisierte Feindbild des bösen Westens herangezogen. Die werden teilweise von Hasspredigern regelrecht darauf trainert den Westen zu hassen. Nicht nur die Amis machen so etwas.
    Wenn man in CoD4 während der Sequenz nach der Schiffsmission mal genau auf die Untertitel achtet, wird da nur gegen den Westen aufgewiegelt (<--heißt das so?:confused: ). Also sagt das Spiel doch von vorneherein, dass alle an diesem fiktiven Konflikt beteiligten Parteien idealisierte Feindbilder haben.
    Warum immer nur auf den Amis und den Briten herumgehackt wird, kann ich zwar nachvollziehen, die haben beide in letzter Zeit einen Haufen Scheiße angestellt, aber nicht verstehen. Sicher, beide Nationen halten viel von ihren Streitkräften, aber sie deswegen gleich verteufeln zu wollen, halte ich für sehr übertrieben.
     
  11. Auch wir haben jede Menge Menschen, die sich beeinflussen lassen, sondt wäre die BILD nicht die meistverkaufteste Zeitung hier in Deutschland, würden Menschen ohne Perspektive sich nicht von irgendwelchen Rattenfängern verführen lassen usw.

    Und wie gesagt, man kann sich schon einen Kopf darüber machen, dass die Bundeswehr einen Stand ausgerechnet auf einer Videospielmesse hat...;)
     
  12. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Aha, und wodurch hat die breite Masse dieses Feindbild des bösen Russen entwickelt? Am Ende des zweiten Weltkriegs waren Russland und Amerika verbündete, und kein Amerikaner wurde in einen direkten Konflikt mit Russland geschickt. Kannst Du mir bitte mal erklären warum jemand, dem von einem Volk niemals Böses wiederfahren ist, - einfach so- ein Feindbild gegen dieses Volk entwickeln soll?
    Schon in "True Lies" waren die arabischen Terroristen das Feindbild, und schon vor dem 11.September schwelte dieser Konflikt. Vielleicht hilft mal auch ein Blick ins Geschichtsbuch für die Erkenntnis daß der erste Golfkrieg auch vor besagtem nine eleven stattfand.

    Somit an Dich und

    @derubor_indaril

    der Denkanstoß was wohl zuerst da war, die Henne oder das Ei. Läßt sich heute wohl schwer sagen, aber ein weiterführen der momentanen Politik wird diesen Kreislauf aus Aktion und Reaktion nicht beenden, und die Amerikaner müssen sich fragen lassen ob es nicht vielleicht einfacher wäre aus der Position von Reichtum und Stärke die Hand zu reichen.
    Mit Kriegen gegen Staaten ist der Terrorismus ohnenhin nicht aus der Welt zu schaffen, eher das Gegenteil ist der Fall. Also entweder ist die amerikanische Führung zu blöde das Einzusehen oder der Status Quo ist gewollt oder wird zumindest billigend in Kauf genommen und für die eigenen politischen Ziele sogar genutzt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2008
  13. Weil es damals zahlreiche Konflikte zwischen den USA und den kommunistischen Staaten gab? Sei es der Korea-Krieg, die Kuba-Krise oder ähnliches. Solche Szenarien werden dann natürlich auch von der Unterhaltungsindustrie verwendet.

    Klar, gab es arabische Terroristen auch früher. Aber Anfang der 90er Jahre waren sie halt ein Feindbild unter vielen. Mit dem Anschlag von 9/11 haben sie sich natürlich ganz an die Spitze der westlichen Feindbilder befördert. Durch den höhren Bekanntheitsgrad, ist natürlich auch der Anreiz für die Unterhaltungsindustrie größer, so etwas in einem Spiel oder Film zu verwenden.

    "Hand zu reichen" ist gut. Ich will ja jetzt nicht den Irak-Krieg verteidigen, aber wie stellst du dir das mit dem "Hand reichen" denn vor. Wem sollen sie denn "die Hand reichen"?
     
  14. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Es gab Stellvertreterkriege die mit der entsprechenden Propaganda eben vor der eigenen Bevölkerung auch vertreten werden mußten. Filme und Medien dienen da der Unterstützung oder laufen eben einem Trend nach. Bleibt trotzdem der Fakt daß Feindbilder nicht einfach so geschaffen werden sondern "gemacht" werden. Und Videospiele sind da ein gutes Mittel unter anderen.

    Als das Feindbild des bösen Russen ausgedient hatte bzw. nicht mehr oportun war wurde es eigentlich ziemlich schnell durch das des bösen arabischen Terroristen ersetzt. Was waren denn die vielen anderen Feindbilder die es da in den Medien noch gab?
    Bestenfalls noch die bösen Nordkoreaner, die zeitweise gerade nochmal wiederbelebt werden, aber sonderlich präsent ist dieses Feindbild nicht.

    Um Frieden zu bekommen muß eine Partei den ersten Schritt machen. Im Prinzip geht es um die Frage ob man grundsätzlich bemüht ist ein friedliches Miteinander zu haben, das sind die Amerikaner definitiv nicht. Den ersten Golfkrieg konnte man mit viel gutem Willen noch als "Befreiung Kuwaits" durchgehen lassen, der zweite war definitiv ein aggressiver kriegerischer Akt der gemacht wurde bevor die politischen Möglichkeiten ausgeschöpft waren.

    Der erste Schritt dieses "Hand reichens" wäre also vielleicht mal die Unterlassung von Aggresionen seitens der Amerikaner.
     
  15. derubor_indaril In grief for a brother

    derubor_indaril
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    Scheinbar hast du mich nicht ganz verstanden. Mir ging es darum, das alle nur auf den Amerikanern rumhacken, da diese momentan den Islam zum Feindbild Nummer Eins gemacht haben. Aber keiner sagt auch nur ein Sterbenswörtchen darüber, dass einige Nationen im Nahen Osten auch pauschal den gesamten Westen zum Feindbild Nummer Eins erklärt haben. Ich stehe hierbei jedoch nicht auf der Seite der Amerikaner, ich sage das, weil es so ist.
    Die Amis haben Filme und Bücher, die das Feindbild prägen, im Islam gibt es die sogenannten Hassprediger. Beide Seiten in diesem, nennen wir es mal so, Krieg wiegeln das Volk auf. Und beide Seiten machen Dinge, die eigentlich ein Fall für's Kriegsgericht wären.
    Klar, der Krieg gegen den Terrorismus ist teilweise nicht gerechtfertigt (Irak), aber der Terrorismus ist weit schlimmer. Hast du dir darüber schon mal Gedanken gemacht? Am 11. September sind tausende Unschuldiger gestorben. Und das wegen zweier Männer, die einen Krieg wollten. Bin Laden wollte den Krieg, um den christlichen Westen zu vernichten und Bush wollte einen Krieg nur um des Krieges willen. Dennoch ist der Kampf gegen den Terrorismus eine bessere Sache, die ich trotzdem nicht unterstütze.
     
  16. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Nur die Medien machen diesen "Kampf gegen den Terrorismus" zu einer besseren Sache. Die USA haben im Golfkrieg zivile Opfer billigend in Kauf genommen. Gefangene werden bereits auf Verdacht in Kriegsgefangenenlager gesteckt (Guantanamo) und es wird versucht anderen Völkern mit Gewalt die Ansichten der USA aufzudrücken.
    Terrorismus ist durch nichts zu rechtfertigen und ein Verbrechen, wird aber von "Einzeltätern" begangen. Die USA betreiben ihren Völkerrechtswidrigen Krieg als Staat. Daß das eine ganz andere Qualität hat sollte klar sein.
    Einem gebildeten demokratischen Volk sollte eigentlich klar sein daß das nicht die richtige Vorgehensweise ist. Deswegen werden Feindbilder geschaffen um Unterstützung für den Krieg aufzubauen.

    Meinst Du wirklich man kann Terrorismus mit Krieg bekämpfen? Jedes zivile Opfer, jede fehlgegangene Bombe in ein Wohngebiet und jegliche Represalien gegen die Bevölkerung eines Landes (als Beispiel Irak) bilden den Nährboden auf dem neuer Terrorismus gedeihen kann.

    Die Verschwörungstheorien daß nine-eleven eigentlich vom CIA geplant und durchgeführt wurde ist sicherlich Schwachsinn, aber diese Theorien kamen zustande weil nine-eleven der Bush-Regierung für ihre Pläne VERDAMMT zupass kamen.

    Der "Kampf gegen den Terrorismus" ist doch nur der Vorwand damit das Wahlvolk den Krieg billigt, der wahre Grund ist doch daß die USA die von ihr geführten Kriege dringend braucht um seinen Bürgern den Lebensstil mit viel zu hohem Ölverbrauch und einer auf Schulden gebauten Wirtschaft zu ermöglichen und das Außenhandelsdefizit auszugleichen.

    Die Schritte dazu sind die Bevölkerung in Angst zu versetzen in dem man Feindbilder schafft und Bedrohungen in den Köpfen der Bürger erschafft oder reale Bedrohungen ausschlachtet und überstilisiert. (In dieser Hinsicht war 9-11 für die Bush-Regierung quasi ein Sechser mit Superzahl). Ein dermaßen verängstigtes Volk kann besser kontrolliert werden und Gelder können aus den Sozialsystemen in die Rüstungsindustrie umgeleitet werden. (Das kurbelt die Wirtschaft wesentlich besser an als ein paar Sozialhilfeempfänger die importierte Bananen kaufen) Als netten Nebeneffekt bekommt man noch reichlich Zulauf an Freiwilligen für die Armee (Patriotismus ist doch was Feines). Danach erfindet man noch eine Bedrohung aus erfundenen Massenvernichtungswaffen um vor der UN die natürlich nicht so leicht zu täuschen ist nicht das Gesicht zu verlieren und danach kann man ganz gemütlich und mit reinem Gewissen eine kleine Diktatur die nciht nach der amerikanischen Pfeife tanzt und deren Land reich an Öl ist (sonst lohnt das die Mühe ja nicht) zurück in die Steinzeit bomben. Und wenn der nicht gefügige Staatsführer nicht selbst böse genug ist hat man ja immer noch die Medien um ihn zu einem Monster zu machen.

    Nun war Hussein natürlich bei Gott kein Heiliger und Ihn aus der Welt zu schaffen natürlich nicht unbedingt etwas schlechtes, aber beim Umgang mit anderen Völkern heiligt der Zweck eben nicht die Mittel. Die große Masse an Irakern kann nämlich herzlich wenig für die Diktatur (die Amerikaner hatten da selbst weit mehr Schuld dran, denn die haben Hussein Ende der 70er geholfen an die Macht zu kommen) und daran was selbige so getrieben hat.

    Merke: Die Geschichtsbücher schreiben IMMER die Sieger.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2008
  17. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Nur noch eine Frage: Dir ist bewußt daß Bin Laden vom CIA trainiert und mit Waffen und Geldern ausgestattet wurde um die Russen in Afganistan zu bekämpfen?

    Schöne billige Methode ohne daß man tapfere Amerikaner in Gefahr bringen muß.
     
  18. ElCoyote Jen's Lover

    ElCoyote
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    Kann die ganze Diskussion nicht nachvollziehen. Ist doch ein Spiel mit Jugendverbot, oder? Also für Erwachsene. Ich brauche als Erwachsene in so einem Spielehintergrund keine moralisch-ethischen Stellungnahmen der Redaktion, in so einem Spiel ist mir klar, was mich erwartet.
    Ansonsten müßte man dann auch zB über das offensichtlich sexisitische Weltbild der DOAX-Produzenten "moralische Meinungskästen" einbauen.
     
  19. Sehe ich wie gesagt überhaut nicht so: Die Feindbilder werden durch die Tagesaktualität geschaffen. Die Medien verstärken diesen Effekt dann "nur" mehr - von grundauf erschaffen kann so ein Feindbild aber weder ein Spiel noch ein Film oder sonst ein Medium. Und selbst verstärkt kann ein solches Feindbild auch nur bei manchen wie von dir beschriebenen John Browns werden, die grundsätzlich ganz andere Probleme haben und deshalb leicht zu beeinflussen sind.

    Ist ja auch logisch. Wenn in den Tageszeitungen fast nur mehr über arabische Terroristen zu lesen ist, dann ist es natürlich nur eine Frage der Zeit bis sich die Unterhaltungsindustrie darauf stürzt. Diese Tagesaktualität ist ja auch förderlich für die Verkaufszahlen. Die Unterstützung des US-Militärs ist dann zwar hilfreich für die Spielefirmen, aber sicherlich nicht ausschlaggebend, um ein solches Spiel zu finanzieren.

    Da gebe ich dir grundsätzlich recht und der Irak-Krieg war sicherlich entbehrlich.

    Jetzt ist er aber schon passiert und ich weiß nicht, ob es vernünftig wäre, von heute auf morgen alle Truppen zurückzuziehen. Wenn's da eine perfekte Lösung geben würde, wären sicherlich alle Beteiligten froh. Diese ist derzeit aber leider nicht in Sicht.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31. Januar 2008
  20. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Glaubst Du das wirklich?

    Es ist noch nicht so lange her daß ein Land ein Feindbild geschaffen hat das sicher nicht durch tagesaktuelle Ereignisse bedingt war, trotzdemwurden Menschen wie Du und ich "von einem Tag auf den anderen" von ihren Nachbarn angefeindet, beraubt, verletzt und letztendlich mit der Billigung oder zumindest unter dem Wegschauen eines ganzen Volkes verschleppt und vernichtet. Nur weil Sie einen anderen Glauben hatten.

    Meinst Du wirklich daß es damals tagesaktuelle "Ereignisse" gab die als
    Rechtfertigung für einen Massenmord ausgereicht hätten und nur von den Medien "verstärkt" wurden?

    Wirklich Early, wenn man so schrecklich naiv und unwissend ist sollte man sich bei solchen Diskussionen vielleicht lieber zurückhalten.
     
  21. Naja, hier sprechen sich ja einige ältere User für so eine Diskussion aus, und wie gehabt, bei anständigen Filmreviews wird ja auch auf den Inhalt eingegangen.

    Als Beispiel sei mal Hostel genannt, in fast jedem Review wurde ja der Inhalt kritisiert.

    Und eine Altersfreigabe kann auch nicht immer als Maßstab gelten - in Österreich und in der Schweiz, wo die GP ja ebenfalls erhältlich ist, handelt es sich lediglich um Altersempfehlungen, nicht um eine bindende Altersfreigabe.
     
  22. Erstens war der Anti-Semitismus keine Erfindung der Nazis, die sie "von einem Tag auf den anderen" mit Propaganda unter die Leute brachten. Zweitens war die Medienlandschaft des dritten Reichs bei weitem nicht mit jener im Westen zur heutigen Zeit zu vergleichen. Wenn du das versuchst, machst du dich nur lächerlich.

    "Lernen Sie Geschichte, junger Mann!", würde ein österr. Altkanzler auf solche Aussagen antworten.

    Also Ich habe nicht die Medienlandschaft der heutigen USA mit jener des dritten Reichs verglichen. Soviel zum Thema "naiv und unwissend".
     
  23. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Nein, aber Du gehst einfach unwissend davon aus daß die Medien in Amerika da völlig frei handeln, das darf man zumindest bezweifeln. Dann behauptest Du Feindbilder könnte man nicht schaffen, nur um das Gegenteil zu beweisen war der Dritte-Reich Vergleich gedacht. Natürlich wurde da ein schon vorhandener Anti-Semitismus ausgenutzt. Daß das aber auch ganz ohne geht wurde ja schon in einem amerikanischen Experiment bewiesen. (Es gibt da einen Film "Die Welle" dazu, basiert auf diesen realen Begebenheiten, solltest Du Dir vielleicht mal anschauen.)
    Und das Feindbild der "bösen Kommunisten" war definitiv ein vom amerikanischen Staat gemachtes.

    Letztendlich ist aber für die Diskussion auch irrelevenat, im Kern ging es mir ja darum daß mit Spielen wie CoD4 und ähnlichen Inhalten in den Medien einfach ein Feinbild Erzeugt/gefestigt wird und dies dann für politische Zwecke eingesetzt wird. Würden die Medien den Amerikanern permanent erzählen daß die meisten Moslems eigentlich friedfertige Leute sind wäre es für die Bush-Regierung sicher sehr viel schwieriger den Krieg vor dem eigenen Volk zu rechtfertigen bzw. die Legitimation zu erhalten. Letztendlich könnte man diese Erschaffung/Festigung von Feindbildern mit Volksverhetzung gleichsetzen. Ob diese dann staatlich angeordnet wird oder einfach so entsteht tut eigentlich nichts zur Sache, zumindest komtm sie der amerikanischen Regierung nicht ungelegen. Und letztendlich kommen wir zur Grundfrage ob es moralisch vertretbar ist solche Feinbilder zu benutzen oder zu erzeugen nur um eine "tolle und realistische Show" hinzulegen.
     
  24. Nenn mich gutgläubig, aber das diese Riesen-Maschinerie kontrollierbar ist, will ich einfach mal bezweifeln.

    Als Beispiel nenne ich mal die ganzen Kriegs-kritischen FIlm-Produktionen in den letzten drei Jahren. Gerade die Verantwortlichen der Medien-Szene haben sich immer klar gegen diesen Krieg ausgesprochen.

    "Die Welle" kenne ich und da war es auch wirklich so. Aber bei so einem Fall muss schon wirklich alles zusammenspielen. Bei den "bösen Kommunisten" spielte aber sicherlich auch die Tagespolitik eine große Rolle. Andererseits darf man natürlich auch nicht vergessen, dass die Medienlandschaft in den USA nicht mit der heutigen zu vergleichen ist. Damals war das sicher alles leichter zu beeinflussen.


    Also selbst im schlimmsten Rambo-Film habe ich noch nicht gesehen, dass alle Moslems über einen Kamm geschoren worden sind. Deshalb finde ich auch, dass solche Spiele/Filme noch weit von einer Volksverhetzung entfernt sind.

    Moralisch fragwürdig sind manche Szenen schon immer gewesen und deshalb bin ich natürlich auch für eine kritische Auseinandersetzung damit - auch in Spiele-Mags wie der Gamepro.

    Was ich NICHT will, sind allerdings eventuelle Verbote, Kürzungen oder übertriebene politische Korrektheit bzw. gezielten Anti-Amerikanismus.
     
  25. Stimmt Rambo kämpfte im dritten Teil mit den Taliban gegen die Sowjets. Das war die Zeit da waren die Taliban noch die Guten. Ja es mag den ein oder anderen verwirren, solche Zeiten hat es auch gegeben.
     
  26. derubor_indaril In grief for a brother

    derubor_indaril
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    Ich weiß nicht, hab ich so eine komplizierte Schreibweise, dass man mich nicht versteht?
    Jeder hackt nur auf den Amis rum, weil denen vorgeworfen wird, dass sie idealisierte Feindbilder haben. Aber einige Länder im Nahen Osten haben die auch. Da wird Kindern in der Schule von Hasspredigern beigebracht, den Westen und all seine Wertvorsstellungen zu hassen.
    Und ich habe keinesfalls den Krieg gegen den Terrorismus gutgeheissen, ich sagte nur, dass er eben eine bessere Sache ist. Von zwei Übeln wählt man immer das kleinere.
    Und dass die US-Regierung den Taliban und Saddam Hussein geholfen haben ist mir auch klar. Wie gesagt, die haben auch einen Haufen Dreck am Stecken.

    Ich hoffe, dass ich mich mit diesem Post endlich einmal verständlich ausgedrückt habe, jedenfalls so, damit endlich mal jeder versteht, dass ich nicht auf der Seite der Amerikaner stehe. Im Krieg sterben Menschen, als Rotkreuzler hab ich es mir zur Aufgabe gemacht, Menschenleben zu retten. Und jetzt hab ich noch ein Zitat, das meine Einstellung zum Krieg verdeutlicht:

     
  27. Damit meinte ich eher, dass so gut wie nie das Volk oder die Religion als böse dargestellt wird, sondern nur deren Führer.
     
  28. Aber ein Übel bleibt ein Übel. Nur weil die Koranschulen in arabischen Ländern den Hass gegen den Westen schüren, rechtfertigt dies nicht ebenso zu handeln. Die US-Medien hatten sicherlich ihren Anteil daran, dass Afroamerikaner in den USA von einigen Bürgen immer noch mit Misstrauen betrachtet werden.
     
  29. Scientology? Keiner redet über Hubbard, alle reden nur von Scientology.
     
  30. Das hat Hubbard ja auch erfunden. Hubbard=Scientology!
     
  31. Kann man bei einer Glaubensrichtung wirklich von Erfinder sprechen? :denk: Interessante Frage, die absolut nix mit dem Thema hier zu tun hat. Ach, ich spar mir das weitere Offtopic.
     
  32. falconer Well-Known Member

    falconer
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    Berlin
    Es ist vollbracht!!!

    Nach 26 Seiten Diskussion landen wir endlich beim wahren Übel: Scientology steckt hinter dem fragwürdigen Erfolg von CoD4.

    Oder habe ich jetzt was falsch verstanden?
     
  33. Sorry aber was hier abgeht ist echt nur:lol:
    Bleibt doch mal bei dem Spiel selber und warum dieses Ethisch fragwürdig ist und springt nicht von Punkt A auf B und C und so weiter, man kommt beim lesen gar nicht mehr zu Recht:rolleyes:
     

  34. Tom ist schuld :ugly:
     
  35. Wenn ich dieses Forum richtig vesrtehe ist es so:havokschuld:
     
  36. Ach deswegen rufen die Soldaten dauernd "Let's clean up this place".:ugly:
    Schlimm, diese unterschwellige Gehirnwäsche.;)
     
  37. Jetzt weichen wir so richtig vom Thema ab :ugly:
     
  38. Warum nicht? Mohammed, die Bibel-Schreiber - das muss ja alles mal wer erfunden haben. Sonst würde es das Zeug ja auch nicht geben. ;)
     
  39. Rick Tamarov Well-Known Member

    Rick Tamarov
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    Anscheinend schreibe ich auch zu unveständlich.

    Und? Wir halten unsere Wertvorstellungen natürlich für richtig, aber sind sie das WIRKLICH? Wir beuten die Dritte Welt aus, verschmutzen die Erde, verschwenden die Resourcen und versuchen noch den anderen Ländern unsere Weltanschauung aufzudrücken.
    Gutheißen kann ich den Hass auf den Westen natürlich auch nicht, aber ich kann ihn wenigstens VERSTEHEN, denn er wird von uns bzw. vor allem von den Amerikanern GEMACHT. Amerika ist ein reiches Land mit genug eigenen Resourcen, die sollten eigentlich die Möglichkeit haben einigermaßen komfortabel zu leben ohne ärmere Länder ausbeuten zu müssen. (zumindest könnten sie um einiges besser leben als die armen Länder die von ihnen ausgebeutet werden.) Und Du erwartest jetzt tatsächlich daß die armen Länder den ersten Schritt Richtung Frieden tun? Süß!

    Dieser "Krieg gegen den Terrorismus" ist nur ein Vorwand, denn mit dem Krieg bereitet man den Nährboden für weiteren Terrorismus.

    Zwangsläufig kommen bei diesem Krieg auch unschuldige Zivilisten um, meinst Du wirklich daß deren Angehörige die Amis für die GUTEN halten?
    Aus der (medienbeeinflußten) Sicht der Amerikaner ist der Krieg eine gerechte Sache, aus Sicht der leidenden Bevölkerung gegen die dieser Krieg auch geführt wird ist es ein Unrecht. (Übrigens ja auch aus Sicht der UN).

    Die Amerikaner liefern den Hasspredigern also die Argumentationshilfe, jetzt kann man fragen was zuerst da war, die Henne oder das Ei. Da muß man dann aber tief in der Geschichte graben und wird dann feststellen daß dieser Krieg schon viel länger schwehlt als ein paar Jahre, und wenn man nicht grundlegend am Miteinander (oder in diesem Fall "Gegeneinander") etwas ändert wird er wohl auch noch ewig gehen.

    Aber ich glaube nicht daß die Führung der USA da ein wirkliches Interesse daran hat und ich behaupte daß die Völker im Nahen Osten nicht die Möglichkeit dazu haben.

    Das amerikanische Volk kann man mit genug Manipulation durch die Medien ja vielleicht täuschen, aber ich glaube nicht daß die Führung so dämlich ist daß sie nicht genau wissen WAS sie da eigentlich tun.
     
  40. Wobei man natürlich schon sagen muss, dass in der gesamten Menschheits-Geschichte noch nie eine Bevölkerung so glücklich und frei war, wie die jetzige westliche Bevölkerung. Perfekt ist natürlich nichts, aber was in unseren Breitengraden phasenweise praktiziert wird, ist nun mal jammern auf hohem Niveau.

    Und zu den ärmeren Ländern: Da sind die Länder meist selber schuld. Ohne westliche Hilfe würde es da noch ganz anders ausschauen.

    Das klingt schon ziemlich paranoid. Ich bin zwar auch der Meinung, dass der jetzige Irak-Krieg kontraproduktiv war, aber ich glaube nicht, dass die US-Regierung den Terrorismus absichtlich fördern will. Abgesehen davon, ist es sowieso ein Was-wäre-wenn-Spiel. Ob's jetzt ohne Irak-Krieg soviel besser in der Welt augesehen hätte, ist sowieso fraglich.

    In Amerika ist der Krieg übrigens ebenfalls mehr als umstritten. Da stellst du die amerikanische Bevölkerung mal wieder dümmer hin, als sie ist.

    Als langfristige Lösung würde mir nur eine Abkehr der Religionen einfallen, die sich wohl bei beiden Seiten positiv auswirken würde. Ist leider nicht wirklich realistisch.

    Nette Verschwörungs-Theorie. Warscheinlich glaubst du auch, dass die Mondlandung ein Fake war.

    Wie schon gesagt: JETZT auszusteigen geht einfach nicht von heute auf morgen. Und vor fünf Jahren war es nicht abzusehen, dass sich der Irak-Krieg so entwickeln würde.
     
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