Der eigene Rückgang des Skills - Wenn selbst Normal zu hoch ist

Dieses Thema im Forum "Spiele-Forum" wurde erstellt von SturmGolem, 9. Januar 2020.

  1. SturmGolem Well-Known Member Moderator

    SturmGolem
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    Mir ist seit geraumer Zeit etwas klar geworden: Mein Videospiele-Skill lässt nach. Ich beziehe mich da nicht nur auf Multiplayer Matches, sondern auch auf Einzelspieler Erfahrungen.

    Bestes und neustes Beispiel gerade: Resident Evil 2. Ich befinde mich in einem Bosskampf und habe maximal eine Heilflasche zur Verfügung. Ich sterbe immer und immer wieder, bis mir das Spiel zum dritten Mal anbietet, den Schwierigkeitsgrad herunterzustellen. Ich gebe klein bei, weil ich keine Geduld mehr für diese Ereignisse habe. Der Boss ist besiegt, aber ein Nachgeschmack bleibt trotzdem. Und dieser ist bitter.

    Wenn ich mal so zurückdenke, waren Spiele wie Halo, Dynasty Warriors, Gauntlet, diverse MMORPG's usw. zwar knackig, aber nach ein paar mal total machbar(ich rede hier von den höchsten Schwierigkeitsgraden). Bin bis heute sogar stolz darauf, das Spiel "Vanquish" durchgespielt zu haben. Der höchste Grad war dort glaube ich Extrem. Oder nehmen wir die Guitar Hero Spiele auf Experte. Es war fordernd, aber der Spaß ging trotzdem Hand in Hand mit der Herausforderung.

    Die Souls-Reihe ist ein weiteres Beispiel. Das Spiel schreit gerade danach, dich zu verprügeln. Es will dir zeigen, was du falsch gemacht hast und was du erreichen kannst. Bis dato habe ich alle Souls Spiele durchgezockt, ein paar davon auch im NG+. Aber auch hier kam dann wieder ein tolles Beispiel: Nioh.
    Hat den selben Stil wie die Souls-Reihe, es will dasselbe erreichen, aber ich gebe auf. Direkt beim ersten richtigen Boss, weil mir der Weg zu dumm ist und die Kraft fehlt. Es ist also nicht nur ein Rückgang des Skills, sondern auch ein Rückgang der Geduld und der Psyche. Das gleiche geschah übrigens auch bei Sekiro.

    Es ist klar, dass man nicht perfekt spielt, wenn man unkonzentriert ist. Darum geht es mir gar nicht. Und wenn andere sagen, sie haben dies und das sofort geschafft, dann freue ich mich darüber. Worüber ich mich dann aber noch mehr freue, ist wenn es einen "Story" Schwierigkeitsgrad gibt, der einem nur das Erlebnis vermitteln möchte, aber viel einfacher als "Normal" ist. Und man siehe da, ich greife darauf zurück. Bin erst froh darüber und dann kommt der Gedanke, wie man so schlecht werden konnte.


    Habt ihr das auch? Denkt ihr, ihr seid besser oder schlechter geworden? Woran kann das liegen, dass man schneller aufgibt? Würde mich gerne mal interessieren, was ihr dazu denkt.
     
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  2. blither Well-Known Member

    blither
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    Habe bei mir einen sehr ähnlichen Prozess bemerkt. Und speziell durch Dr. Kawashimas Gehirnjogging wird es mir aktuell sehr bewusst gemacht. Während ich auf DS oft das Optimum erreicht habe (unter meinem eigentlichen Alter), bin ich jetzt bei meinem Alter angekommen.

    Die deutlich geringere Spielzeit und auch die fehlende Motivation sich in eine solche Sache reinbeißen zu müssen, sind sicherlich Gründe dafür. Und wie erwähnt, natürlich das Alter.

    Betrifft nicht nur Videospiele, sondern auch andere Bereiche, wie z.B. Sport.
     
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  3. -----Predator---- Well-Known Member

    -----Predator----
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    da meine Skills in fast jedem Genre vorher schon schlecht waren bemerke ich bisher nichts das die noch schlechter geworden sind aber das ich weniger Geduld bei schwierigen Games habe gibts bei mir auch immer mehr (viel Zeit zu investieren um mal einen Boss zu schaffen oder zu grinden um voranzukommen und ähnliches betrachte immer mehr als Zeitverwendung)

    @SturmGolem
    bei Sekiro habe ich auch kapituliert aber das ist in Sachen Schwierigkeitsgrad einfach extrem weil das ganze Kampfsystem darauf ausgelegt ist das man eine einzige Spielmechanik beherrscht und schafft man das nicht (aus welchem Grund auch immer) ist das Ding praktisch unspielbar

    :) :) :) :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2020
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  4. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    Also ich bin Ende 20 (ungefähre Altersangabe hilft hier ungemein bei der Einschätzung des Beitrags) und habe teilweise sowas bemerkt. Vor über 10 Jahren hab ich mit Guitar Hero und Co angefangen und viel Spass an Rhytmus und Reaktionsspielen gehabt. Das was ich damals erlernt habe, kann ich heute immer noch. Für die persönliche Skillspitze zu erreichen bedarf es dann einfach Zeit, also wieder einige Stunden am tag damit verbringen, so wie früher. Und da komm ich auch zu einem wichtigen Punkt. Vor 10-15 Jahren, war es bei mir zumindest so, dass ich eine viel gerringere Spielauswahl hatte und auch weniger Ablenkung. Ich sage jetzt extra nicht Zeit, da Zeit in gewissem Maße auch Einteilungssache ist und man auch als berufstätiger Familienvater sich in ein gewisses Spiel reinbeißen kann, sofern man es denn auch unbedingt will. Ich möchte nix pauschalisieren, es gibt immer Außnahmen, aber die Ressoruce Zeit seh ich jetzt weniger als Problem an, auch wenn man als Schüler damals mehr davon zur Vefügung hatte.
    Wie oben geschrieben, finde ich ist Ablenkung ein wichtiger Punkt. Früher war ich auf ein gewisses Spiel angefixt und habe es 2,3 Stunden gespielt. Dann mal was anderes, aber innerhalb der Woche bin ich immer mehrmals wieder zurück gekommen und habe so ingesamt einige Stunden pro Woche mit Spiel XY verbracht, bis es irgendwann durch war oder gewisse Rekorde geknackt wurden.
    Heute merke ich an mir, dass ich ca 1 Stunde spiele und dann schon überlege eine Pause einzulegen. Denn es gibt ja sicher wieder neue Facebookposts, neue Foreneinträge und vielleicht hat auch wer mal auf meine Whatsappnarricht geantwortet. Da dies viel schnelllebrigere Dinge sind, als vielleicht eine halbe Stunde durch einen Dungeon zu rennen, ist man viel mehr darauf gefixt, sich abseits vom Gaming abzulenken.
    Und kommt man dann mal an einen Zwischenboss und stirbt, wirft man dann eher die Flinte ins Korn. Das Spiel wird dann meist beendet und man checkt erst wieder Narrichten bevor man dann irgendein anderes (dank Sales kann man ja heute mehr als genug Games haben) Spiel, das wieder ein anderes Setting und neue Herausforderungen bietet.

    Ich merke halt an mir selbst, dass bei manchen Games ich mehr nur noch lieblos konsumiere, statt wie früher wirklich bei allen Games mit vollem Elan in die Welt einzutauchen. So wie man statt das komplette Album bei der Musik, meist heute nur noch einzelne Tracks in seine Playlist packt, werden Games bei mir immer mehr reiner Konsum, statt pasioniertes Erlebnis. Ich versuche noch etwas dagegen zu machen, indem ich bei manchen Games, dann auch wirklich mein Handy auf Flugzeugmodus schalte und auch davor alle Narrichten beantworte, bevor ich loslege. So kann ich bei manchen Games, dann auch wirklich noch richtig eintauchen und mehrere Stunden auch mal für mich sozusagen sein.
    Aber Gamepass und Spieleflats im allgemeinen (die ich nicht derzeit nutze) bekräftigen nur noch weiter den lieblosen Konsum. Denn wieso soll man sich noch groß mit einem Boss aufhalten, wenn man noch 50 andere Games stattdessen zocken kann, die vielleicht nicht so nervig sind?

    Und zum Thema Skill: Ich war noch der Pro in irgendwelchen Games. Ich konnte viele recht zügig durchzocken auf normalen Schwierigkeitsgrad, aber auf Schwer oder noch härter, habe ich nie wirklich meine Zeit rein investiert. Einzig bei Guitar Hero, habe ich viel Zeit auf Expert verbracht, aber das kann ich heute auch noch.
    Auch bei League of Legends sind meine Reaktionen auch nicht schlechter geworden, innerhalb der letzten Jahre. Im Gegenteil: Da das Spiel immer mehr fordert, wird man durch konstantes Spielen auch nie schlechter, sondern eher besser.


    Alles in allem denke ich, dass es weniger am Alter liegt (zumindest bei mir noch nicht), sondern eher damit, dass man sich weniger fest beißt, weil einfach die äußeren Umstände sich geändert haben.
     
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  5. Splandit Well-Known Member

    Splandit
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    Ich kann da nicht wirklich mitreden, da ich genau wie auch Predator in so ziemlich jedem Genre schon immer schlecht war.

    Das mit dem festbeißen stelle ich aber bei mir und anderen definitiv fest.

    Und ich glaube wirklich das ganze hängt doch mit dem Alter zusammen. Denn der Skill den man hatte kam ja nicht einfach aus dem nichts. Das sind antrainierte Fähigkeiten und man wollte ja auch immer der beste sein ect.

    Zumindest in der Schule, im Studium und vor dem Zusammenleben mit dem Partner.

    Denn danach ist Zeit wohl das wertvollste Gut was man hat. Und das macht kompromissbereit.

    Kann ich wirklich 3 Stunden an diesem Boss sitzen wenn ich morgen zu Arbeit muss? Will ich mich damit beschäftigen was ich auf extrem alles beachten muss oder nicht vielleicht doch mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen?
    Und wenn ich am Tag nur eine Stunde Zeit habe und mich so viele Titel interessieren, ist es da nicht besser auf leicht zu spielen um schneller durch's Spiel zu kommen?

    Und eben die Frage der verbissenheit. Was bringt es mir überhaupt es auf schwer zu schaffen?

    Ist nur meine Meinung. Aber imo priorisieren viele einfach andere Dinge mit der Zeit höher. Man könnte so gut spielen wie früher, aber der Fokus liegt halt nicht mehr auf der einen Sache in die man sich total reinsteigern kann.

    So bekomme ich es zumindest mit.
    Wie gesagt, ich spiele sowieso fast immer auf einfach.
     
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  6. Bully Well-Known Member

    Bully
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    Ich stehe mit Ende 30 auch an dem Punkt.

    Früher war es definitiv unter meiner "Würde", Spiele auf einem leichteren SG zu zocken - es musste mindestens Normal sein bei Genres die mir nicht so liegen, und bei allen anderen der Höchste.
    Ich komme aber immer mehr an meine Grenzen - bin allerdings auch viel schneller (noch schneller) genervt wenn es nicht so fluppt wie gewünscht.

    Einzig meine MP Skills in Shootern nehme ich da noch von aus.

    Aber grade der Endboss im letzten God of War auf der höchsten Stufe hätte mich fast einen Controller gekostet und der Haussegen hing auch schon fast schief :ugly:

    Ich fürchte, in 2 Jahren werde ich reduzieren müssen
     
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  7. Johnny Dread Load"*",8,1: Moderator

    Johnny Dread
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    Bei mir ist es eher umgekehrt. Meine Prioritäten gehen eher zu schwereren Spielen. Meine Zeit wird mir langsam für leichte Spiele zu schade. Warum ein zu leichtes Spiel spielen? Wo ist dann der Sinn außer die Unterhaltung.

    Die Priorität eine Story erzählt zu bekommen geht bei mir auch immer weiter zurück. Dafür eignen sich Filme oder Serien dann auch mehr

    Klar gibt es Ausnahmen.

    Wenn Spiele aber so schwer wie Sekiro oder eine bestimmte Mission in Ace Combat sind, macht es auch keinen Spaß.
     
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  8. The Fang Ewiger Zweiter

    The Fang
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    Schwer zu sagen. Spiele tendieren dazu leichter zu werden. Und da ich so gut wie nie im Mehrspieler zocke habe ich da auch keinen Anhaltspunkt.
    In meinen favorisierten Genres, rundenbasierten Rollen- und Strategiespielen , würde ich meinen ich bin so gut wie früher. Beat'em'ups spiele ich zwar gern aber da war ich nie gut. Ich spiele (noch) grundsätzlich auf normal.
    Die letzte wirklich harte Nuss war Hollow Knight. Schon möglich dass ein früheres Ich da weniger Probleme gehabt hätte.
    Das Problem mit der Motivation hat aber auch bei mir zugenommen. Ich könnte mich hinsetzen und endlose Stunden Smash oder Dragon Ball FighterZ üben, aber will ich das? Eigentlich nicht.
    Ich bin kurz hinter der 40 und habe viel Zeit zum spielen. 4 Stunden am Tag sind keine Seltenheit.
     
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  9. RyuDragon Well-Known Member

    RyuDragon
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    Da die meisten Spiele, die ich zocke, in irgendeiner Form rundenbasiert sind, merke ich das in der Regel noch nicht so stark, da man dort ja nicht auf Reflexe angewiesen ist sondern das Denkarbeit ist. Wobei ich auch da bei Rätseln manchmal total auf dem Schlauch stehe und mir dann bei einem Blick in eine Lösung an den Kopf schlage, weil ich irgendwas simples übersehen habe. Also auch das mit dem Denken ist mittlerweile so eine Sache. :topmodel: Aber gerade wenn ich mal ausnahmsweise in anderen Genren stöbere merke ich schon, dass ich da im Vergleich zu früher nachgelassen habe, besonders bei Jump and Runs a la Mario bin ich im Vergleich zu früher richtig schlecht geworden. Klar, zum Teil liegt es natürlich auch daran, dass ich so was kaum noch spiele, aber ich komme auch nicht mehr so gut rein wie früher.
     
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  10. SturmGolem Well-Known Member Moderator

    SturmGolem
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    Danke für die zahlreichen Antworten :) Scheinen ja doch viele fast genauso zu sehen.

    Ob es jetzt wirklich am Alter liegt, kann man da jetzt recht schwer beurteilen, weil der Unterschied ja doch bemerkbar ist. Die einen "jünger", die anderen "älter", es scheint da wohl mehr von außen noch mitzuspielen.

    Das ist wirklich das komplette Gegenteil^^ Meine Gedanken sind da nur noch bei: "Ach lass mich in Ruhe, ich will den Boss jetzt nicht 20 mal versuchen. Will lieber die Story erleben". Das der Wunsch nach Herausforderung natürlich da ist, ist verständlich. Wie gesagt, es erging mir mit Halo auch nicht anders, weil da der Spaß ja so richtig erst eintrat, wenn man die höheren Grade versucht hat. Dafür nehmen Serien und Filme immer weiter ab bei mir xD Verstärkt aber bei Serien, weil ich da schon keine Lust mehr habe, dran zu bleiben. Das hat aber natürlich mehr mit Geschmack zutun.

    Da hast du Recht, man sollte sich auch nicht zwingen, mehrere Stunden in irgendwas reinzusetzen. Vielleicht ist man in der Form auch einfach "Gemütlicher" geworden :)
     
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  11. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Das mit dem "Skill" kann ich leider nicht wirklich beurteilen weil die Spiele, die ich in der Regel spiele, in den letzten Jahren leichter geworden sind. Die wirklich schweren Brocken wie Nioh und dergleichen interessieren mich nicht und Fallen Order habe ich zuletzt auf dem zweithöchsten Schwierigkeitsgrad beendet – auch wenn dort eher die ganzen Mechaniken dem Spieler im Weg stehen als die tatsächliche Spielbalance. Wirklich "mechanisch" schwer war das eher nicht und im Grunde vergleichbar mit dem normalen Schwierigkeitsgrad von Spielen wie Castlevania Lords of Shadow.

    Ein anderer Punkt der mich definitiv auch betrifft ist jedoch die fehlende Geduld. Früher habe ich auch teilweise stundenlang an schweren Stellen gesessen; ich erinnere mich da etwa an einige Goldmedaillen aus Burnout 3 oder den Storymodus von F-Zero GX. Das würde ich heute definitiv nicht mehr machen. Wenn ich einen Boss oder eine bestimmte Stelle mehr als drei, vier Mal versuchen muss verlieren ich schnell die Lust. Ich denke das lässt sich auch ganz einfach auf die geringer werdende Freizeit zurückführen. Hat man bspw. eine Stunde Zeit zum Spielen und verbringt diese Stunde damit, immer und immer wieder den gleichen Abschnitt zu versuchen fühlt sich das einfach wie verschwendete Zeit an. Früher wäre das halt nur ein Sechstel eines durchzockten Nachmittags gewesen.
     
  12. Johnny Dread Load"*",8,1: Moderator

    Johnny Dread
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    Bei mir sind hauptsächlich Spiele mit hereausragender Story im Kopf hängen geblieben oder eben welche, die auf höchstem Schwierigkeitsgrad einen bleibenden Eindruck durch das Gameplay hinterlassen haben.

    Und Spiele mit herausragender Story sind so selten. Etwas wie Shadow of Memories, The last of us oder Knights of the old Republic findet man viel zu selten.

    Die Kombi ist halt spitze. The last of us auf eem höchsten war einfach nur atemberaubend.

    Wenn ein Nioh/Souls mal mit fantastischer Story käme, wäre das für mich der heilige Gral. Code Vein hat ja schon gezeigt, dass es funktionieren kann.
     
  13. Splandit Well-Known Member

    Splandit
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    Aber hast du wirklich Spaß daran z. B. bei Sekiro 20 mal den selben Boss zu versuchen?

    Ernstgemeinte Frage, da ich diese Spiele nicht selber angehe und es halt wirkt als währe es mehr Frust als Spaß.
    Jeder Motiviert sich halt anders. Wenn dich mehrfache Game Overs motivieren können bin ich da sehr neidisch drauf.
     
  14. -----Predator---- Well-Known Member

    -----Predator----
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    @Maryokutai
    das weniger Geduld von weniger Freizeit kommt würde ich so nicht sagen, zocke deutlich mehr als früher aber trotzdem habe ich nicht mehr ansatzweise soviel Geduld um mal eine schwierige Stelle zu schaffen, früher war mir das egal wenn ich ein paar Stunden versucht habe eine schwierige Stelle zu schaffen, heute ist es für mich schon Zeitverschwendung wenn ich nach 3-4 Versuchen mal nicht weiterkomme (gibt natürlich Ausnahmen aber das sind dann schon sehr aussergewöhnliche Games)

    @Johnny Dread
    mehr Games in Richtung Code Vein hätte ich auch sehr gerne

    :) :) :) :)
     
  15. Johnny Dread Load"*",8,1: Moderator

    Johnny Dread
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    Ja. Mir macht es Spaß zu Sterben und es wieder und wieder zu versuchen. Den Nervenkitzel, wenn man einen verdammt schweren Boss fast geschafft hat und die Hände schon nervös werden. Das Überlegen: Heilen oder doch noch ein Schlag? Das Bereuen und sich die Schuld geben. Und es dann irgendwann schaffen mit dem Triumph es dem Fiesling gezeigt zu haben.

    Manchmal verfluche ich die Spiele aber auch ;)

    Sekiro war aber zu viel des Guten.
     
  16. goathammer farewell...

    goathammer
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    Ja, vorausgesetzt, das Gameplay ist motivierend. Dass es nicht Spaß macht, in einem Final Fantasy (oder beliebigem anderen (J)RPG bspw.) einen Boss 20 mal zu machen, ist klar, denn die Spielmechanik verlangt vom Spieler nichts, außer alle paar Sekunden X zu drücken. Dass das auf Dauer ermüdend und frustig wird, ist relativ logisch. Aber hinter einem Souls oder Sekiro steckt eben eine sehr tiefe Spielmechanik, die es zu meistern gilt, ähnlich wie in einem Fighting Game oder kompetitiven Shooter. Es macht mir unglaublich Spaß, wenn ich sehe, dass ich Stück für Stück in diesen Spielen besser werde. Vorausgesetzt natürlich es macht Spaß, wie am Anfang schon erwähnt. Deswegen mag ich nicht jedes Soulslike, weil sich viele Kopien einfach nicht so gut wie das Original anfühlen.

    Ich bin, was Spiele angeht, ein recht kompetitiver Typ. Sofern mir ein Spiel Spaß macht und es mich motiviert, will ich gut darin werden. Egal ob das nun ein MMORPG wie damals WoW, ein Kartenspiel wie Hearthstone, ein Fighting Game, Souls oder aktuell Monster Hunter ist (in dem der Skill auch eine sehr große Rolle spielt) - ich mag es einfach zu sehen, wie ich besser werde. Es ist ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn man merkt, dass man einen Boss/ein Monster nun in ein paar Sekunden/Minuten mehr oder weniger blind umkloppen kann, an dem man sich vorher die Zähne ausgebissen hat. Und das Ganze hat dann auch noch den netten Nebeneffekt, dass man seine Frustrationstoleranz trainiert.

    Allerdings gibt es auch Spiele, bei denen ich irgendwann die Segel streiche. Bei den meisten Fighting Games heutzutage bspw. Da hätte ich sehr viel Nachholbedarf und die Grundmechaniken an sich bieten mir meist nicht genug Motiviation, um mich darauf wochen- oder monatelang einzulassen. Wenn ein Spiel mich motiviert, hänge ich aber wochen-, monate- oder gar jahrelang dran. Mir macht es auch richtig Spaß, mich im Internet über diverse Builds, Taktiken usw. schlau zu machen, um mein Gameplay damit zu verbessern.

    Zwischendrin zocke ich aber natürlich auch gerne storygetriebene Spiele und da ist mir der Schwierigkeitsgrad komplett egal.
     
  17. r2d22019 Well-Known Member

    r2d22019
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    Ausführlich: Früher als ich diese PC Spiele nicht spielen durfte, namentlich Quake 3 Arena und Unreal Tournament 99, habe ich abseits des MP gegen Menschen Online, wo ich später verdammt gut wurde, immer gegen die Bots auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt, weil ich da richtig viel Spaß dran hatte.

    Ich lernte die Maps auswendig. Ich lernte, wo welche Gegenstände und Waffen auftauchen. Ich lernte den Rocket Jump, Den Strafe Jump, dass Dodgen ( Zig Raketen ausweichen können ) , die Geheimnisse um bei den Karten abkürzen zu können durch Sprünge, um an Waffen heran zu kommen, die unerreichbar im ersten Moment wirkten.

    Heutzutage sehe ich gegen die Bots nicht mal auf "Normal" Land in Sicht. Die Spiele sind mir viel zu schnell, zu hektisch, und kann nicht mehr nachvollziehen, warum ich diese beiden Spiele mal spaßig fand und diese Spiele mit Spaß trainiert habe.

    Anderes Beispiel ist auch aus dem PC Bereich damals. Dune 2000, Command & Conquer, Age of Empires 2. Ich war gut in den Spielen und war immer glücklich, wenn die Gegner, die KI in der Story oder Geplänkel eine Herausforderung gewesen ist. Heute finde ich diese Spiele langweilig und unnötige Zeitvergeudung.

    Die meisten Konsolenspiele allerdings. Da war ich noch nie gut drin. Die meisten Spiele haben mich abseits einiger Emotionen und Handlungen ( Nimmt man mal Mario Galaxy raus und 3D World und Odysee ) aber auch in den letzten Jahren sehr enttäuscht. Fand Gameplay immer grausamer mit der Zeit.

    Dark Souls, From Software. Wollte ich nie was von hören. Wollte ich mit in Ruhe gelassen werden. Ich war doch eh Scheiße in Spielen. Warum das spielen? Kann doch gar keinen Spaß machen gefühlte 100 Mal zu sterben und seine Zeit unnötig in so einen Kram zu investieren.

    Dann kamen 2 neue Kumpels mit diesen Spielen an. Einer davon kauft und spielt seit Dark Souls nur noch Spiele von From Software. Der andere Kumpel ist offen für alles. Beide schwärmte jedenfalls ewig von diesen Spielen und das die alles richtig machen, was ich sonst kritisiere seit den letzten Jahren.

    Ich wollte nicht, bekam aber trotzdem den Controller auch mal in die Hand. Da war es vorbei. Es war ein Fehler mir den Controller zu geben. Die konnten das perfekt. Ich gar nicht. Bin immer wieder gestorben. Bis ich irgendwann merkte, es lag einfach an mir und nicht am Spiel wie sonst öfters. Wo ich mich über Gameplay Mechaniken aufgeregt hatte.

    Irgendwann sagte ich "Einmal versuch ich es aber noch - Jetzt schaff ich es aber..." und mir dann einer der Kumpels sagte, dass ich das jetzt das über 10 Mal gesagt hätte. Hat sich einen gegrinst und mir gesagt "Willkommen bei den From Software Fans".

    Diesen Spruch, den ich hatte sehr lange bei Videospielen nicht mehr gesagt. Ich hatte wieder Spaß beim Zocken. Obwohl ich wütend auf mich selber war, und mir das vor meinen Kumpels peinlich war, mich so Scheiße anzustellen, hatte ich wieder Spaß. Nach Jahren.

    Tja. Ging dann weiter mit Bloodborne und endete letztens bei Sekiro. Sekiro traf mehr meinen Nerv, weil ich auf Ninjas und dieses ganze Setting mehr abfuhr, als auf dieses düstere bizarre Fantasy Dingen. Der Affe, hat mich vor 6 Freunden die schlimmsten Wörter aussprechen lassen, mehrmals und ich habe ihn gehasst, aber als ich siegte und wir alle diesen Sieg emotional teilten, war ich überglücklich. Als ob ich gerade eine sonst wie tolle sportliche Leistung abgelegt hätte.

    Bei einem anderen Gegner "Es ist lange her, dass wir gegeneinander gekämpft haben" , mussten mir aber die Kumpels helfen, die, dieses Spiel besser beherrschten und mehrmals Sekiro, Dark Souls und Bloodborne schon durch hatten.

    Um es noch ein mal zu ordnen:

    Ich bin mit bald 34 der Älteste. Die anderen sind etwas über 20. Ich habe das Gefühl, die haben noch schnellere Reaktionen als ich.

    TLDR: Ja, auch meine Skills haben in PC Spielen nach gelassen, die ich liebte. In Konsolenspielen war ich noch nie gut und ich liebe trotzdem Dark Souls, Bloodborne und Sekiro unglaublich.
     
  18. Johnny Dread Load"*",8,1: Moderator

    Johnny Dread
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    Welche Soulslikes hast Du eigentlich gespielt, die nicht From sind?
     
  19. PS3 Mini-Me der (Selbst)Gerechten

    PS3
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    Ich liebe es auch mich an einem Spiel richtig fest zu beißen :user: Teilweise über mehrere Stunden und auch über mehrere Tage verteilt immer und immer wieder diese eine Stelle zu üben und zu merken, dass man dabei immer ein kleines bisschen besser wird kann sehr motivierend sein.
    Die Spiele dürfen dabei aber nicht unfair sein und einen bspw. einfach hunderte Gegner aufhetzen. Und man muss dabei auch immer seine eigenen Fehler sehen können, wo man sich verbessern kann. Wenn mir das Spiel das nicht aufzeigt und ich gar nicht weiß warum ich jetzt schon wieder tot bin dann breche ich ganz schnell ab. Wenn das Spiel aber einen nicht verarscht und die Fehler immer bei mir selber liegen und nicht an der Steuerung, Kamera, Bugs oder schlechtem Design, dann bin ich voll dabei.

    Zum Thema selbst bezüglich Skill: Das einzige kompetitive Spiel was ich zocke ist CS:GO und da ist mein Skill schwankend. Mal verfluche ich jeden Gegner und denke er cheatet, mal gg ez :D
    Und bei schweren SP-Games bleib ich einfach so lang dran bis es geschafft ist. Das hat aber imo weniger mit Skill als viel mehr mit lernen und Durchhaltevermögen zu tun.
    Ich verstehe aber auch, dass es in der heutigen Zeit schwerer ist an einer Sache dran zu bleiben, weil es einfach Unmengen an Alternativen gibt. Ich bin aber eher der Typ der erst eins abschließt - sofern für gut befunden - bevor ich zum nächsten gehe.
     
  20. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Also bei mir ist das definitiv ein Faktor, ich kann natürlich nicht für jeden sprechen. Ich will das Gefühl haben in jeder "Session", und sei sie noch so kurz, irgendeine Art von Fortschritt gemacht zu haben. Videospiele an und fr sich sind schon irgendwie eine Art von Zeitverschwendung und wenn man dann im Spiel noch nicht einmal vorankommt, dann fühlt sich der Feierabend einfach unbefriedigend an IMO.
     
  21. PS3 Mini-Me der (Selbst)Gerechten

    PS3
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    2.501
    Aber wenn man eine Stelle immer besser kann macht man doch damit auch Fortschritt :hmm:
     
  22. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Schlafen ist die beste Medizin
     
  23. -----Predator---- Well-Known Member

    -----Predator----
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    @PS3
    Maryokutai meint wohl in einem Game voranzukommen (nächstes Level und ähnliches) und nicht immer das selbe spielen zu müssen nur um besser zu werden um es irgendwann zu schaffen

    @Maryokutai
    genau so gehts mir auch, möchte auch in jeder Gamingsession in einem Game vorankommen

    :) :) :) :)
     
  24. goathammer farewell...

    goathammer
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    Durchgespielt keines :ugly: Angespielt Nioh, Code Vein und irgendwann noch 1-2 andere, an die ich mich jetzt gerade nicht erinnern kann.

    Das kann ich definitiv nachvollziehen. Allerdings muss man eben in manchen Spielen seinen Fortschritt eben selbst definieren. Wenn ich in einem Prügelspiel online in 30 Matches am Stück auf die Fresse bekomme, mache ich auch keinen Fortschritt. Im Gegenteil, mein Ranking verschlechtert sich sogar. Aber, wenn ich gewillt bin, dazuzulernen, da sollte ich nach diesen 30 Matches ein Stück weit besser sein, in welcher Hinsicht auch immer. So ähnlich ist es auch bei Souls und Co. Du hängst an einem Boss und versagst 30 mal, aber beim 31. mal klappt es dann. Nicht weil das Spiel leichter, dein Charakter stärker wurde oder durch sonstige, äußere Faktoren, sondern weil du selbst besser wurdest. Bei Fighting Games ist dieser ja Prozess ja noch viel, viel langsamer als in anderen Spielen, von daher müsstest du doch wissen, was Sache ist ;)
     
  25. Splandit Well-Known Member

    Splandit
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    Ich würde jetzt nicht sagen das ich durch meine 30-50 Versuche beim ersten DS 3 Boss besser im Spiel beworden bin. :ugly:

    Generell hast du natürlich Recht.

    In dem Moment habe ich aber tatsächlich an meiner Fähigkeit einen Controler zu bedienen gezweifelt.
     
  26. Johnny Dread Load"*",8,1: Moderator

    Johnny Dread
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    Aber je nur die Alpha bzw Betas, oder? ;)
     
  27. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Der Unterschied ist, dass das erlangte Wissen oder der Fortschritt beim eigenen Gameplay bei einem Prügelspiel dauerhaft von Nutzen sein wird. Wenn es irgendwann Klick macht, wie man auf einen bestimmten Move reagiert oder kontert dann wird mir das für die gesamte Lebensdauer des Spiels eine Hilfe sein. Wenn ich jedoch in irgendeinem Singleplayer-Spiel nach 20 Versuchen einen Boss besiege, dann habe ich im Grunde nur gelernt wie man diesen Boss besiegt. Das nächste Level haut mir dann gleich wieder andere Feinde mit anderen Angriffsmustern entgegen und alles fängt von vorne an. Natürlich wird man mit der Zeit besser was verschiedene Spielmechaniken angeht – und nachdem was ich gelesen habe ist Nioh in der Hinsicht ein Musterbeispiel, weil es "nur" das Meistern dieser Mechaniken verlangt – aber für mich sind das trotzdem zwei paar Schuhe.
    Nicht zuletzt auch, weil ich Multiplayer- und/oder Arcade-Spiele auch nur für zwischendurch einlege wenn ich gedanklich nicht in Stimmung für ein entweder narrativ oder spielerisch intensiveres Singleplayer-Spiel bin. Da verlange ich vom Spiel nur, dass es mir eine Weile Spaß macht – das fällt dann nicht unbedingt in die Kategorie an Spielen, auf die ich mich in meinem ersten Beitrag bezog.
     
  28. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Sehr schlechter Vergleich, aber ich sehe gerade Mary hat bereits ausgeführt warum.

    Ich hab damals eine FIFA Saison in der ESL Pro Series spielen dürfen (als es noch 5on5 gewertet wurde)
    Wenn ich FIFA im Single Player spiele bzw gespielt habe, dann eher auf maximal Halbprofi... Ein hoher Schwierigkeitsgrad in Single Player spielen ist im Grunde immer wie stumpfes auswendig lernen, daher definiere ich Souls Spiele auch nicht als herausfordernd, sondern eher nervig - in Multiplayer spielen kann man sich wenigstens noch "hoch" spielen und durch die menschliche Komponente kommen da auch immer wieder neue Mechaniken/Möglichkeiten zum Vorschein auf die man reagieren und oder auch adaptieren kann

    Gewisse Muster gegen KI Gegner zu perfektionieren ist für mich dann aber der Inbegriff von purer Zeitverschwendung, aber jedem das seine - nur soll man diese Art von Spielen dann doch bitte nicht so vergöttert anpreisen
     
  29. Lathander RPG Overlord

    Lathander
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    Ich stelle mich bei den meisten Spielen, die mir liegen, von vorn herein gut an und komme gut zurecht. Auch bei Souls inzwischen oder bei Rennspielen bin ich auch nicht schlecht. Allerdings habe ich eine miese Lernkurve. Wenn irgendeine Stelle kommt, die ich nicht packe, dann werde ich vielleicht in der ersten Handvoll Versuche sogar besser, weil ich mich auf bestimmte Moves einstellen kann, aber wenn es dann nicht klappt, werde ich eigentlich immer schlechter. Dann weiß ich schon, dass ich die nächsten 10-20-30 Versuche am liebsten einfach überspringen würde, weil die leider meistens nichts werden. Oft komme ich nicht mal mehr so weit, wie ich am Anfang schon mal war. Ist diese Phase mal rum, kann es sein, dass es irgendwann besser wird.

    Es ist auch nicht so, dass ich dann dauerhaft etwas besser kann, mein Skill verändert sich nicht wirklich. Ich stelle mich bei den Spielen von vorn herein gut an, aber wenn es schwierig wird, werde ich kaum besser.

    In den letzten Jahren habe ich auch verstärkt den Schwierigkeitsgrad runtergedreht. Spiele auf Schwer zu spielen, stresst mich und ich habe keine wirkliche Lust darauf. Das Gefühl "Ja, ich habe diese schwere Stelle gepackt und fühle mich deswegen super!" ist zwar irgendwo manchmal da (wieder bei Souls z.B.), aber eigentlich habe ich mehr Freude am Zocken, wenn es stetig voran geht. Da hab ich auch kein Problem, Glitches auszunutzen oder einen Guide zu verwenden. Ich muss mir nichts beweisen. Und wenn eine Stelle wirklich hartnäckig schwer und nervig war und ich die endlich geschafft habe, bin ich auch mehr genervt als glücklich und ärgere mich über die ganze Zeit, die das gekostet hat.

    Was ich gerne auf Schwer gespielt habe, war CoD auf Veteran. Aber eben nicht, weil ich besonders toll war, sondern weil es mir so viel Spaß gemacht hat, das Spiel als Feigling durchzuspielen - schnell voranhuschen, verstecken, KI Kollegen ziehen nach, schießen die Gegner ab, ich schleiche mich zum nächsten Checkpoint, schnell wieder verstecken... leider ging das bei WW 2 nicht mehr. Da hab ich dann den Spaß daran verloren.

    Manchmal reizen mich Platins, dann überlege ich mir, ob ich mir das Spiel schwerer mache als es sein müsste. So tue ich mir jetzt ein letztes Mal Catherine Platin an. Ich liebe das Spiel einfach.
     
  30. Johnny Dread Load"*",8,1: Moderator

    Johnny Dread
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    Manchmal werden Spiele durch Härte nochmal immens aufgewertet.

    Mass Effect 2 auf dem höchsten ist so ein tolles Erlebnis. Ich bin auf dem verlassenen Kollektorenschiff fast durchgedreht. Aber als ich die Stelle Anfang 2010!!!!!!! geschafft hab war das einfach so erinnerungswürdig, dass es sogar jetzt, 10 Jahre später, noch total präsent ist. Hätte ich die Stelle beim ersten Mal geschafft, könnte ich mich bestimmt kaum dran erinnern.
     
  31. PS3 Mini-Me der (Selbst)Gerechten

    PS3
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    Das kann man genauso gut rumdrehen. Im Multiplayer erreicht man nie ein Ende, es gibt immer bessere Spieler als man selbst. Bei SP dagegen kommt man irgendwann im Level/Story weiter.
     
    Johnny Dread gefällt das.
  32. Sazan Well-Known Member

    Sazan
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    Die Uncharted-Reihe wäre für mich so ein Beispiel. Bestimmte Gameplay-Elemente ergeben erst dann wirklich Sinn, wenn ein hoher Schwierigkeitsgrad deren Benutzung auch erforderlich macht. (Ausgenommen Teil 4, wo der höchste Schwierigkeitsgrad imo einfach nur mies designt war.)

    Zum Thema: Einen Rückgang der eigenen Spielskills habe ich über die Jahre hinweg nicht bemerkt. Allerdings sehr wohl den Verlust des "muscle-memorys". Ich müsste bestimmte schwierige alte Spiele quasi wieder neu lernen, um sie heutzutage durchspielen zu können. Und da hat sich über die Zeit mein eigener Anspruch an Spiele doch verändert. Ich spiele nicht mehr jeden Mist, nur um ihn durchgespielt zu haben. Ich kann inzwischen problemlos sagen "Nein, danke. Diesen Murks könnt ihr gerne behalten." Wie kürzlich bei den letzten Zusatz-Missionen von Ni-Oh geschehen. Der Willen zum Weiterspielen hängt also vor allen Dingen von der Qualität des entsprechenden Spiels ab. Und wenn die passt, dann brauch ich nach wie vor keine weitere Motivation, um am Ball zu bleiben.
     
  33. Echelon The Day You Die Is The Day I Smile

    Echelon
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    Könnte ich bei mir nicht wirklich sagen, dass ich da über die Jahre wirklich was eingebußt habe. Könnte schon sein, dass ich vielleicht nicht mehr ganz die Reaktionen oder das Tempo wie vor 20 Jahren habe, aber dann wäre es mir jedenfalls nicht so wirklich bewusst.
    Und was die Motivation angeht, dann ist es bei mir eher sogar das Gegenteil mittlerweile. Früher haben mich schwere Spiele eher frustriert. Vereinzelt gab es Ausnahmen, wo ich mir einen höheren Schwierigkeitsgrad durchaus auch mal gegeben habe, aber sonst halt immer nur normal, was halt früher in den meisten Fällen eher recht leicht zu bewältigen war.
    Mittlerweile (eigentlich tatsächlich seit Bloodborne :ugly: ) weiß ich es aber auch gut zu schätzen, wenn Spiele auch herausfordernd sind und bevorzuge eher herausfordernde Spiele. Muss jetzt nicht so bockschwer wie ein "FromSouls", aber in den meisten Fällen langweilt es mich auf Dauer eher, wenn ich das Gefühl habe, dass sich das Spiel quasi wie von selbst spielt. Gute Story oder gute Präsentation schaffen es bei mir auch mittlerweile weniger das für mich zu kompensieren.
    Dürfte auch einer der Gründe sein warum ich mittlerweile viel weniger Blockbuster spiele und mich mehr ins Indie-Segment verlagert habe und mich mehr mit aufs Gameplay fokussierte Spiele befasse.
     
  34. goathammer farewell...

    goathammer
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    Dann vergleiche eben die einzelnen Bosse mit verschiedenen Matchups. Du wirst generell im Spiel besser, wenn du eine bestimmte Spielzeit investierst und profitierst davon auch im restlichen Spiel. Wenn ich jetzt mit Cammy dreißig mal am Stück gegen Ryu kämpfe, bekomme ich gegen Blanka immer noch auf die Fresse. Im besten Fall hab ich meine eigenen Combos etwas besser im Griff, aber das trifft ja auch auf diverse SP Spiele zu. Und, wie gesagt, ich empfinde Multiplayer Spiele noch als deutlich frustrierender in dieser Hinsicht als Singleplayer Games. Und das nicht nur auf Souls bezogen. Ein kompetitiver MP erfordert meiner Erfahrung nach immer um ein gutes Stück mehr Einarbeitungszeit als ein (vergleichbar schweres) Singleplayer Spiel.
     
  35. Dailycobra New Member

    Dailycobra
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    Mir ergeht es momentan ähnlich. Ich denke, das ist aber dadurch bedingt, dass ich als Schüler noch viel mehr Zeit hatte, neben der Schule zu zocken. Ich arbeite mittlerweile seit 2011 und speziell in den letzten Monaten merke ich zunehmend, dass meine Reaktionsgeschwindigkeit z.B. bei Spielen wie Fortnite stark zu wünschen übrig lässt. Daher mache ich auch einen großen Bogen um dieses Spiel und dessen Community.. Ich glaube, ich werde alt :) und ich bin noch unter 30..
     
  36. Marshall HD Well-Known Member

    Marshall HD
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    Bin jetzt anfang 30 und ich denke nicht von mir, dass meine Fähigkeiten nachgelassen haben. Es ist nicht allzu lange her, dass ich Ninja Gaiden 2 auf Master Ninja durchgespielt habe (okay, 5 Jahre...wie die Zeit vergeht) und ich mich das gesamte Spiel durch motivieren konnte, mich da durchzukämpfen. Wenn mir ein Spiel spielmechanisch wirklich zusagt, kann ich mich auch motivieren, es auf höheren Schwierigkeitsgraden durchzuspielen. Aber an der Motivation scheitert es doch in letzter Zeit sehr oft, höhere Schwierigkeitsgrade anzugehen. Zumindest im SP, in Renn-Sims und kompetetiven Shootern habe ich noch Ambitionen, mich weiter zu verbessern.
    Anders verhält es sich bei mir bei Spielen wie die Souls-Reihe. Ich kann einen Boss auch nach 30 Versuchen bezwingen, es stellt sich für mich trotzdem kein Erfolgserlebnis ein. Kollisionsabfrage und Gegnerverhaltensmuster fühlen sich zu random an, damit sich ein Sieg wirklich als Leistung anfühlt. Ich könnte ihn vielleicht noch mal 30 mal versuchen und ich würde nicht gewinnen. Dann bleibt die Möglichkeit, zu grinden und zu leveln, aber für mich komplette Zeitverschwendung. Am Ende passiert nach all dem Leveln&Grinden dann auch nur das, was in den meisten anderen Spiel passiert, wenn ich den Schwierigkeitsgrad runtersetze. Die Werte werden verschoben und derselbe Kampf ist plötzlich viel einfacher.

    So oder so, hoffe ich dass mein Skill-Abbau noch 10-15 Jahre Zeit hat. Herausforderungen will ich nicht missen, es muss nur das richtige Spiel für mich sein.
     
  37. Falk Sturmfels Well-Known Member

    Falk Sturmfels
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    Also ich werde in weniger als einer handvoll Jahren 50, und meine Skills sind insgesamt noch gut da. Als ehemaliger bezahlter Zocker ist man halt einfach nie aus der Übung. Mir machen eher meine Augen zu schaffen, wenn es spätabends ist und ich einen schnellen Shooter mit nicht ganz optimaler Steuerung vor mir habe - zuletzt bei Metro wieder erlebt.

    Die Spiele von From Software oder Monster Hunter sind für mich geradezu ideal - sie gelten zwar als schwer, sind aber aufgrund des gebremsten Tempos für mich quasi das Mekka. Dark Souls werde ich auch mit 80 noch spielen. Was ich weder früher (und das ist in meinem Fall ein 30-Jahre-früher!) noch heute kann, sind Prügelspiele. Fasse ich nicht an.
     
    Bully gefällt das.
  38. Der V Gamer Well-Known Member

    Der V Gamer
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    Bei mir ist auch so das ich gefühlt schlechter werde. Sekiro hat es mir dieses Jahr gut gezeigt. Aktuell Spiele ich Celeste und auch das ist nicht ohne.
     
  39. Johnny Dread Load"*",8,1: Moderator

    Johnny Dread
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    Nene. Sekiro ist ja auch jenseits von Gut und Böse.
     
  40. Oli_Anderson Well-Known Member

    Oli_Anderson
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    Also noch schwerer als die anderen Soulsgames?
    Wer kauft den Blödsinn noch? :ugly:
     
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